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Sauren-Hengst mit Start-Ziel-Erfolg im Großen Preis des Audi-Zentrums Hannover

Verons Meister-Ritt beschert Real Value den ersten Gruppe-Sieg

Hannover 20. August 2017

Jubel beim Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren am Sonntag beim großen Ascot-Renntag auf der Galopprennbahn in Hannover: Der in seinem Besitz stehende und von Mario Hofer in Krefeld trainierte dreijährige Hengst Real Value (57:10) feierte im Großen Preis des Audi-Zentrums Hannover (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m) vor praller Kulisse seinen ersten Triumph in einem Gruppe-Rennen.

Maßgeblichen Anteil an diesem mit 32.000 Euro honorierten Sieg des Rip Van Winkle-Sohnes hatte der Franzose Fabrice Veron, der an der Spitze das Tempo ganz nach seinem Wunsch einteilte und damit die vier Gegner jederzeit kontrollierte. Schon als Zweijähriger hatte Real Value u.a. als Dritter im Zukunftsrennen in Baden-Baden und im Preis des Winterfavoriten seine Klasse angedeutet und nun über zwei Erfolge in gut ausgesuchten Aufgaben in Frankreich wieder volles Vertrauen gefunden. Nun landete er seinen dritten Sieg beim 13. Start, bei dem er die Gewinnsumme auf 100.600 Euro steigerte.

Es war schon bemerkenswert, wie Real Value vorne jederzeit weitere Reserven freimachte, als eigentlich die Gegner zu Beginn der Geraden anrückten. Ganz außen schien der Favorit Enjoy Vijay beste Karte zu haben, weiter innen rückte auch Ming Jung, sowie auch Amigo in der Bahnmitte ins Bild. Aber Fabrice Veron hatte auf Real Value immer einen Konter parat und führte den Sauren-Galopper zu einem sehr sicheren Hannover-Sieg.
Eckhard Sauren in einem ersten Statement: „Unser Plan ist voll aufgegangen. Ich bin sehr zufrieden.“ Und Trainer Mario Hofer meinte: „Wir wollten mit Real Value in dem kleinen Feld vorne gehen. Auf der Geraden sollte Fabrice Veron ihn nach außen beordern, was bestens geklappt hat. Er hat eine Nennung im Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hoppegarten.“

Ming Jung (A. de Vries) bot Real Value bis zum Schluss Paroli und entschädigte sich - anderthalb Längen zurück - mit Rang zwei für sein Pech in mehreren wichtigen Rennen. Amigo (B. Murzabayev) blieb von zweiter Stelle aus gut dabei und gab ein gelungenes Debüt in dieser Klasse, auch wenn ihm am Ende der letzte Schub fehlte.

Nicht die Erwartungen erfüllen konnte der auf 15:10 heruntergewettete Derby-Zweite Enjoy Vijay (A. Starke), der allerdings auf der äußeren Spur auch durch Real Value wenig Platz zur Entfaltung hatte und als Vierter unter Wert geschlagen war. Trainer Peter Schiergen: „Für ihn war der Rennverlauf sehr unglücklich.“ Wenig Fortune hatte auch das Schlusslicht, der ebenfalls für Eckhard Sauren angetretene Kick and rush, der in der entscheidenden Phase den Weg versperrt fand.

Zu reinen Geldwechslern wurden die Wettkassen nach dem einleitenden 2.000 Meter-Rennen für dreijährige Stuten. Hier wurde die von Champion Markus Klug aufgebotene Saloon Sold für Horst Pudwill dem riesigen Vertrauen als 10:10-Chance unter Adrie de Vries mit einem lockeren Erfolg über Siberia und Irish Prinzess gerecht. 2016 hatte sie bereits ein mit über 100.000 Euro dotiertes Auktionsrennen in Baden-Baden gewonnen und könnte nun im September ein ähnliches Rennen hier ansteuern.

Auch im anschließenden 1.300 Meter-Rennen für Dreijährige lief alles planmäßig für Jockey Adrie de Vries, denn die zuletzt im Klassiker um die 1.000 Guineas in Düsseldorf als Siebte durchaus achtbar gelaufene Brümmerhoferin Celebrity (12:10) aus dem Stall von Lokalmatador Dominik Moser gab sich gegen Zauberei und Ragazza keine Blöße und bestimmte Start-Ziel die Szene. Nach dem zweiten Sieg der Shamardal-Tochter sollte sie schnell wieder auf gehobenes Parkett zurückkehren.

Nur wenige Minuten nach dem Erfolg von Royal Youmzain in Düsseldorf sicherte sich Trainer Andreas Wöhler auch in Hannover die Zweijährigen-Prüfung über 1.400 Meter mit der Peintre Celebre-Tochter Sword Peinture (28:10, J. Bojko), die an der Innenseite mächtig auf Touren kam und die ebenfalls im Besitz des Gestüts Wittekindshof stehende Moon Relation sowie Namara leicht bezwang. Da könnte der Preis der Winterkönigin ein lohnendes Ziel sein.

Allofs-Sieg im Rahmenprogramm

Auch Fußball-Manager Klaus Allofs durfte sich über einen Volltreffer als Mitbesitzer (gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof) freuen, denn seine vierjährige Lando-Tochter Rue Paradis (33:10), die Simon Stokes vorgestellt hatte, war gegen Queretara und Louve Normande in einer 1.900 Meter-Prüfung jederzeit souverän.

Manche Pferde haben einen ständig wiederkehrenden Bio-Rhythmus. Das gilt offenbar auch für den von Karl Demme vorbereiteten Erlenhofer Cassilero. Denn wie schon im Vorjahr war der Hengst im Ausgleich I über 1.400 Meter eine Nummer zu groß für die Gegner und verteidigte seinen Titel als 73:10-Chance mit riesigem Speedwirbel unter Stephen Hellyn gegen den lange wie der Sieger gehenden My Mate und Glad Libero.

Nach dem dritten Platz in einem Superhandicap in Bad Harzburg war der Erfolg von Heinrich Nienstädts Atlas Royal (47:10, M. Cadeddu) in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.400 m) gegen Wasseem, Amazing Run und Awjab eine logische Konsequenz. Die Viererwette bezahlte 8.103:10 Euro.

In einem 1.600 Meter-Rennen lautete das Erfolgsrezept einmal mehr die Start-Ziel-Taktik. Denn mit dieser Strategie verteidigte sich Dr. Andreas Boltes 124:10 Auenwolf (124:10, Michael Cadeddu zweiter Treffer an diesem Tag) vor Dream on me und Langaro.

Auch in einem 2.000 Meter-Handicap war gegen den Frontrenner kein Ankommen: Hier holte sich Heiko Kienemanns Arkia (100:10) nach einem Husarenritt von Tom Schurig ihr zweites Rennen in dieser Saison. Zwar schmolz der große Vorsprung am Ende gegen Lady Mac Ben und Shy Moon, aber in Gefahr geriet die Stute nicht mehr.

Sehr spannend ging es im abschließenden 2.400 Meter-Ausgleich III zu. Hier rettete Eva Fabianovas La Tanzania (80:10, B. Murzabayev) einen knappen Vorsprung vor Aramon und Gonora.



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