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Erstes Superhandicap geht an Riesenaußenseiterin

Sensation durch Linnova in Bad Harzburg

Bad Harzburg 22. Juli 2017

Was für ein spannendes Highlight am ersten Meetingssamstag in Bad Harzburg: 20.000 Euro winkten als Preisgeld im ersten Superhandicap (Ausgleich III, 1.850 m). Ebenfalls eine derartige Summe wurde in der Viererwette als garantierte Auszahlung an die Wetter ausgeschüttet. Und es gab eine faustdicke Überraschung durch die von Regine Weißmeier trainierte Stute Linnova. Die 322:10-Riesenaußenseiterin, von ihrer Betreuerin noch als „Mummpferd für Bad Harzburg“ bezeichnet, schnappte mit Fabian Xaver Weißmeier im Sattel mit erstaunlichen Reserven noch die schon in Front gezogene Onyxa, während der Favorit Laquyood spät noch schnell wurde vor Nereus, der die Viererwette komplettierte – Quote: 400.000:10 Euro! Damit hatte ein Wetter richtig gelegen und bekam dafür stolze 20.000 Euro überwiesen.

Die Hindernisrennen beim diesjährigen Meeting in Bad Harzburg bleiben weiterhin eine Beute von Sonja Daroszewski und von Trainer Christian von der Recke aus Weilerswist. Wie schon am Vortag bewies die 25-jährige Reiterin sehr viel Übersicht, als sie den mit großer Flachklasse ausgestatteten Interior Minister (60:10) in den Farben des Hamburger Renn-Club-Präsidenten Eugen-Andreas Wahler im 3.400 Meter-Hürdenrennen mit starken Reserven Tinkers Lane und den lange führenden Favoriten Good Prince abfing. Es war nach sieben erfolglosen Hindernisstarts in England der erste Sieg für Interior Minister in diesem Metier.

Mit einer imponierenden Vorstellung wartete Kabir in einem 1.200 Meter-Rennen für zweijährige Pferde auf: Der Sohn des Gruppe I-Siegers Lord of England, ein 24.000 Euro-Kauf der BBAG-Jährlingsauktion, dominierte für Trainer Andreas Wöhler und Darius Racing als Besitzer unter Eduardo Pedroza als 19:10-Favorit gegen Sorina und Bentele nach Belieben und könnte durchaus ein Kandidat für das Zukunftsrennen in Baden-Baden sein.

Nach vielen Platzierungen reichte es in einem 1.850 Meter-Rennen endlich zum ersten Erfolg für Stefan Richters Napadac (34:10), der sich nach einem starken Endkampf von Martin Seidl hauchdünn gegen San Calimero und Alsterprinz behauptete.

Nerven wie Drahtseile bewies Reiterin Olga Laznovska in einem Lauf zur Sport-Welt Amateur Trophy (Ausgleich IV, 1.550 m) auf dem 22:10-Favoriten Meadow Dew aus dem Quartier von Sarah Jane Hellier, denn von ganz weit hinten überspurtete sie mit ihrem Pferd noch Pretty Pipa und Awjab.

Ein Wolkenbruch beeinträchtigte das Prof. Dr. Werner Glahe-Memorial – Altes Braunschweiger Jagdrennen über 4.000 Meter. Nicht von diesen Widrigkeiten beeindrucken ließ sich Anna Schleusner-Fruhrieps Wutzelmann (67:10), der mit Jozef Bartos den ersten Hindernistreffer schaffte, in dem er hauchdünn gegen den Tschechen Vicody sowie Six Stone Ned hinkam. Der Favorit Lindenthaler hatte früh Probleme.

Vom Start bis ins Ziel kontrollierte die von Sarka Schütz aufgebotene Marmelade (106:10, F. Marcialis) in einem 1.200 Meter-Handicap das Geschehen. Die zweite Viererwette dieses Tages vervollständigten Ice Club, Ultra Thef und Sulphur, die 200.000:10 Euro bezahlte. Ein Wetter bekommt 10.000 Euro!

So richtig aufgewacht scheint nun Stuck (62:10), denn der fünfjährige Wallach markierte in einem Ausgleich IV über 2.000 Meter seinen zweiten Erfolg hintereinander. Außerdem war der sichere Sieg über Wameera und Cumbriano der zweite Meetingstreffer für Fabian Xaver Weißmeier als Reiter und Trainerin Maria Nienstädt.

Zu vorgerückter Stunde entschied Burano (32:10, A. Pietsch) noch eine Kampfpartie gegen Florosso und den klarer zurück folgenden Alter Rail für sich. Es war schon der dritte Erfolg für Trainer Christian von der Recke bei dieser Rennwoche.

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