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Imponierender Triumph der Engländerin im Düsseldorfer Stuten-Höhepunkt

Pirouette läuft alle Gegnerinnen „schwindlig“

Düsseldorf 20. August 2017

Was für ein Erfolgssonntag für den englischen Trainer Hughie Morrison: Zunächst gewann er mit dem Top-Langstreckler Marmelo den Prix Kergorlay (Gruppe II) in Deauville, und dann sicherte er sich mit der vierjährigen Stute Pirouette auch den 31. Großen Sparkassenpreis – Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf.

In diesem mit 35.000 Euro höchstdotierten Listenrennen Deutschlands über 1.400 Meter gab die im Besitz der End-R-Ways Partnership & Partners stehende Pivotal-Tochter ein Zeug ihrer großen Klasse. Start-Ziel dominierte die 28:10-Favoritin in selten gesehenem Stil, wie es ihrem Jockey Robert Francis Winston beliebte. Bis zum Ziel wurde Pirouette immer dominanter und verabschiedete sich auf einen gewaltigen Vorsprung von fünf Längen, was natürlich nach mehreren Platzierungen auf dieser Ebene in ihrem Heimatland, unter anderem zuletzt in Ascot, alles andere als eine Überraschung war.

Beim 15. Start war es der dritte Volltreffer bei weiteren neun Platzierungen für Pirouette, die ihre Gegnerinnen in einem Klassefeld von elf Teilnehmerinnen wahrlich „schwindlig“ lief. Dennoch verdient der Ehrenplatz der immer prominenten Brümmerhoferin Wild Approach ebenso viel Anerkennung wie Rang drei der Französin Middle East, die aus dem Nichts mit mächtigem Speed noch mehrere dichtauf einkommende Kandidatinnen, wie Silver Cloud und Liwa Palace, abfing. Es war ein tolles Hauptereignis am bestens besuchten Sparkassen-Renntag in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Schon sein Einstand in Köln war stark gewesen, als er nur einer Kandidatin für das Zukunfts-Rennen unterlag: Der im Besitz von Jaber Abdullah stehende Royal Youmzain (18:10, D. Porcu) aus dem Spexarder Quartier von Andreas Wöhler machte in einer 1.600 Meter-Prüfung für Zweijährige jede Menge Eindruck. Denn trotz eines nicht ganz glücklichen Rennverlaufs an letzter Stelle überrollte der Sohn des zweifachen Arc-Zweiten Youmzain die von Emerald Master und Erasmus angeführte Gegnerschaft. Da sollte man noch einiges von ihm zu hören bekommen.

Seine große Platzserie krönte Pavel Vovcenkos Dark Forrest (32:10) in einem Meilen-Ausgleich III, in dem er unter Filip Minarik die lange führende Amora und Heavensfield leicht verdrängte.

In einer 1.700 Meter-Konkurrenz für dreijährige Stuten hatten sich schon alle auf einen Favoritensieg durch Rosamunde (15:10) eingestellt, die auf der Geraden früh an der führenden De Charlie vorbeigelangt war. Aber das war eine Rechnung ohne die gegenüber ihren bisherigen beiden Auftritten mächtig verbesserte Rashiba (206:10), die mit Marc Lerner verblüffende Reserven entwickelte, während sich weit zurück Norway auf den dritten Rang vorarbeitete. Rashiba steht im Besitz des Iffezheimers Günter Merkel und wird von Waldemar Hickst in Köln trainiert.

Wie schon vor einem Monat in Hamburg schnappte sich der von Michael Blau aufgebotene Erftländer Christoph Columbus (44:10, A. Pietsch einen Ausgleich III über 2.200 Meter. Mit viel Kampfgeist wehrte er den Favoriten Khalet und Anaximenes ab.

Erstaunlich viel Geld gab es mit 51:10 noch auf den ersten Karriereerfolg des von Peter Schiergen für den Stall Hornoldendorf trainierten Dreijährigen Nylon Speed (D. Porcu) in einer 2.200 Meter-Konkurrenz. Mit tollem Einsatz schob sich der Campanologist-Sohn noch an der Favoritin Qool und Moneymaker vorbei.

Wahrlich glänzend läuft es weiterhin für den Mülheimer Trainer Jens Hirschberger, denn mit Blue Diamond (30:10, A. Pietsch) und Lipari stellte er vor Shagan die beiden Erstplatzierten im 2.200 Meter-Ausgleich II.

Nach sechs Platzierungen kam die von Claus Thomas aufgebotene Stute Power of Paradise (57:10, M. Seidl) in einem Ausgleich IV über 1.700 Meter endlich zu einem überfälligen Sieg gegen Tjerk und Bolanos.

Auch Marco Casamento, der Shooting Star unter den jungen Reitern, durfte sich auszeichnen – beim sehr souveränen Erfolg mit Sascha Smrczeks 25:10-Favoritin Fontvieille im abschließenden 2.950 Meter-Handicap vor Leo Fantastico und Well’s Wonder.

Red Cardinal Fünfter, Ammerland-Zuchtsieg in Deauville

Nur auf Platz fünf landete der von Andreas Wöhler für Australian Bloodstock trainierte Red Cardinal (47:10, E. Pedroza) am Sonntag im Prix Kergorlay (Gruppe II, 130.000 Euro, 3.000 m) in Deauville. Von letzter Stelle schien der zuletzt im Belmont Gold Cup in den USA erfolgreiche Melbourne Cup-Kandidat auf der Geraden an der Außenseite kurz gefährlich zu sein, doch mit Höchstgewicht konnte er nicht mehr beschleunigen. Es siegte Start-Ziel und leicht der Engländer Marmelo (C. Soumillon, 38:10) vor Desert Skyline und Holdthasigreen. Der andere deutsche Vertreter, Stall Ullmanns Moonshiner (120:10, P.-Ch. Boudot) aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho baute von fünfter Position schnell ab und wurde Achter und Letzter.

Der aus der Zucht des Gestüts Ammerland stammende Der Graue (185:10) gewann das Grand Handicap des Sprinters (100.000 Euro-Handicap, 1.000 m) als immerhin schon sechsjähriger Wallach mit Jockey Antoine Hamelin. Hier belegten die von Mario Hofer trainierten Gamgoom (E. Hardouin) und Eskimo Point (G. Mosse) mit hohen Gewichten die Plätze 6 bzw. 14.

 

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