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Toller Triumph des Dreijährigen im Sommerpreis

Amigo macht sich in Dresden viele Freunde

Dresden 15. Juli 2017

Was für eine Top-Leistung für ein dreijähriges Pferd: Amigo, Lord of England-Sohn aus dem Stall der Hoppegartenerin Eva Fabianova, schickte im Großen bwin Sommerpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.900 m) am Samstag auf der Galopprennbahn in Dresden erprobte ältere Cracks auf die Verliererstraße.

In diesem bestens bestückten Hauptereignis an einem sonnigen Sommertag entwickelte Amigo nach einem starken Endkampf von Bauyrzhan Murzabayev noch so starken Speed, dass auch der stets mit Vorsprung führende Cashman und der kurz brandgefährlich aufkommende Vorjahressieger Devastar knapp das Nachsehen hatten. In einer sehr engen Entscheidung war sich der Jockey von Amigo seiner Sache sehr sicher und jubelte bereits beim Überqueren der Ziellinie über den zweiten Erfolg beim erst sechsten Start von Amigo, der kürzlich Dritter im swb-Derby-Trial in Bremen gewesen war. Nun könnte der Große Preis des Audi-Zentrums Hannover das nächste Ziel des Dresdener Siegers sein. Der Lokalmatador Tim Rocco hielt als Vierter lange mit, während der stärker gewettete Incantator früh auf dem Rückzug war.

Amigos Trainerin Eva Fabianova in einem ersten Kommentar: „Wir waren nicht überrascht, denn wir hatten gewusst, dass er hier mitmischen kann. Er wird von Tag zu Tag besser, Amigo ist ein Rennpferd.“

Eigentlich war der Erstauftritt von Horst Pudwills Del Campo (98:10) schon am vergangenen Wochenende in Hannover geplant, doch damals hatte sich der Campanologist-Sohn geweigert, seine Startbox zu beziehen. Doch nun gab es schnelle Entschädigung in einer 1.900 Meter-Prüfung. Der Schützling von Pavel Vovcenko sicherte sich mit Alexander Pietsch das Auftaktrennen für Dreijährige mit starkem Speed knapp gegen Zenith und den heißen Favoriten Nylon Speed, der aus bester Lage nicht mehr zulegen konnte. Für Del Campo, einen 10.000 Euro-Auktionszuschlag aus Baden-Baden, könnten diverse Auktionsrennen nun bevorstehen.

Trainer Pavel Vovcenko legte mit der dreijährigen Stute Leierspielerin (84:10) in einem mit der Flagge gestarteten 2.200 Meter-Handicap nach, mit der der junge Italiener Nicola Sechi (er stammt aus Sardinien) seinen neunten Jahrestreffer nach einem blitzsauberen Endkampf an der Außenseite vor Gregorious und Auennebel markierte.

Den genau gleichen Einlauf wie bei einem Renntag hier Mitte Juni gab es in einem 1.500 Meter-Ausgleich IV, einem Lauf der Mitteldeutschen Galoppserie 2017, denn Guido Scholzes Sha Gino (der siebte Jahressieg für die junge Lilli-Marie Engels) setzte sich erneut gegen Litonya durch.

Viel Vertrauen galt in einem 1.500 Meter-Rennen dem von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel aufgebotenen Antonius (29:10), der trotz eines nicht idealen Starts hier schon früh als souveräner Sieger gegen Lomasi und Ma jolie cherie feststand.

Für eine gewaltige Überraschung sorgte der 278:10-Außenseiter Songan (T. Schurig) aus dem Hallenser Quartier von Angelika Glodde mit großem Endspurt vor der Bahnspezialistin Fresanta und Divantia in einem 1.900 Meter-Handicap, denn viel war von dem Achtjährigen zuletzt wirklich nicht zu sehen gewesen.

Drei Pferde hatte Besitzerin Karin Brieskorn in einem 1.400 Meter-Ausgleich III am Start, und tatsächlich durfte sie sich über einen Doppelsieg freuen durch die knapp voneinander getrennten Butch Cassedy (31:10) aus dem Stall des Lokalmatadors Stefan Richter - mit Eduardo Pedroza und Universal Star, hinter denen sich Zazoulino auf Platz drei steigerte.

Auch im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter blieb der Sieg in Dresden durch den von Claudia Barsig gesattelten Christo (47:10). Derby-Siegjockey Maxim Pecheur zeigte auf dem mächtig gesteigerten Wallach einen wahren Husarenritt, denn er legte sofort einen Riesenvorsprung zwischen sich und die Konkurrenz, der auch auf der Zielgeraden vor Gonora und La Tanzania nur unwesentlich schmolz.

 
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