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Nachgenannte Klassestute Delecation gewinnt die Große Europa Meile

Top-Treffer nach genialem Schachzug in Düsseldorf

Düsseldorf 10. September 2017

Genialer Schachzug von Top-Trainer Andreas Wöhler: Der Erfolgscoach aus Spexard bei Gütersloh hatte zur Wochenmitte die Spitzenstute Delectation für Besitzer Australian Bloodstock für die Große Europa Meile des Porsche Zentrums Düsseldorf (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) am Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf nachgenannt. Und mit einer exzellenten Speedleistung gewann die 26:10-Mitfavoritin unter Eduardo Pedroza hier vor 9.000 Zuschauern nach dem Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen im April in Köln ihr zweites Gruppe-Rennen. Zwischendurch war sie in Düsseldorf Vierte nach einem unglücklichen Rennverlauf in den 1.000 Guineas gewesen.

Mit stattlichen Reserven flog die Delegator-Tochter, die beim siebten Start ihr viertes Rennen gewann und mit den hier verdienten 32.000 Euro ihre Gewinnsumme auf 132.075 Euro katapultierte, mit dreieinhalb Längen Vorsprung an dem Favoriten Millowitsch (Andreas Helfenbein) vorbei, der kurz wie der Sieger ausgesehen hatte, aber die Gegnerin ziehen lassen musste. Damit wiederholte Trainer Andreas Wöhler seinen Vorjahrestreffer mit Noor Al Hawa nun mit Delectation, die sicherlich noch großes Potenzial für die Zukunft haben dürfte.

Delectations Trainer Andreas Wöhler in einem ersten Statement: „Die Zusammenstellung der Besitzergemeinschaft von Australian Bloodstock variiert je nach Pferd. Wir hatten heute etwas Bedenken wegen des weichen Bodens, denn sie braucht normalerweise gute, schnelle Bahn. Aber es ging alles gut. Da sie in vier Wochen in Amerika laufen und ihre Karriere auch dauerhaft dort fortsetzen soll, wird sie dann direkt in den Staaten in Training bleiben. Dort hat sie mehr Möglichkeiten ich ihrer Klasse.“

Millowitsch lief als Zweiter das erwartet starke Rennen, nur am Ende fehlten die entscheidenden Reserven, zumal er unterwegs etwas weite Wege gehen musste. Die Auenqueller Stute Arazza schob sich innen noch auf den dritten Rang vor Kick and rush, sowie den nachlassenden Cashman, Wildpark und Capitano.

Sensation im Auktionsrennen

Sensationell war der Ausgang des Preis der Holschbach Immobilien Gruppe – BBAG Auktionsrennen Düsseldorf (52.000 Euro, 1.400 m), denn die drei Erstplatzierten in dieser Zweijährigen-Konkurrenz waren allesamt Riesenaußenseiter, die Dreierwette bezahlte 75.000:10 Euro. Dass dabei ein Pferd des Dream Teams Andrasch Starke/Peter Schiergen 158:10 bezahlt, ist schon ein Kuriosum, doch der fünfte Platz beim Einstand in Bad Harzburg war für den von Lord of England stammenden Etzeaner Kronprinz im Besitz von Abdulmagid A. Alyousfi noch nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Aber Starke riss vorne rechtzeitig aus und bewahrte einen Vorsprung gegen Ernesto (306:10) und Shaolin (360:10, ebenfalls aus dem Schiergen-Stall. Auch Klüngel war als Vierter dichtauf. Mit 25.000 Euro Siegbörse ist der Kaufpreis bei der BBAG schon mehr als amortisiert. 

Wimpernschlag-Finale im Junioren-Preis

Auch wenn nur vier Pferde den Großen Preis von Engel & Völkers Düsseldorf – 93. Junioren-Preis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m) bestritten, so erlebten die Besucher in dieser traditionsreichen Youngster-Prüfung ein Finish, das sie von den Sitzen riss. Denn alle Kandidaten hatten bis kurz vor dem Ziel noch Chancen. Mit gewaltigem Speed überspurtete der von Jean-Pierre Carvalho für Darius Racing trainierte Alounak (28:10) noch die drei Kontrahenten und hatte am Ende einen Kopf-Vorsprung gegen Royal Youmzain und Dina sowie den lange führenden Engländer Move Over.

Es war bemerkenswert, wie der schon in München erfolgreiche Alounak, ein Camelot-Sohn, der auch anschließend als Vierter in Frankreichs höchstdotiertem Listenrennen überzeugt hatte, vom letzten Platz noch auf Touren kam. Natürlich ist der Preis des Winterfavoriten ein logisches Ziel für ihn.

In sehr sehenswerter Manier gewann der von Andreas Suborics für den Stall Lintec trainierte Dreijährige Lucky Lips (25:10) mit Alexander Pietsch Start-Ziel das einleitenden 1.700 Meter-Rennen gegen American Tiger und Anturo.

Mit großem Speed rauschte Andrasch Starke mit dem Dreijährigen Aurelio (27:10) in einem 2.200 Meter-Handicap noch an Purple Rose und Fair Friend vorbei. Damit landete Lokalmatador Sascha Smrczek einen Volltreffer.

Mehrfach nur mit viel Pech gescheitert war Yasmin Almenräders Part of Ireland (41:10, M. Seidl), der in einem 1.400 Meter-Ausgleich III noch sehr leicht vor Tableforten, Dark Forrest und Voodoo zum zweiten Karrieretreffer kam. Die Viererwette bezahlte 20.000:10 Euro.

Schon in Baden-Baden war einiges Geld auf Lucien van der Meulens Wasseem unterwegs gewesen, doch erst jetzt reichte es beim 16. Start in einem Meilen-Handicap zum ersten Treffer für den Wallach, der unter Rene Piechulek zur Quote von 94:10 Tjerk, Absolute Amy und Sakima problemos auf Distanz hielt.

Trotz einer Pause seit April ließ sich der von Markus Klug trainierte Salasso (129:10), der zuvor noch nie ein Rennen gewonnen hatte, den 2.200 Meter-Ausgleich II nicht nehmen – nach einem starken Endkampf von Martin Seidl (zweiter Tagessieg) war der Wallach gegen Lipari und Nagold knapp voraus.

Der schon im Winter im Preis der Perlenkette erfolgreiche Mood Indigo (91:10) war im abschließenden 2.950 Meter-Handicap mit Claudia Pawlak und Leo Fantastico früh nicht mehr zu gefährden und gewann schon sein viertes Rennen in 2017.

Lebach-Sieg für Noble Fighter

In Lebach ging der Sieg im Grünen Band der Saar (Ausgleich III, 2.300 m) auf der Rennbahn La Motte an den unverwüstlichen Rosport-Schützling Noble Fighter (39:10), der mit Selina Ehl vor Christin und Golden Boy blieb.

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