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Doppel kurz vor dem 60. Geburtstag in München

Die vorgezogenen Geburtstagsgeschenke von Altmeister Kevin Woodburn

München 11. Juli 2017

Altmeister Kevin Woodburn, der am 17. Juli seinen 60. Geburtstag feiert, machte sich am PMU-Renntag am Dienstag in München-Riem vorab selbst das schönste Geschenk: In einem Ausgleich III über 2.000 Meter überrollte der ehemalige Spitzenjockey, der inzwischen als Amateur in den Sattel steigt, mit der von Karoly Kerekes trainierten Arlington Girl (32:10) ganz zuletzt noch hauchdünn den vorne bestens durchziehenden Attalos sowie die tapfer weiterkämpfende Bernsteinkette und Cash the Cheque, die in totem rennen Platz drei belegten. Beim vierten Saisonstart war es bereits der dritte Erfolg für die groß verbesserte Linngari-Tochter.

Und gleich eine halbe Stunde später war es erneut Kevin Woodburn, der jubeln durfte: Mit einer grandiosen Aufholjagd stürmte er mit Andrea Schwarzenbecks Koreen (116:10) in einem Ausgleich IV über 2.000 Meter ganz spät, aber mit gewaltigen Reserven noch an Onenightinbangkok und Forever vorbei. Hut ab vor diesem Woodburn-Doppel!

Mit einer großen Überraschung startete der Tag, denn den von Gerald Geisler in Iffezheim vorbereiteten Rock to the Moon (124:10) hatte man in einem 1.600 Meter-Ausgleich III kaum auf der Rechnung. Doch der seit September 2016 nicht mehr erfolgreiche Wallach erinnerte sich unter Rene Piechulek als längster Außenseiter plötzlich an seine Bestform und kam sicher gegenüber Miss England, die noch stark nachsetzte, und Mister Onyx zum Zuge.

Das möglicherweise beste Pferd, das die Zuschauer an diesem Abend zu sehen bekamen, war Stall Ullmanns dreijähriger Hengst Spirited aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho. Der 14:10-Favorit, bei seinem Rennbahn-Einstand im März in Compiegne schon sehr stark gelaufen, fand mit Champion Filip Minarik in einer 1.600 Meter-Prüfung eine ideale Aufgabe vor. Sein Jockey tat nur das Notwendigste, als die erstaunlich gut laufende Außenseiterin Wild Wings an seiner Seite auftauchte, um dann nochmals locker zu beschleunigen. Tigers Palarina folgte als Dritte schon klarer zurück. Von dem Sieger dürfte man noch einiges hören.

Die weite Reise aus Dresden hatte sich für die hier schon einmal stark gelaufene Campanologist-Tochter Waikiki aus dem Stall von Stefan Richter so richtig gelohnt. Denn in der Dreijährigen-Prüfung über 2.000 Meter machte sich die 53:10-Chance nach einem Rennen aus dem Vordertreffen mit Martin Seidl noch mehr als sicher von Naledi und Dawn Ruler frei.

Sie ist eine Schwester des Ausnahmepferdes Ito und brauchte lange bis zum ersten Erfolg, aber in einer 2.000 Meter-Konkurrenz reichte es für Igraine (37:10), die dem Team Filip Minarik/Jean-Pierre Carvalho problemlos gegen Shark Attack und Spanish Caress den zweiten Tagestreffer bescherte.

Lange stand der Meilen-Ausgleich IV im Zeichen des Österreichers Tom Tom Chap, der noch mit zehn Längen Vorsprung die Zielgerade erreichte, aber trotz einer wackeren Gegenwehr am Ende mit Platz drei vorlieb nehmen musste. Mit Riesenschritten stürmte Jutta Mayers Key to Magic (46:10), der Martin Seidl den zweiten Tagestreffer bescherte, an dem Gast vorbei, der auch noch von dem Favoriten Laquyood überlaufen wurde.



 
Weiter auf dem Weg nach oben befindet sich Yasmin Almenräders Arineo (42:10, St. Hellyn), der im abschließenden 1.300 Meter-Ausgleich IV früh und leicht vor Shinko Danon und Madrugada als sieger feststand.

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