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"Jackpot" im Ausgleich II - Schwede im Seejagdrennen stark

Edelstein funkelt in Bad Harzburg

Bad Harzburg 23. Juli 2017

Welche eine Hochspannung entwickelte sich am Sonntag im zweiten Superhandicap des Meetings von Bad Harzburg, bei dem der Schauspieler Eric Stehfest der Stargast war! Bis kurz vor dem Ziel kamen in diesem mit 20.000 Euro so fürstlich dotierten Ausgleich III über 1.850 Meter noch jede Menge Pferde für den mit 11.500 Euro Preisgeld honorierten Erfolg in Frage. Nach einer grandiosen Kampfpartie landete der fünfjährige Wallach Edelstein für Besitzerin und Trainer Olga Laznovska (Schloss Arff bei Köln) seinen dritten Sieg hintereinander (nach zwei Treffern in Hamburg). Der erst 18-jährige Reiter Robin Weber war sich trotz der engen Ankunft seiner Sache ganz sicher und riss den Arm in die Höhe.

Hauchdünn blieb Edelstein als 85:10-Chance gegen den vorne nie nachgebenden Noble Hero, die Favoritin So Proud und den im Endkampf sehr unglücklichen Roi du Soleil voraus. Es war ein wahrlich packender Fight! Die Viererwette wurde sechsmal getroffen und bezahlte 56.871:10 Euro.

Was für ein erfolgreiches Meeting für Besitzertrainerin Caroline Fuchs: Nach dem Erfolg am Freitag mit Tableforten holte sie sich mit dem natürlich von ihrem Lebensgefährten Alexander Pietsch gerittenen Hit The Jackpot (94:10), der sich in diesem Jahr zweimal in Mons ausgezeichnet hatte, knapp den Ausgleich II über 2.000 Meter. Start-Ziel motivierte Pietsch den immerhin schon achtjährigen Wallach immer wieder aufs Neue, als eigentlich schon die heiße Favoritin Diamond Daisy in starker Haltung an ihm vorbeizuziehen schien, wobei sich beide Pferde mehrfach sehr nahe kamen und Diamond Daisy etwas aus dem Takt geriet. Diese verlor am Ende auch noch den Ehrenplatz an den immer schneller werdenden Darboven-Vertreter Power Euro.

Nach Schweden ging der Sieg im Seejagdrennen, dem 1, Lauf um den Bad Harzburger Seekönig über 3.550 Meter, das einmal mehr eine besondere Attraktion für das Publikum war: Anders Herlins Truckers Glory, der sogar schon in England vorne war, setzte sich nach einem bestens eingeteilten Ritt von Christopher Henry Roberts zur Quote von 72:10 sicher gegen den Außenseiter Jupiter und den Favoriten Falconettei durch, der am Ende passen musste.

Wieder auf die Siegerstraße zurück kehrte in einem gut ausgesuchten Amazonenreiten über 1.850 Meter Parthenius, der von Mario Hofer für den Stall Antanando trainierte Bruder des einstigen Derby-Siegers Pastorius. Steffi Hofer entlockte dem 19:10-Favoriten starke Reserven und verdrängte kurz vor dem Ziel noch den bis zu diesem Zeitpunkt führenden Koffi Prince, während Digitalis als Dritter schon mit respektablem Abstand folgte.

Der Stall der unweit der Ostsee beheimateten Anna Schleusner-Fruhriep kommt immer besser auf Touren. Das unterstrich der schon in Hamburg erfolgreiche The Tiger als 25:10-Favorit in einem 2.800 Meter-Handicap. Nach einem starken Finish von Champion Filip Minarik war es vor The Rocca und Akiyana schon der zweite Meetingserfolg.

Äußerst lange hatte der Hoppegartener Trainer Uwe Stech 2017 auf den ersten Saisontreffer warten müssen, aber in einem 2.000 Meter-Rennen für Dreijährige klappte es endlich, als It’s my Time (77:10, M. Seidl) im allerletzten Galoppsprung noch den Favoriten Dante Veloz zu fassen bekam. Die Riesenaußenseiterin Forever Adventure und die Mitfavoritin Near Big komplettierten die Viererwette, die 30.364:10 Euro bezahlte. Jockey Eduardo Pedroza zog sich bei einem Sturz Prellungen im Rückenbereich zu und musste seine weiteren Ritte abgeben.

Die Bahn in Bad Harzburg liegt Dirk Lükers Ohne Tadel so richtig. Da war der knappe Erfolg in einem Lauf zur Fegentri-Weltmeisterschaft der Damen (Ausgleich IV, 1.850 m) als 33:10-Chance unter der in der Gesamtwertung führenden Belgierin Sara Vermeersch gegen Mount Juliet und Mighty Mix alles andere als eine Überraschung.

Mehr als überzeugend fiel der erste Erfolg seit über einem Jahr des von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel aufgebotenen Amparo (36:10-Favorit) unter Marco Casamento gegen die Bahnspezialisten Diatomic und Amparo in einem 1.550 Meter-Ausgleich III aus.

Und schon eine halbe Stunde später unterstrich der Italiener seine starke Form, als er den von Lennart Hammer-Hansen aus Iffezheim an den Start gebrachten Eastsite One (94:10) zu einem Überraschungstreffer über den Favoriten Wirbelwind und den lange führenden Perfect Swing führte.

Fährhoferin Quidura Top-Zweite im 500.000er

Am Samstag durfte sich das Gestüt Fährhof über eine weitere tolle Leistung von Quidura in den USA freuen: In den Diana Stakes (Grade I, 500.000 Dollar, 1.800 m) in Saratoga wurde die Dubawi-Tochter unter Junior Alvarado nach langer Führung sehr gute Zweite, nur einen Kopf hinter der Favoritin Lady Eli (I. Ortiz jr.).

Jubel in Iffezheim

Der Galoppclub Iffezheim schaffte einen besonders wertvollen Erfolg am Sonntag in Maisons-Laffitte. Mit der von Carmen Bocskai trainierten Stute Folie de Louise (50:10, T. Piccone) gewann die vielköpfige Besitzerschar ein mit 55.000 Euro dotiertes Handicap über 1.800 Meter.




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