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Godolphin sorgt für internationalen Glanz

Großer Dallmayr-Preis in München

München 27. Juli 2017

Vergleiche quer über Sportarten sind immer etwas schwierig, aber es ist nicht von der Hand zu weisen: Godolphin ist in der jüngeren Vergangenheit im Galoppsport das, was Manchester City im Fußball ist – ungeheure Ambitionen, scheinbar unbegrenzte Geldmittel, doch nicht ganz so erfolgreich, wie es der hohe Einsatz vermuten lässt. Das weltweit operierende Vollblut-Imperium von Scheich Mohammed al Maktoum, Herrscher des arabischen Emirats von Dubai, hat jedenfalls oft genug nur zweite Geige zur Coolmore-Operation in Irland spielen müssen. Oder bei den wichtigsten Grand Prix-Rennen gefehlt.

Ein gutes Beispiel dafür waren oft genug die berühmten und prestigereichen Tage von Royal Ascot. Während Aidan O’Brien für Coolmore Jahr für Jahr Sieg um Sieg einfuhr, lag das letzte richtig gute Meeting für Godolphin 13 Jahre zurück. 2004 holte Papineau nicht nur den Gold Cup, sondern fünf weitere Goldophin-Pferde gewannen. Ein halbes Dutzend Royal Ascot-Erfolge gelangen Godolphin erstmals wieder in diesem Jahr – verteilt auf fünf Trainer. Die breitere Basis im Gegensatz zu früheren Jahren scheint eine Erklärung, weshalb die blauen Godolphin-Farben von neuem besonders glänzen. Insgesamt lässt Scheich Mohammed rund 750 Vollblüter rund um den Globus für Goldophin trainieren. 1994 startete die Operation benannt nach dem Araberhengst Godolphin Arabian, der 1724 nach England importiert wurde, und als einer der drei Stammväter der englischen Vollblutzucht gilt.

Die Erfolge stellen sich früh ein: 1995 gewinnt Goldophin an einem Wochenende im Mai Gruppe 1-Rennen in Frankreich, Italien und Japan. Ein Jahr später rief Scheich Mohammed den Dubai World Cup ins Leben, der 20 Jahre lang das am höchsten dotierte Galopprennen der Welt war. Seit 2016 werden auch die weltweit verteilten Gestüte, die bislang als Darley operierten, unter dem Godolphin-Dach geführt. Seit den Anfängen von Godolphin vertraut der Scheich auf Saeed bin Suroor, der über den Winter in Dubai und den Rest den Jahres im englischen Newmarket trainiert. Der frühere Polizist ist auch verantwortlich für die beiden Godolphin-Starter am kommenden Sonntag in München beim Großen Dallmayr-Preis, dem einzigen Gruppe 1-Rennen in Deutschland über 2.000m. Bin Suroor sattelt den vierjährigen Prize Money, der im März in Dubai ein Gruppe 2-Rennen gewann, zuletzt beim Royal Ascot-Meeting auf gleichem Niveau enttäuschte.

Und er bringt den dreijährigen Hengst Best Solution an den Ablauf, der in Ascot ebenfalls nicht überzeugte. Als Starter im Englischen Derby genießt Best Solution aber einiges Vertrauen im Stall. Ebenfalls aus England reist der schon achtjährige Globetrotter Air Pilot an, den Ralph Beckett für Lady Cobham an. Auch er ein echter Prüfstein für die deutsche Pferde. Die englischen Gäste sorgen auf alle Fälle für internationalen Glanz im fünften Lauf der German Racing Champions League 2017. Erstmals in der Rennserie messen sich jetzt die Dreijährigen mit den älteren Vollblütern. So darf man sehr gespannt sein, wie sich der von Peter Schiergen trainierte Derbyzweite Enjoy Vijay in seinem ersten Start nach Hamburg schlagen wird. Er trifft unter anderem auf den „Galopper des Jahres“ und Gewinner der GRCL 2016, den fünfjährigen Iquitos aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel. Beste Voraussetzung für Duelle auf echtem Champions League-Niveau.

Von Peter Mühlfeit
 

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