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147. Sport-Welt Goldene Peitsche geht nach Frankreich

Son Cesio: Sprint-Triumph beim vierten Versuch

Baden-Baden 27. August 2017

Im vierten Anlauf hat es geklappt: Der in Beaupreau/Frankreich von Henri-Alex Pantall trainierte Son Cesio gewann nach zwei Ehrenplätzen 2014 und 2015 sowie Rang sieben im Jahr 2016 am Sonntag vor 10.200 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim Deutschlands bedeutendstes Kurzstreckenrennen, die 147. Sport-Welt Goldene Peitsche (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.200 m). Besitzer Yves Borotra weilte auf Mallorca und wird in Kürze diesen besonders begehrten Ehrenpreis, eine vergoldete Peitsche, in Empfang nehmen dürfen.

Es war ein atemberaubendes Finale in diesem mit zwölf Pferden sehr stark besetzten Top-Sprint zwischen Son Cesio (32:10-Favorit), der mit Jockey Adrie de Vries früh auf der Geraden aus dem Vordertreffen das Heft in die Hand genommen hatte, und Gestüt Auenquelles Daring Match, der ganz an der Innenseite alleine postiert war. Beide Pferde lieferten sich einen packenden Kampf, doch der inzwischen sechsjährige Hengst Son Cesio rettete einen Kopf-Vorsprung gegen den hartnäckigen Konkurrenten, der in dieser Prüfung ebenfalls schon mehrfach gut abgeschnitten hatte.

Damit feierte Son Cesio bei seinem 25. Start den siebten Erfolg und steigerte mit dem Siegpreis von 40.000 Euro seine Gewinnsumme auf 371.320 Euro. Adrie de Vries hatte vor vielen Jahren hier einmal kurz die Goldene Peitsche gewonnen, den Sieg mit Lucky Strike jedoch nach Disqualifikation verloren. Sein erster Kommentar: „Eigentlich ging Son Cesio unterwegs zu fleißig und war etwas zu früh vorne, aber mit seiner Klasse ist er weitergestiefelt.“

Trainer Henri-Alex Pantall ergänzte: „Der Jockey hat ihm das Rennen gut eingeteilt, doch als Son Cesio in Front war, hat er etwas gestoppt. Wir haben die Goldene Peitsche einem Rennen in Deauville vorgezogen, da dort schon ein sehr starker Konkurrent im Rennen war. Nun ist der Prix de l‘ Abbaye am Arc-Tag in Chantilly am 1. Oktober das nächste Ziel.“

Daring Match ging nicht schlechter als der Sieger und zeigte eine Klasse-Leistung. „Er ist ja noch jung, da können wir es im nächsten Jahr wieder versuchen. Beinahe hätte es geklappt. Wo wir weitermachen, kann ich jetzt noch nicht sagen“, so sein Trainer Jens Hirschberger.

Millowitsch erkämpfte sich den dritten Platz gegen den 2016er-Sieger Shining Emerald, der auch auf unpassendem Boden immer prominent war. Trainer Markus Klug:„Das war wieder eine starke Leistung von Millowitsch bei einem rasanten Tempo. Vielleicht gehen wir mit ihm demnächst ins Ausland. Die Viererwette bezahlte 7.645:10 Euro. Früh keine Rolle mehr spielte Vorjahressieger Donnerschlag als Elfter.

In einer Woche bietet Altmeister Hans-Jürgen Gröschel mit Iquitos den Titelverteidiger im Longines – Großer Preis von Baden auf. Doch schon am ersten Sonntag landete der Trainer aus Hannover einen dicken Treffer – mit der zweijährigen Areion-Tochter Cabarita (66:10) im Preis des Casino Baden-Baden (102.500 Euro, 1.200 m). Dass die 50.000 Euro Siegbörse an Besitzer Carsten Biedermann überwiesen werden, stand aber erst nach Auswertung des Zielfotos fest. Nach frühem Vorstoß rettete Champion Filip Minarik einen knappen Vorsprung von einem kurzen Kopf gegen die heranstürmende und ebenfalls von Areion stammende Binti Al Nar und American Oxygen.

Hans-Jürgen Gröschel erklärte: „Unser Plan ist aufgegangen. Cabarita wurde in Berlin nicht so hart ausgeritten, sollte die gerade Bahn kennenlernen und hat nun alles prima gemacht. Ob wir im Preis der Winterkönigin laufen, ist noch offen.“ Nachdem sie bei der BBAG-Auktion nicht verkauft worden war, wurde die Evershorsterin erst später veräußert.

Gröschel sicherte sich auch den Ausgleich I über 2.200 Meter mit dem sensationell gesteigerten Itobo (45:10), der mit Marco Casamento den siebten Sieg beim 14. Start sicherte. Mit mächtigen Reserven verwies er den Favoriten Samurai und den Piloten Liebesbrief sicher auf die Plätze.

Einen Sonntagsspaziergang absolvierte die Röttgenerin Well Spoken (12:10) im einleitenden 1.800 Meter-Rennen. Denn die letztjährige Winterkönigin stand unter Adrie de Vries nach Klasse deutlich über der von Spignel und Coffola angeführten Konkurrenz. „Sie hatte schon einige schwere Prüfungen in diesem Jahr, daher wollte ich ihr mal eine einfache Aufgabe geben. Sie könnte hier im Oktober in einem Grupperennen über 2.000 Meter antreten“, versicherte Trainer Markus Klug.

Da Andrasch Starke noch nicht von seinem Abstecher aus Saratoga/USA zurück war, saß Daniele Porcu in einer 2.200 Meter-Prüfung auf der von Peter Schiergen trainierten Wittekindshoferin Nightdance Scala (38:10), die mit viel Speed zu einem sicheren Erfolg über Arktis und Tiganella kam.

Stark aufgewertet worden war die jüngste Form des Dreijährigen Waldpfad (36:10), der in einem 1.600 Meter-Ausgleich II mit Jozef Bojko früh an der Spitze auszumachen war und Macello sowie Nadelwald locker in Schach hielt. Von dem Shamardal-Sohn sollte man noch einiges zu sehen bekommen.
Bereits seinen zweiten Treffer bei der Großen Woche feierte der Münchener Trainer Werner Glanz mit Noble Hero (49:10), der mit dem Italiener Nicol Polli Start-Ziel gegen Andiamo und Highly Favoured immer wieder neue Reserven entwickelte.

Ein Pferd mit Potenzial sollte Gestüt Bonas Nagold (30:10) sein, die für das Dream Team Andrasch Starke/Peter Schiergen in einem 2.400 Meter-Ausgleich III mit All Access und Wind cries Mary keine Probleme besaß. Bekanntester prominenter Gast an diesem Sommer-Sonntag war Daniela Katzenberger.

Nach seiner großen Platzserie schaffte Christian Sprengels Funky Groove (62:10, M. Pecheur) im abschließenden 2.000 Meter-Handicap endlich wieder einen Sieg, der nach frühem Vorstoß auf der Zielgeraden gegen Quezon King, Welkando und Avorio sicher ausfiel.

Volz-Sieg im Grand Prix de Deauville

Der im Mitbesitz von Heiko Volz stehende Tiberian (55:10, O. Peslier) gewann am Sonntag im französischen Nobelseebad Deauville den Grand Prix de Deauville (Gruppe II, 200.000 Euro, 2.500 m) und nimmt nun Kurs auf den Melbourne Cup. Stall Ullmanns Vorjahresgewinner Savoir Vivre wurde Vierter.

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