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Sprint-Ass Shining Emerald beim Comeback locker voraus

Kastello überrascht beim Finale in Bad Doberan

Bad Doberan 7. August 2017

Kleine Felder, große Gelder, der Spruch klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber am Final-Montag des Ostseemeetings in Bad Doberan hatte er seine volle Berechtigung. Denn im wichtigen Handicap, einem Ausgleich III über 1.200 Meter, blieben mit Butch Cassedy, Good Girl und Arineo auf Rang vier bis sechs im Sechserfeld alle drei Favoriten auf der Strecke.

Stattdessen schaffte Jockey Rene Piechulek mit dem von Angelika Glodde aus Halle an den Start geschickten Kastello (80:10) seinen vierten Meetingstreffer. Mit bester Einteilung wehrte Piechulek auf dem sechsjährigen Lord of England-Sohn von der Spitze aus den Bahnspezialisten Jazz Bay und Nemesis sicher ab. Es war schon der zweite Saisonsieg für Kastello. Die Platzquoten kletterten auf 50 und 28:10, die Dreierwette bezahlte 1.519:10 Euro.

Ein Comeback ganz nach Wunsch von Besitzer Jaber Abdullah (Dubai) und Trainer Andreas Wöhler gab der Klassesprinter Shining Emerald (E. Pedroza, 13:10) im abschließenden 1.300 Meter-Rennen. Der erstmals nach einer Chip-Operation in der Saison 2017 angetretene Sieger der Goldenen Peitsche 2015, die er in wenigen Wochen erneut ansteuern soll, war gegen seinen einzigen ernsthaften Konkurrenten Making Trouble Start-Ziel bequem voraus. Man darf sich schon jetzt auf seinen Start in dem bedeutendsten deutschen Kurzstreckenrennen freuen.

Das nennt man eine gewaltige Speedleistung, die die immerhin schon sechsjährige Stute Free Beauty (61:10) in einem 1.200 Meter-Handicap auf den Rasen legte. Denn auf schon etwas kurzer Strecke überspurtete die von Marco Megsner bei Berlin vorbereitete Free Beauty (B. Murzabeyev) den schon in Sicherheit gewähnten Prefect sowie den Favoriten Andiamo.

Aller guten Dinge sind 20 – denn bis zum sovielten Start dauerte es, ehe Volker Schleusners Love Flowers nun den ersten Sieg einfuhr. Jozef Bojko wusste auf der 24:10-Favoritin offenbar genau, was er in der Hand hatte, denn er wartete in einem Handicap über weite 2.600 Meter lange an vorletzter Stelle ab, um dann ganz außen nach einem Spurwechsel auch den führenden Stallgefährten Teufelssee und die Vorjahresdritte Dolasilla zu verdrängen. Damit durfte sich der Doberaner Vereins-Präsident über die beiden Erstplatzierten freuen, die beide von seiner Tochter Anna Schleusner-Fruhriep unweit der Ostsee trainiert werden.

Normalerweise galt Opalin als Spezialistin für den Kurs in Bad Harzburg, aber nun trumpfte die siebenjährige Stute aus dem Hannoverschen Quartier von Monika Lindemann in Bad Doberan auf. Mit einem tollen Schlussspurt schob sich die 79:10-Chance nach einem perfekt getimeten Ritt von Derby-Siegreiter Maxim Pecheur noch an Wameera und Virginia Girl vorbei.

Auch der im Derby als Elfter sogar achtbar gelaufene Gepard fand hier eine verlockende Aufgabe vor. In einem 1.900 Meter-Rennen gelang dem Soldier Hollow-Sohn als 16:10-Favorit mit Eduardo Pedroza ein souveräner Sieg vor Pangania und Elfenkönig, bei dem er kaum stehenbleiben sollte.

Mit Abstand der größte Außenseiter im kleinen Fünferfeld eines Ausgleiches IV über 2.050 Meter war April Spirit, doch beim 13. Start zeigte sich der Wallach von Dr. Rüdiger Stein-Schomburg wie verwandelt und holte sich mit einen riesigen Endspurt unter dem jungen Robin Weber noch knapp den ersten Erfolg überhaupt vor So Soon und dem Piloten Van Venture.

Im Wettstar Juniorcuprennen wiederholte Vivien Korbus mit der 16.10-Favoritin Schwarze Perle mit viel Übersicht den Sieg vom Sonntag gegen Dschingis Kahn und Feuermädchen.



 

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