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Dritter Gruppesieg für Höny-Hof-Hengst in Iffezheim

Palace ist der Prinz von Baden

Baden-Baden 26. August 2017

Dritter bedeutender Baden-Baden-Triumph für Gestüt Höny-Hofs Palace Prince am Samstag vor 9.100 Zuschauern zum Start der Großen Woche auf der Galopprennbahn in Iffezheim: Nach seinen Siegen in der Baden-Württemberg-Trophy 2016 und der Badener Meile 2017 gewann der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim trainierte fünfjährige Hengst Palace Prince als 107:10-Außenseiter den 62. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m).

Mit einer beeindruckenden Speedleistung trumpfte der Areion-Sohn nach zwei eher moderaten Formen in München und Dortmund auf. Schon Mitte der Zielgeraden hatte Palace Prince einen deutlichen Vorteil auf seine sieben Konkurrenten und brachte einen weiteren Iffezheim-Coup mit zwei Längen Vorsprung unter Dach und Fach. 32.000 Euro waren der Lohn für den sechsten Karrieresieg von Palace Prince beim 21. Start. Er steigerte seine Gewinnsumme damit auf 345.150 Euro.

Während Trainer Jean-Pierre Carvalho nicht in Baden-Baden weilte, da er am Sonntag mit Savoir Vivre einen Starter im Grand Prix de Deauville hat, berichtete Jockey Filip Minarik über Palace Prince, der auch ein absolutes Allround-Pferd ist, das mit den verschiedensten Distanzen zurechtkommt: „Baden-Baden scheint ihm zu liegen. Er hat seine schwächere Form aus München korrigiert. Zum Schluss war es eine sehr sichere Sache, das war eine sehr respektable Leistung. Ich bin stolz auf ihn und das ganze Team.“

Devastar schob sich mit viel Kampfgeist noch auf Rang zwei, während die anderen Pferde von Champion Markus Klug Vierter (Space Cowboy) und Fünfter (El Loco) nach langer Führung waren. Sein Kommentar: „Das war ganz stark von Devastar. Zumal der Boden gar nicht passend war. Auch Space Cowboy hat gezeigt, dass er in diese Klasse gehört. Und El Loco war nicht weit geschlagen.“

Der im Mitbesitz von Fußball-Manager Klaus Allofs stehende Potemkin kam nach einem idealen Rennen an fünfter Position nur noch auf Rang drei, eine Nase hinter Devastar. „Er ist ein sehr formkonstantes Pferd, aber vielleicht war die große Hitze nicht ideal für ihn“, versicherte Trainer Andreas Wöhler. Der höher gehandelte Matchwinner und Tikiouine spielten nie eine Rolle.

Einen Husarenritt zeigte Jockey Martin Seidl im Ittlingen – Preis der Jährlingsauktion (52.000 Euro, 2.400 m). Denn auf dem bisher noch nie siegreichen Riesenaußenseiter Oriental Eagle (227:10) legte er vom Start weg hohes Tempo vor und bestimmte bis zum Ziel souverän das Geschehen. Nie geriet der zweite Auenqueller Sieger an diesem Nachmittag in Bedrängnis. „In München hatte ich ihn schon genauso geritten, aber dort war die Gerade zu lang und der Boden zu weich. Mitte des Schlussbogen habe ich das Tempo herausgenommen und bin später noch einmal abgesprungen“, schilderte Seidl seinen taktischen Schachzug. Und Trainer Jens Hirschberger, bei dem es derzeit blendend läuft, fügte an: „Oriental Eagle ist ein reiner Galoppierer. Ich hatte mir schon länger so eine Leistung von ihm erwartet. Vermutlich steuern wir das St. Leger in Dortmund an.“

Ronaldo war der einzige ernsthafte Verfolger. „Er ist sehr gut gelaufen, nun gehen wir in das Auktionsrennen über 2.000 Meter in Hannover“, sagte Trainer Waldemar Hickst. Auch Zoltan und der vom letzten Platz zu spät kommende Shining Lord schoben sich noch besser ins Bild. Der Favorit Adler war früh unter Druck.

Mit einem Heimsieg für Erfolgstrainerin Carmen Bocskai begann die Große Woche, durch die überfällige Auenquellerin Aothea (22:10), die nach ihren guten Formen in Frankreich hier den verdienten ersten Karrieretreffer in einer 1.400 Meter-Prüfung schaffte. Allerdings musste der Franzose Mickael Forest schon einiges tun, um den stets führenden Außenseiter Be My Prince vor Horst noch abzufangen. „1.400 Meter sind ihr eigentlich schon zu weit, und unterwegs muss der Reiter sie ruhig halten, da sie sehr heftig ist“, erklärte Trainergatte Georg Bocskai.

Die Rennbahn in Iffezheim ist das Eldorado von Rose of Eden (33:10), denn bei ihrem dritten Start auf der Bahn in Iffezheim war die von Toni Potters in Großenkneten trainierte Stute zum dritten Mal erfolgreich – nun in einem Lauf der World Fegentri Championship for Lady Riders (Ausgleich III, 1.500 m). Erst auf den allerletzten Metern schob die Amerikanerin Bethany Baumgardner die Stute noch an Admiral und Smoke on the Water vorbei.

Nur mit viel Pech hatte der von Werner Glanz in München trainierte Laquyood nur mit viel Pech einen Sieg in einem lukrativen Superhandicap verpasst. Dafür entschädigte sich der von beim Frühjahrs-Meeting hier erfolgreiche Wallach nun als 40:10-Faovit in einem 1.800 Meter-Ausgleich III. Bei seinem Angriff war der sofort klar gegen den lange führenden Caro Player, Near Big und Nereus voraus. Die Viererwette bezahlte 31.048:10 Euro.
Völlig verdient war auch nach zwei starken Ehrenplätzen der Erfolg von Rennstall Darbovens Power Euro (21:10) aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel im 2.000 Meter-Ausgleich II, der unter Filip Minarik Mitte der Geraden enorm stark aufdrehte und die Seriensiegerin Arlington Girl sowie Digitalis sicher in Schach hielt.

Auch im Alter von 48 Jahren hat der ehemalige Aga Khan-Stalljockey William Mongil noch nichts von seiner Fitness eingebüßt. Davon konnte man sich im neugeschaffenen Legends-Rennen (Ausgleich IV, 2.200 m) überzeugen, denn der aktuelle Mülheimer Trainer setzte sich mit dem von seiner Kollegin Yasmin Almenräder aufgebotenen Attalos (25:10) schon frühzeitig von Don Carlos (G. Bocskai) und Wameera (L. Hammer-Hansen) ab.

Schon beim Meeting in Bad Harzburg war Sonja Daroszewski die erfolgreichste Reiterin gewesen. Und die Amazone teilte dem von Christian von der Recke aufgebotenen Perfect Swing (61:10) im 3. Wertungslauf zum Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung (Ausgleich IV, 2.800 m) Start-Ziel gegen Sang Dasher und Tallevu alles bestens ein.


 

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