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Nadelwald siegt für Lorna de Vries am Mülheimer Abend

Wieder Jubel bei der Jockey-Gattin

Mülheim 24. Juli 2017

Lange galt Nadelwald, im Besitz von Lorna de Vries, der Ehefrau des derzeit verletzten Spitzenjockeys Adrie de Vries, als ewiges Platzpferd, das einfach nur selten gewinnen kann. Doch das hat sich geändert. Am Montagabend-Renntag auf der Galopprennbahn in Mülheim, der in Zusammenarbeit mit dem französischen Wett-Multi PMU zustande kam, feierte der von Christian Wolters in den Niederlanden trainierte Wallach unter den Augen seiner stolzen Eignerin schon seinen zweiten Saisonerfolg.

Mit dem jungen Bahrain-Reiter Ali Alshowaikh, der aus seiner Freude keinen Hehl machte, im Sattel verabschiedete sich der 34:10-Favorit in einem über 1.400 Meter führenden Ausgleich III auf riesigen Vorsprung von fünfeinhalb Längen von dem noch schnell aufkommenden Dreijährigen Shacon und der Bahnspezialistin Warm Reception. Die Rückkehr in die tiefere Klasse hatte sich für Nadelwald also voll ausgezahlt.

Nach zwei ernüchternden Formen präsentierte sich die Röttgenerin Elaine (60:10) zum Auftakt in einer 2.000 Meter-Prüfung wieder in ganz anderer Verfassung. Die von Champion Markus Klug trainierte dreijährige Areion-Tochter machte sich mit Martin Seidl mit starkem Speed noch klar von Nightdance Scala und Tiganella frei.

Auch eine halbe Stunde durfte der Titelträger jubeln, denn mit der vierjährigen Stute Sternkrone, die sich in Hamburg deutlich angekündigt hatte, sicherte sich Markus Klug auch ein Handicap über 2.000 Meter (es war sein 400. Karrieretreffer!). Doch stand der Zielpfosten für die 32:10-Favoritin mit Siegreiter Andrasch Starke gegen Eyra goldrichtig, dahinter schob sich Holtby noch auf den dritten Rang.

Ein Endkampf der packendsten Sorte entwickelte sich in einem 1.200 Meter-Ausgleich IV. Und hier wiederholte der von Henk Grewe aufgebotene Adventure Zone (38:10) seinen Sieg vom April, doch musste er gegen Emirati Spirit, Sequel und Life of Fame mächtig kämpfen. Damit gelang Ali Alshowaikh schon der zweite Sieg an diesem Tag.

Weiterhin in glänzender Form agiert auch Jockey Alexander Pietsch, der den stark gewetteten Holländer Captain Gerald (22:10) aus dem Quartier von John Smith auch auf ungewohnt kurzen 1.600 Metern im Handicap vor Amazing Moon und Wisewit zu einem ungefährdeten und verdienten Treffer führte.

Auch Jockey Martin Seidl schaffte einen Doppelerfolg, denn er sicherte sich mit der Handicap-Debütantin Greta (62:10) für Trainerin Erika Mäder aus Krefeld mit tollen Reserven einen über 2.200 Meter führenden Ausgleich III sicher vor dem lange führenden Zantaro und der Favoritin Wild Comet. Es war schon der zweite Sieg in Folge für die Stute des Capricorn Stud.

Besonders viel war Rudolf Storps Buteo Bai bisher wirklich noch nicht, aber in einem Handicap über 2.300 Meter überrollte die 181:10-Außenseiterin mit Formjockey Marco Casamento die von Koonari und Old Firehand angeführte Konkurrenz regelrecht.

Leider ohne den schon morgens abgemeldeten klassischen Sieger Karpino und auch ohne Forgino, der an der Startstelle zurückgezogen werden musste, ging das abschließende 1.600 Meter-Rennen auf die Reise. Hier drückte der von Neutrainer Andreas Suborics aufgebotene Baroncello (19:10) gegen die aus einer langen Pause kommende Auenquellerin Vallante der Prüfung souverän seinen Stempel auf. Es war nicht nur der zweite Erfolg für Andrasch Starke an diesem Abend, sondern auch sein 40. Saisonsieg.

Sweet Thomas Zweiter im Grand Prix d‘ Avenches

Einen sehr beachtlichen zweiten Platz schaffte der von Christian Sprengel am Montagabend in den Grand Prix d‘ Avenches (Listenrennen, ca. 45.000 Euro, 2.400 m) auf der gleichnamigen Schweizer Bahn geschickte Wittekindshofer Sweet Thomas unter Derby-Siegreiter Maxim Pecheur. Nur der heiße Favorit Chiverny (J.-B. Eyquem) aus Frankreich war noch stärker als er. Vierter wurde Shadow Sadness (M. Zatloukal/Chr. v. d. Recke), Fünfter Carina Feys Jungleboogie (E. Hardouin).
 

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