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Wieder ein großer Treffer für Neutrainer Andreas Suborics in Köln

Dragon Lips: „Drachenflug“ in der Kölner Meilen Trophy

Köln 16. Juli 2017

Wieder ein grandioser Erfolg für Neutrainer und Ex-Klassejockey Andreas Suborics am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln: Vor 9.500 Zuschauern triumphierte der erst seit gut einem halben Jahr von dem gebürtigen Österreicher für den Stall Lintec vorbereitete dreijährige Hengst Dragon Lips (66:10) in der Meilen Trophy (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.600 m). Es war ein grandioser Ritt, den der Franzose Marc Lerner auf dem Footstepsinthesand-Sohn zeigte, der im April im Dr. Busch-Memorial in Köln den ersten Gruppe-Sieg für Suborics markiert hatte.

Als Einziger nahm der immer mehr auf sich aufmerksam machende Jockey schon in einer frühen Phase des Rennens eine Spur weit an der Außenseite des von dem Co-Favoriten Millowitsch angeführten Neunerfeldes. Im Schlussbogen tat Lerner dann das einzig Richtige, er beorderte Dragon Lips blitzartig in Front und kontrollierte von dort nach einer Top-Leistung von Pferd und Reiter die Konkurrenz in sehr sicherer Manier mit einer Länge Vorsprung.

40.000 Euro Siegbörse waren der Lohn für den zweiten Sieg beim siebten Start von Dragon Lips, der dem Dreijährigen-Jahrgang ein glänzendes Zeugnis ausstellte. Auf seinen weiteren Werdegang, der ihn in den Großen Dallmayr-Preis (Gruppe I) am 30. Juli in München und das Darley-Oettingen-Rennen am 31. August nach Baden-Baden führen könnte, darf man sehr gespannt sein.

In einem spannenden Ringen erkämpfte sich Wonnemond (Bayarsaikhan Ganbat) mit toller Schlussoffensive noch den Ehrenplatz gegen den lange gut standhaltenden Millowitsch. Diplomat, eines von drei Pferden des Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren, machte als Vierter ebenfalls noch auf sich aufmerksam vor Pas de deux, der beim ersten Jahresstart gut mitmischte, und Degas, der auch mit Scheuklappen nicht ganz durchzog.

Der Toto-Favorit Poetic Dream, vor zwei Monaten hier klassischer Sieger im Mehl-Mülhens-Rennen, schien auf der Zielgeraden kurz die Gegner zu überrollen, doch war es dann schnell wieder um ihn geschehen. Er blieb unter den Augen seines Besitzers Jaber Abdullah (Dubai) als Siebter deutlich unter seinen Möglichkeiten. Nordico hatte blieb wie der im Mitbesitz von FC Köln-Torwart Timo Horn befindliche Aufsteiger immer im Hintertreffen in diesem tollen Meilen-Highlight.

Siegtrainer Andreas Suborics in einem ersten Statement: „Ich hatte die Außenbox für Dragon Lips beantragt, da er bei seinem letzten Start in Köln in der Startmaschine sehr nervös war. Die äußere Spur war besser, daher hat Marc Lerner diese Position gewählt. Ich hatte ihm gesagt, dass er so lange wie möglich dort bleiben sollte. Als er im Schlussbogen in Front ging, hatte ich meine Zweifel, ob das zuviel gewesen sein könnte. Millowitsch hat ihn früh attackiert, aber Marc hat ihn kurz Luft holen lassen und dann super toll zurückgekämpft. Die letzten einhundert Meter bin ich neben dem Geläuf hergelaufen. Früher war der Hengst etwas nervig. Aber mit jedem Rennen hat er sich mehr gefestigt. Vor seinem Rennen zuvor in Dortmund hatte ich ihn wohl etwas zu vorsichtig gearbeitet. Heute hatte er einige Prozent mehr zur Verfügung. Man lernt immer noch dazu. Das Gruppe II-Rennen heute zu gewinnen war mir wichtig.“

Diesen Namen sollte man sich merken: Bandito, vierjähriger Samum-Sohn von Trainerin Yasmin Almenräder scheint auf dem Weg in die bessere Klasse: Im 2.400 Meter-Ausgleich II ließ sich der 41:10-Mitfavorit unter Stephen Hellyn auch von dem stark aufkommenden Außenseiter Oscar und dem favorisierten Native Fighter nicht aufhalten und gewann sein zweites Rennen hintereinander.

Mit einem standesgemäßen Erfolg des schon in einem Auktionsrennen am Derby-Tag in Hamburg stark gelaufenen Dreijährigen Marillion hatte der Nachmittag begonnen. Andrasch Starke musste sich auf dem 14:10-Favoriten im Besitz von Präsident Eckhard Sauren schon ein wenig rühren, um die stark debütierende Debütantin Magneta Sky noch zu stellen. Weitere Auktionsrennen könnten nun auf dem Plan des von Peter Schiergen trainierten Hengstes stehen.

Die zweijährigen Pferde von Champion Markus Klug marschieren von einem Erfolg zum anderen. Nach dem Sieg hier vor einer Woche ließ sich mit der Nathaniel-Tochter Dina (42:10) erneut eine Röttgenerin die 1.300 Meter-Prüfung für die Nachwuchsgalopper nicht nehmen und wartete unter Martin Seidl mit einem Top-Einstand auf. Ganz zuletzt bekam die Schwester von Degas noch Dusky Dance und Sir Benny in den Griff.

Mächtig verbessert ist der schon am vergangenen Sonntag hier siegreiche Holländer Marlot, der zur Quote von 47:10 in einem über weite 2.950 Meter-Handicap auf deutlichen Vorsprung von Nagreta und Allez Y wegging. Martin Seidl sicherte sich damit schon seinen zweiten Erfolg an diesem Nachmittag.

Bestens gemanagt ist auch die von Dr. Andreas Bolte in Lengerich trainierte Stute Atlanta (55:10), die nach einem enorm starken Endkampf von Champion Filip Minarik den schon vorbei gezogenen Holländer Haarib doch noch in den Griff bekam und in einem Ausgleich III über 1.850 Meter hauchdünn ihren dritten Saisonsieg markierte. Tjerk und Endeavor komplettierten die Viererwette, die 58.601:10 Euro bezahlte. Der allseits beliebte Schecke Silvery Moon konnte diesmal keine großen Akzente setzen.

Seinen 20. Saisontreffer in Deutschland machte Derby-Siegjockey Maxim Pecheur mit dem von Günter Lentz trainierten Pretor (71:10) in einem 1.600 Meter-Handicap vor Wasseem und Kimbarjano perfekt.

Völlig verdient kam die von Peter Schiergen gesattelte Fährhoferin Asi es la vida (24:10) in einer 2.200 Meter-Prüfung für Dreijährige zu ihrem ersten Sieg, dem zweiten Coup an diesem Nachmittag für den Trainer sowie Jockey Andrasch Starke. Die Mount Nelson-Tochter hatte mit den Klug-Stuten Swinging Wienerin und Qool keine Probleme.

Cologne Genuss Derby im Street Food-Style
Neben dem sportlichen Programm konnten sich die Besucher unter dem Motto Cologne Genuss Derby über ein neues Street Food-Angebot und leckere Drinks freuen. Eigens für den Renntag wurde beispielsweise der Cocktail „Rennbahn Trophy“ kreiert.

Puppenshow für die kleinen Besucher eine gelungene Premiere

Die kleinen Besucher erlebten mit der Puppenbühne Barberella ein eigenes Showprogramm mit Kasperle und Rotkäppchen. Gleich drei Shows von jeweils 30 Minuten verzauberten die Kids und hielten diese in Atem. Spiel und Spaß bot zudem das Rennbahn-Kinderland mit Riesenrutsche, Ponyreiten und Steckenpferde basteln.

Ausblick: After-Work-Renntag, BBAG Auktionsrennen, 31. Juli
Weiter geht es in Köln am Ende des Monats mit einem After-Work-Renntag am Montag, 31. Juli. Wer Lust auf einen spannenden Galopp-Nachmittag und chillen mit Freunden oder der Familie hat, ist im Weidenpescher Park genau richtig.

Im sportlichen Mittelbunkt des After-Work-Renntages steht das BBAG Auktionsrennen für 2-jährige Pferde. Veranstaltungsbeginn ist um 16:15 Uhr, das 1. Rennen startet um 16:45 Uhr.


 

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