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Starke darf beim Jubiläums-Meeting jubeln

Diamond Daisy glänzt in Hannover

Hannover 8. Juli 2017

Gelungener Start in das große Jubiläums-Wochenende 150 Jahre Hannoverscher Rennverein am Samstag auf der Galopprennbahn Neue Bult. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten die Besucher ein kompaktes, aber hochinteressantes Programm. Im Mittelpunkt stand der Jubiläumspreis der Mitglieder und Förderer des Hannoverschen Rennvereins (Ausgleich II, 12.000 Euro, 1.750 m), ein stark besetztes Handicap mit vielen Formpferden.

Nachdem er bei der Hamburger Derby-Woche oft mit Platzierungen hatte vorlieb nehmen müssen, trumpfte Top-Jockey Andrasch Starke nun wieder auf – mit der von Ferdinand Leve in Warendorf für das Gestüt Haus Ittlingen vorbereiteten Diamond Daisy (68:10). Die Shirocco-Tochter hatte im Juni in Dortmund ihr erstes Rennen gewonnen und diesen Erfolg anschließend als Dritte auf sicher nicht mehr idealem Boden in Hamburg bestätigt. Nun stieß Diamond Daisy Mitte der Geraden sehr sicher in Front und geriet auch durch die Außenseiter Dingo und Nadelwald nicht in Bedrängnis.

Eine Überraschung gab es in der einleitenden Zweijährigen-Prüfung über 1.300 Meter. Denn im kleinen Viererfeld gewann der größte Außenseiter: Domberg (B. Murzabayev), ein vom Gestüt Ebbesloh gezogener Champs Elysees-Sohn aus der in Listenrennen platzierten Mutter Diaccia überrollte mit mächtigem Speed als 67:10-Chance den lange führenden Mitfavoriten Theo, sowie Coppelia und den 15:10-Favoriten Lessing, als aus idealer Position stark nachließ und nur Letzter wurde. Auf die weitere Karriere von Domberg darf man sicherlich sehr gespannt sein.

In einem packenden Zweikampf klang der 1.300 Meter-Ausgleich III aus. Mit großem Kampfgeist bekam die von Toni Potters (100. Trainersieg) in Großenkneten trainierte Footloose (140:10, M. Casamento) noch hauchdünn Bective in den Griff, hinter dem Dreamorchid auf Platz drei schon mit etwas Abstand folgte. Damit überbot die siegreiche Stute ihre beiden jüngsten Vorstellungen deutlich.

Deutlich verbessert ist Sakima (43:10) aus dem Neusser Stall von Axel Kleinkorres, der mit Rebecca Danz in einem 1.600 Meter-Handicap in sehr sicherer Manier seinen zweiten Erfolg hintereinander markierte und vor der Bahnspezialistin Zitat sowie Diamond blieb.

Ihren verdienten ersten Erfolg feierte die in Hamburg zweitplatzierte Wittekindshoferin Event Air (33:10) nach einem starken Finish von Andreas Helfenbein für den in Hannover beheimateten Trainer Christian Sprengel in einer 1.400 Meter-Prüfung vor Zauberei und Sunnylea.

Bis zum 19. Start hat es gedauert, nun reichte es endlich zum ersten Sieg für die Stute Nicoletta (43:10) aus dem Quartier von Günter Lentz in Bremen-Mahndorf. Mit Michael Cadeddu löste sich die Favoritin in einem Ausgleich IV über 2.200 Meter leicht von Henry Morgan und American Dreamer.

Mit einer großen Überraschung endete der Nachmittag, denn in einer 1.900 Meter-Prüfung wurde der heiße Favorit Quibello auf den allerletzten Metern noch von dem 292:10-Außenseiter Los Companos (R. Piechulek) abgefangen, der unter der Regie von Dr. Andreas Bolte seinen Einstand aus dem Juni mächtig steigerte. Baldus schob sich noch auf den dritten Rang.


 

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