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Imponierender Sieg der Favoritin im Winterkönigin-Trial

Merkel-Triumph mit Rock my Love in Köln

Köln 23. September 2017

Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag die Bundestagswahl gewinnen wird, ist noch offen. Doch ein Namensvetter von ihr durfte bereits am Samstag feiern: Günter Merkel, Unternehmer aus Iffezheim, hatte als Besitzer der zweijährigen Holy Roman Emperor-Tochter Rock my Love (18:10), die Ralf Kredel im Gestüt Etzean gezogen hatte, Tränen in den Augen. Denn die von Champion Markus Klug für Merkel trainierte heiße Favoritin imponierte beim Auftakt des Europa-Meetings auf der ganzen Linie.

Einen Tag vor dem 55. Preis von Europa am Sonntag, dem Champions League-Highlight und besten Kölner Rennen der gesamten Saison, trumpfte Rock my Love im Preis des Medienhauses DuMont Rheinland – Winterkönigin-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.500 m) in selten gesehener Manier auf. Unter Adrie de Vries spazierte diese von dritter Stelle aus hinter der mit Vorsprung führenden Barista und Sojourn auf der Geraden ohne die geringste Kraftanstrengung ihres Jockey auf beliebigen Vorsprung davon. Was für eine Gala!

„Ich war schon sehr zuversichtlich, aber dass Rock my Love so überlegen gewinnen würde, hatte ich nicht gedacht, denn die Gegnerinnen waren doch stärker als zuletzt. Natürlich gehen wir nun in den Preis der Winterkönigin“, erklärte Markus Klug, dass natürlich das Highlight für die zweijährigen Ladies am 22. Oktober in Baden-Baden nun das erklärte Ziel ist.

Narella an Yoshida verkauft und nach Chantilly?

Seine andere Top-Zweijährige Narella wird dagegen wohl ein anderes Ziel in Angriff nehmen. Die im Zukunftsrennen in Baden-Baden erfolgreiche Röttgenerin soll für den Prix Marcel Boussac am Arc-Wochenende nachgenannt werden. „Sie ist so gut wie an Herrn Yoshida nach Japan verkauft, wir warten nur noch auf das Geld. Narella würde im Verkaufsfalle dann in Chantilly für ihn laufen und das letzte Mal unter meiner Regie“, berichtete der Trainer, der damit diese Top-Zweijährige nach dem Chantilly-Start verlieren würde.

Doch zurück zum Winterkönigin-Trial in Köln: Hinter der dominierenden Rock my Love kam Cabarita mit viel Speed noch klar zum zweiten Platz vor der lange tonangebenden Barista und Sojourn. „Ich bin sehr zufrieden, denn es war nicht ihr Boden. Sie kam leicht auf diesen Platz und läuft nun in der Winterkönigin“, sagte Trainer Hans-Jürgen Gröschel.

Mit einer faustdicken Überraschung begann der Nachmittag, denn der auf 13:10 heruntergewettete Ittlinger Solomeo gab sich nach einem Rennen von der Spitze auf der Geraden früh geschlagen und kam über Rang vier nicht hinaus. Dagegen entwickelte der Wallach Par Coeur (59:10) mit dem Franzosen Lukas Delozier an der Innenseite große Reserven und wehrte den Münchener Gast Dawn Ruler, hinter dem Little Rose noch stärker wurde, sicher ab. „Es ist ein spätes Pferd aus einer Super-Familie. Der weiche Boden kam ihm entgegen“, kommentierte Siegtrainer William Mongil.

Im Winter war sie beim Schnee-Meeting in St. Moritz noch die vielumjubelte Skikjöring-Siegerin, doch auch auf der Grasbahn ist die von Peter Schiergen vor Ort trainierte Stute immer wieder für einen Treffer gut. Mit der jungen Maike Riehl schaffte sie als 52:10-Chance in einem 2.200 Meter-Ausgleich III nun nach dem Badener Sieg einen weiteren Treffer, der gegen den Favoriten Laurenco und Philippa ausgesprochen überlegen ausfiel.

Viel Geld gab es auch auf Lucien van der Meulens Haarib in einem Ausgleich III über 1.600 Meter, der bei neun Starts in 2017 noch sieglos war und hier nach einem umsichtigen Speedritt von Jozef Bojko zur Quote von 170:10 sicher gegen Edwin, Wadia und Nic Mountain hinkam. Die Viererwette kletterte auf stolze 204.871:10 Euro.

Es ist vollbracht: Nach einem Sieg am grünen Tisch und jeder Menge Platzierungen, auch in Gruppe-Rennen, reichte es in einer leichten 1.850 Meter-Prüfung endlich zum ersten auf dem Rasen erreichten Erfolg für den Röttgener El Loco. Der 15:10-Favorit löste sich frühzeitig auf Riesenvorsprung unter Adrie de Vries von Felician und Lunar Prospect. „Er geht am kommenden Samstag auf die Arc-Sale. Das war eine einfache Prüfung, er hat sich früh gelöst“, kommentierte Trainer Markus Klug.

Nach seinem jüngsten Sieg auf dieser Bahn legte Helga Dewalds Porcupine Creek (107:10) in einem 1.400 Meter-Handicap gleich noch einmal nach und kam unter Daniele Porcu hauchdünn gegen Viscount Vert und Summer Princess zum Zuge. es war schon der vierte Saisontreffer für den Wallach.

Der schon in Baden-Baden auf sich aufmerksam machende Menace (86:10) schnappte sich zum Abschluss nach einem bestens eingeteilten Ritt von Vivien Müller für Trainer Bohumil Nedorostek das abschließende Amateurreiten (Ausgleich IV, 2.400 m) sicher vor Juan und Puna. Nun freuen sich alle Galopp-Fans auf den Sonntag mit dem Saisonhöhepunkt in Köln, dem Preis von Europa!

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