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Außenseiterin im Mittelpunkt beim Jubiläumsrenntag 150 Jahre Scheibenholz

Comeback-Sieg von Ostana

Leipzig 16. September 2017

Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. In Leipzig jedenfalls macht man das in vorzüglicher Form. Nachdem 2013 noch das Motto geheißen hatte „150 Jahre Leipziger Turf“, was damals schon gebührend zelebriert worden war, stand heute alles im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums der Bahn im Scheibenholz. Neben einem besonderen gesellschaftlichen Programm des Reit- und Rennvereins wartete der Leipziger Galopprennsport natürlich ebenso mit einer dem Anlass angemessenen sportlichen Karte auf. Im Mittelpunkt stand dabei der Große Preis der Äkschn GmbH – 150 Jahre Scheibenholz, der an Daniel Paulicks Stute Ostana ging. Als Trainer für die Contat-Tochter zeichnet der Sohn des Besitzers, Ralf Paulick, und mit einem wahren Teufelsritt hatte Jockey Carlos Henrique sicherlich einen Löwenanteil an der ganzen Sache.

Nach zunächst herbstlichem Kaiserwetter, doch zur Hälfte der Veranstaltung dann zunehmend einsetzendem Regen, machte Ostana vor den Augen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich in dem mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Ausgleich II über 2.000 Meter erst ganz zuletzt den Sack zu. Vor allem schien der dreijährige Gepard bereits eindeutig alle Weichen auf Sieg gestellt zu haben, ehe die seit Mai nicht mehr am Start gewesene 134:10-Außenseiterin  bei ihrem kleinen Comeback den Spieß noch umdrehte und im Ziel einen Halsvorteil auf ihre Seite gebracht hatte.

Gut in die Partie fand zuletzt zwar noch die Favoritin Lipari, jedoch mehr als Platz drei vor der eingangs zur Geraden noch aussichtsreich wirkenden Atlanta sprang letztendlich nicht mehr heraus. Vom Rest sah man im Prinzip nicht viel Erwähnenswertes, immerhin machte sich Christo jedoch lange Zeit um das Tempo verdient.

Schon gleich zu Beginn des Jubiläumstermins hatte es einen ersten kleinen sportlichen Leckerbissen gegeben, und zwar mit sieben Zweijähren im Preis der German Racing Next Generation e.V. Keineswegs unerwartet ging die Auftaktprüfung an Gestüt Röttgens Stute Nepotin, da sich die von Martin Seidl gerittene Pflegebefohlene von Trainer Markus Klug bereits bei ihrem Debüt in Köln gar nicht so schlecht aus der Affäre gezogen hatte. Sie allein war heute in der Lage, die lange tonangebende Golden Love noch zu stellen und damit zugleich ihrem Vater Pastorius einen weiteren Treffer zu sichern, zu dessen erstem Jahrgang die Tochter der exzellenten, von Goofalik stammenden Nagoya zählt. 

Heimsieg und Doppel für Filip Minarik

Nachdem gleich anschließend Jockey René Piechulek in den Farben von Cornelius Beetz für Trainer Marco Angermann mit dem Wallach Liverbird für einen Heimsieg im Preis der 25 Jahre BAU Heyne GmbH Cup sorgen konnte, als Liverbird sich einem Kopf vor Sterngold behaupten konnte, gehörte danach zwei Mal seinem Kollegen Filip Minarik die Szene. Schon an seinem Erfolg mit dem dreijährigen Langaro im Range Rover Velar Cup gab es zeitig keinerlei Zweifel.. Der Schützling von Dr. Andreas Bolte der Besitzergemeinschaft um Dr. Hubertus Diers galoppierte früh in Sicherheit, sodass Doriano sich früh auf die Auseinandersetzung um Platz zwei mit Soliman konzentrieren konnte. Nicht ganz so klar, aber  noch weitgehend souverän beherrschte der Champion von 2016 unmittelbar danach mit Auennebel, einem fünfjährigen Wallach, der Dr. Klaus Otto Zirkler gehört und der von Lutz Pyritz vorbereitet wird, den Preis der MW Systembau GmbH. Kepheus hatte  in dem 3.050-Meter-Marathon in seiner schon klassischen Rolle als ständiger Pacemaker wieder große Lücken ins Feld gerissen, wobei er am Ende hinter Niamara immerhin noch auf dem dritten Rang landete.

Den schon auf der Siegerstraße galoppierenden Diokletian fasste kurz darauf im Preis der regionalen Wirtschaft – Finale Mitteldeutsche Galoppserie allerdings noch der Wallach Highly Favoured ab, der von Daniele Porcu wirklich haar- und punktgenau eingesetzt worden war. Der von Elisabeth Storp betreute Fünfjährige setzte sich dabei mit einem Halsvorteil durch, während Platz drei an Dictator ging.

Ungleich klarer behauptete sich indes der von Roland Dzubasz für den German Racing Club aufgebotene Orkanos mit Alexander Pietsch im Sattel im Preis des Förderkreises Myelin Projekt Leipzig e.V. Bei seinem Abschied aus der Maidenklasse ließ er sich weder von Wellensturm noch von Red Flash, die die Plätze hinter ihm besetzten, in keiner Sekunde groß beeindrucken.

Ihren allerersten Sieg landete zum Ende des Tages obendrein die Stute Life of Fame im Scheibenholz Cup - unterstützt vom Verein Deutscher Besitzertrainer. Ein Sieg übrigens, der zugleich zum Eisbrecher für ihre Trainerin Isabel Kreger wurde. Das Ganze wurde reiterlich von Rebecca Danz gut in trockene Tücher gebracht, wobei sie in der Schlussphase insbesondere vor der stetig zulegenden Marmalade auf der Hut sein musste, die fast noch bis auf Tuchfühlung an Life of Fame heranzukommen schien.

Ehre, wem Ehre gebührt 

Last not least gehört zur Chronik des Jubiläumsrenntages noch die besondere Ehrung, die Ex-Trainer Peter Hirschberger erfuhr. Der Mann, der wie kaum ein anderer ein absoluter Repräsentant des Leipziger Galopprennsports ist, erhielt aus der Hand von Erika Mäder, der Vorsitzenden des Trainer- und Jockey Verbandes, die Goldene Ehrennadel des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen für seine Verdienst um den deutschen Turf. Wofür es selbstverständlich einen ganz besonders herzlichen Beifall des Scheibenholzer Publikums gab. 

Was genauso für die kurz darauf vorgenommene Ehrung von Elisabeth und Rudolf Storp - sie als Trainer und er als Besitzer - gelten konnte. Beide avancierten sie zu Gewinnern der Mitteldeutschen Galoppserie 2017, bei der sich René Piechulek bei den Jockeys die meisten Punkte zu sichern verstand.



 

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