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Beide Hauptereignisse in Hannover an das Dream Team

Starke/Schiergen beim Jubiläum die Protagonisten

Hannover 9. Juli 2017

Der große Highlight-Sonntag bei der 150-Jahr-Feier des Rennvereins Hannover war ein Turffest besonderer Güte. Denn neben dem hochwertigen sportlichen Programm wurde dem in Scharen angereisten Publikum auch ein tolles Rahmenprogramm geboten.

Als Präsident des Renn-Vereins in Köln gab er sich natürlich in der Domstadt die Ehre, aber sein eigenes Pferd trumpfte auf der Neuen Bult in Hannover auf: Eckhard Sauren durfte sich an diesem Tag über einen tollen Treffer seiner dreijährigen Mastercraftsman-Tochter Ashiana aus dem Stall von Peter Schiergen freuen. Die offenbar enorm verbesserte Stute sicherte sich nach einem grandiosen Finish von Andrasch Starke den Großen Jubiläumspreis der Wohnungswirtschaft (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.000 m).

Es war absolut beeindruckend, wie die mit 50:10 gut gewettete frische Listensiegerin aus Baden-Baden sich hier das nächste Top-Rennen schnappte. Von einem der letzten Plätze rauschte Ashiana ganz außen regelrecht noch an der Favoritin Prima Violetta und Sky Full of Stars sowie Pemina mit einer dreiviertel Längel vorbei. Es war beim sechsten Start der zweite Erfolg der Kölner Stute. Die Viererwette bezahlte 3.695:10 Euro.

Und auch das andere Hauptereignis, der Große Jubiläumspreis von Bentley & Aerowest (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) wanderte auf das Konto der Mannschaft Schiergen/Starke), die an diesem Wochenende fünf (!) Rennen gewann! Mit der Fährhoferin Sarandia dominierte die 19:10-Favoritin nach ihrem jüngsten Erfolg in Baden-Baden auch hier. Es war eine Klasse-Vorstellung, die die Dansili-Tochter da auf den Rasen zauberte. Start-Ziel verabschiedete sie sich trotz Höchstgewicht in toller Manier von den noch stärker nachsetzenden Fosun und Inessa, die vom letzten Platz kam. Die gut gewetteten Son Macia (für sie hätte der Boden sicher weicher sein können) und die Röttgenerin Kasalla hatten als Vierte bzw. Fünfte am Ende keine Möglichkeiten mehr.

Das Team Andrasch Starke/Peter Schiergen ließ sich auch die mit 10.000 Euro ansprechend dotierte Dreijährigen-Prüfung über 1.750 Meter nicht nehmen – durch den Ittlinger Nadito (30:10), der mit Near Big und Irish Prinzess keine Schwierigkeiten hatte.

Und schon in einer 2.000 Meter-Prüfung für dreijährige Stuten legten Starke/Schiergen nach – nach einem blitzsauberen Ritt des achtfachen Champions, der mit der 22:10-Favoritin Nagold aus dem Gestüt Bona immer an der platzsparenden Innenseite geblieben war und der Lady des Gestüts Bona dort einen Kopf-Vorteil vor Feuerlilie und Salve Sardegna bescherte. Für die von ihrem Besitzer auch gezogene Lando-Tochter der sehr guten Norderney könnten nun diverse Auktionsrennen auf dem Plan stehen. Damit sicherten sich Andrasch Starke und Peter Schiergen gleich drei Rennen gemeinsam.

Hannover ist die bevorzugte Bahn von Hans-Jürgen Gröschels Itobo. Der Wallach untermauerte dies mit seinem dritten Erfolg beim ebensovielten Auftritt auf der Neuen Bult im 22.500 Euro-Ausgleich I über 1.750 Meter. Mit dem leichten Gewicht von 51,5 Kilo hatte Jockey Marco Casamento schon im Schlussbogen innen sehr zügig die Position verbessert und sich auf der Zielgeraden mit dem 38:10-Mitfavoriten bald von Glad Libero und Sun at work abgesetzt.

Die weite Anreise aus München sollte sich für die von Trainer-Aufsteigerin Sarah Steinberg entsandte Lady Jane (51:10, R. Piechulek) lohnen, denn sie spurtete in einer 1.600 Meter-Konkurrenz gegen Voladora und Betsy’s Best zum ersten Sieg.

Wo führt der Weg hin von Torsten Teinekes Santiano? Diese Frage drängt sich nach dem 1.900 Meter-Ausgleich III auf, den der Wallach mit Daniele Porcu als 47:10-Mitfavorit gegen King’s Advive, einen Sohn des Weltklassepferdes Frankel, und Angel Moon beherrschte und seinen vierten Sieg beim erst siebten Start markierte.

Kleine Felder, große Gelder – so lautete das Motto im abschließenden 2.400 Meter-Ausgleich IV eines großartigen Wochenendes in Hannover. Denn mit dem von Stefan Richter aus Dresden aufgebotenen Palace King (103:10) gewann der längste Außenseiter im Siebenerfeld mit viel Einsatz vor Shy Moon und Leonarda.

 
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