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Knapper Erfolg der Stute zum Start des Grand Prix Festival Meetings

Bebe Cherie ist der Marathon-Star in Berlin

Berlin-Hoppegarten 12. August 2017

3.700 Zuschauer erlebten am Samstag, dem ersten Tag des Berlin-Hoppegartener Grand Prix Festival Meetings, einen wahren Galopp-Marathon. Mit der im Besitz der Kölnerin Dr. Alexandra Margarete Renz stehenden fünfjährigen Stute Bebe Cherie (101:10) schaffte eine schon mehrfach in der besten Steher-Klasse platzierte Youmzain-Tochter im Großen Preis des MHWK – Hoppegartener Steherpreis (Listenrennen, 27.000 Euro, 2.800 m) einen etwas überraschenden, aber dennoch verdienten Erfolg.

Andreas Helfenbein brachte die von Champion Markus Klug trainierte Lady erst Mitte der Geraden entscheidend nach vorne, nachdem lange Wisperwind vor Summershine und Cockney Cracker das Bild bestimmt hatte. Und das war genau rechtzeitig, denn der stark gewettete Sound Check kam immer näher, aber nicht mehr ganz an Bebe Cherie heran.

„Das war wirklich verdient für die Stute. Ich wusste von ihrer Arbeitsreiterin, dass sie extrem gut gearbeitet hatte. Kurz war ich innen eingeklemmt, aber schon Gegenüber konnte ich sie nach außen dirigieren und hatte eine gute Ausgangslage. Sie hat bestens durchgezogen“, erklärte Jockey Andreas Helfenbein (50), der ihr alles optimal eingeteilt hatte.

Sound Check lief beim ersten Start in dieser Klasse als Zweiter ausgezeichnet. „Ich hatte schon gedacht, wir würden leicht gewinnen, aber wir haben die Siegerin irgendwie mitabgeschoben“, sagte Jockey Eduardo Pedroza. Attilio hielt sich dahinter beim Debüt in solcher Kategorie gut, er schien innen kurz noch mehr zu erreichen. „Mehr Tempo wäre noch besser gewesen, aber wir haben eine Listen-Platzierung“, meinte Trainer John David Hillis.

Jackobo verteidigt seinen Match Race-Titel

Ein Zuschauer-Spektakel der besonderen Art war wieder der pferdewetten.de-Match Race Cup. Im mit 19.500 Euro dotierten Finale wiederholte der Hoppegartener Lokalmatador Jackobo (11:10) seinen Vorjahressieg für Besitzer Frank Brieskorn. Lange ließ sich der von Uwe Stech betreute Neunjährige von Mourtajez ziehen, doch als sein Jockey Jozef Bojko einen Gang höher schaltete, stand er sofort als souveräner Sieger fest. Stech meinte: „Früher hätten wir nie gedacht, dass er ein 1.200 Meter-Pferd ist. Eine tolle Sache für das Pferd, aber auch für seine Fangemeinde. Wir machen nun in der Hoppegartener Sprint-Serie weiter.“

Er ist und bleibt ein absoluter Siegertyp: Der von Claudia Barsig in Dresden trainierte Tim Rocco (65:10) feierte im 1.600 Meter-Ausgleich I bereits seinen zehnten Karriere-Erfolg. Es sah stark aus, wie der von Stephen Hellyn streng auf Warten gerittene Wallach auf der Geraden anpackte und sicher zum Zuge kam. „Die Distanz war diesmal viel kürzer, aber das Pferd ist schon der Wahnsinn“, kommentierte die Trainerin. Der nach acht Monaten Pause erstmals wieder angetretene Fort Good Hope kam noch bestens in Fahrt und steigerte sich auf Rang zwei. „Er hatte einen Abszess am Huf, das war auf kurzer Strecke eine starke Vorstellung“, signalisierte Trainer Stefan Richter. Der führende Sun at work hielt knapp Rang drei vor dem Favoriten Yaa Salaam.

Gewaltig war das Vertrauen in der Zweijährigen-Prüfung in Jaber Abdullahs Queens Beauty (13:10) in einer 1.200 Meter-Prüfung, doch die von Andreas Wöhler trainierte Stute musste sich nach dem starken Debüt in Köln unter Eduardo Pedroza ganz schön strecken, um die toll nachsetzende Cabarita in Schach zu halten. „Die Voraussetzungen waren heute sehr gut, aber unverlierbare Pferde gibt es nicht“, meinte Trainergattin Susanne Wöhler. Cabarita verkaufte sich klar vor Sojourn gut genug. „Das war ein prima Aufgalopp für das Auktionsrennen in Baden-Baden- Sie wurde nur mit den Händen geritten“, versicherte ihr Betreuer Hans-Jürgen Gröschel.

Nach den vielen guten Formen in gehobener Stuten-Konkurrenz gab es für die im Besitz des Stalles Torjäger stehende Guiliana (16:10) erwartungsgemäß in einer 1.600 Meter-Prüfung kein Verlieren. Allerdings war es für die von Marc Lerner gerittene Favoritin gegen Be my Best eine knappe Angelegenheit, beide Pferde kamen sich im Endkampf auch etwas in die Quere. „Wir hatten schon zuletzt mehr von ihr erwartet, so ein Rennen musste sie gewinnen. Wir steuern nun ein Listenrennen über 1.800 Meter in Baden-Baden an“, versicherte Trainer Waldemar Hickst.Sononce hielt klarer zurück Rang drei fest.

Die Gerade Bahn in Hoppegarten liebt Christian Sprengels El Zagal (33:10), der mit Filip Minarik mit starken Endspurt die Revanche an seinem kürzlichen Bezwinger Vive l‘ Ami und vor dem kurz führenden Karadsh schaffte. In einem Vorlauf zur Sprint-Serie war er der durchaus erwartete Sieger. „Er war wirklich einmal an der Reihe“, brachte es der Trainer auf den Punkt.

Die bisherigen Formen von Sly Fox waren wirklich nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Doch in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.800 m) präsentierte sich der Wallach aus dem Münchener Stall von John David Hillis wie verwandelt und kämpfte sich als 179:10-Außenseiter gegen Zaphiras Adventure, sowie die stark gewetteten King’s Soldier und Funky Groove nach Hause. Die Viererwette bezahlte 45.260:10 Euro.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.400 Meter beendete Daniel Paulicks Nagreta (42:10) mit Daniele Porcu gegen den lange tonangebenden Marcello und Palace King ihre große Platzserie.

Sonntag Champions League in Berlin

Nun freuen sich alle Turffans auf den Sonntag in Berlin-Hoppegarten, denn dann steht mit dem 127. Longines Großer Preis von Berlin (Gruppe I, 175.000 Euro, 2.400 m) der Saisonhöhepunkt in der Hauptstadt sowie der mit Hochspannung erwartete nächste Lauf der German Racing Champions League mit nationalen und internationalen Star-Galoppern an.

Shergar Cup-Siege für Gäste aus Deutschland

Mit Adrie de Vries und Alexander Pietsch nahmen am Samstag zwei in Deutschland tätige Jockeys beim Shergar Cup-Wettbewerb in Ascot teil. Und sie gaben eine blendende Figur. ab. Im zweiten Wertungslauf, dem Stayers Handicap (45.000 Pfund, 3.200 m) gab es durch Euchen Glen (A. de Vries) vor Byron Flyer (A. Pietsch) sogar eine deutsche Zweierwette.

Und auch Alexander Pietsch hatte Grund zum Jubeln. Mit Raising Sand sicherte er sich die Shergar Cup Mile (45.000 Pfund-Handicap, 1.600 m). Damit wurde das Team Europa Dritter hinter der Mannschaft England/Irland sowie dem Rest der Welt-Team.

 

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