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Kleinkorres-Hengst beeindruckt im 27. pferdewetten.de – Preis der Deutschen Einheit

Der „Matchwinner“ in der Hauptstadt

Berlin-Hoppegarten 3. Oktober 2017

Der von Axel Kleinkorres in Neuss für Trabertrainer Jens-Holger Schwarma (Moers) trainierte Matchwinner (75:10) war vor 12.890 Zuschauern der gefeierte Held im zehnten Lauf der German Racing Champions League am Dienstag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten. Denn unter Jockey Andreas Helfenbein triumphierte der aus kleinsten Anfängen so grandios gesteigerte Sternkönig-Sohn als 75:10-Chance im pferdewetten.de – 27. Preis der Deutschen Einheit (Gruppe III, 75.000 Euro, 2.000 m).

videoDie Regenfälle der vergangenen Tage über der Hauptstadt waren so richtig nach dem Geschmack des sechsjährigen Hengstes, der schon in Hamburg bei diesen Bedingungen das erste Grupperennen für sich und seinen Trainer überhaupt gewonnen hatte. Unter Jockey-Oldie Andreas Helfenbein (50) stürmte der so ungemein speedstarke Matchwinner vom allerletzten Platz noch mit zweieinhalb Längen an der gesamten Konkurrenz vorbei. 45.000 Euro waren der Lohn für seinen Besitzer, der allerdings zu Hause den neunten Erfolg beim 20. Start von Matchwinner verfolgte, der seine Gewinnsumme auf 151.500 Euro katapultierte.

Trainer Axel Kleinkorres unmittelbar nach diesem Sieg: „Ich hatte immer gesagt, dass ich mit Matchwinner den Preis der Deutschen Einheit gewinnen möchte. Jens-Holger Schwarma war die achtstündige Autofahrt zu lang und der Flug mit 375 Euro zu teuer. Andreas Helfenbein hat ihn an der 400-Meter-Marke noch einmal kurz Luft holen lassen und alles richtig gemacht. Die Baden-Württemberg-Trophy in Baden-Baden oder der Niederrhein-Pokal in Krefeld sind nun mögliche Optionen.“

Jockey Andreas Helfenbein, der erst am Sonntag mit Millowitsch den Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf gewonnen hatte und seine Erfolgsserie hier fortsetzte, war voller Emotionen: „Ihr seid ein phantastisches Publikum. Ich habe in meiner Laufbahn noch nie soviel Applaus bekommen. Der Trainer meinte, das Pferd und ich würden zusammenpassen, und er hat Recht gehabt.“

Eine Klasse-Partie lieferte die dreijährige Stute Navaro Girl, die unterwegs an vorletzter Stelle von Andrasch Starke ebenfalls aus der Reserve geritten wurde und auf der Geraden so lange vorne war, bis Matchwinner kam. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Wahrscheinlich machen wir in Baden-Baden weiter“, versicherte ihr Betreuer Peter Schiergen.

Viel tat der Lokalmatador Amigo für das Rennen, denn er führte bis weit in die Zielgerade. „Er muss einfach vorne galoppieren. Ich bin sehr zufrieden“, meinte Trainerin Eva Fabianova. Der klare Favorit Potemkin (im Mitbesitz des eigens angereisten Klaus Allofs) kam als Vierter nicht entscheidend weiter. „Das war wirklich nicht mehr sein Boden“, erklärte Andreas Wöhler. Er blieb einen Rang vor Vorjahressieger Devastar, der wie die übrigen Kandidaten keine entscheidende Rolle spielte.

In der Gesamtwertung der German Racing Champions League führt weiterhin Windstoß (28 Punkte) vor Iquitos (22 Punkte) und Dschingis Secret (21 Punkte). Bei den Jockeys verteidigte Andrasch Starke seine Spitzenposition mit 46 Punkten vor Adrie de Vries (33 Punkte) und Filip Minarik (25 Punkte). Bei den Trainern ist Markus Klug (83 Punkte) einsam voraus, gefolgt von Peter Schiergen (29 Punkte) und Jean-Pierre Carvalho (25 Punkte).
Der finale Lauf der German Racing Champions League 2017 ist der Pastorius – Großer Preis von Bayern (Gruppe I) am 1. November in München.

Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

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Auch das Rahmenprogramm in Hoppegarten war stark. Hut ab vor der Leistung der zweijährigen Görlsdorferin Gülden Görl (54:10) im Auftaktrennen für Zweijährige über 1.600 Meter. Vom Start bis ins Ziel dominierte die bei ihrem Debüt drittplatzierte Iffraaj-Tochter mit Adrie de Vries gegen den noch besser anziehenden Tenger und den im Mitbesitz von Klaus Allofs stehenden Foxboro. „Wir hatten einigen Mumm, denn sie ist unsere beste zweijährige Stute. Beim ersten Start schlief sie noch etwas, heute war der Boden perfekt, und sie war richtig wach. Adrie hat auch alles bestens geregelt. Ob wir in den Preis der Winterkönigin gehen, stimmen wir noch ab“, kommentierte Trainer Roland Dzubasz, der seinen 600. Karrieretreffer markierte.

Da die Startmaschine durch einen Zwischenfall vor dem Rennen etwas ramponiert war, musste der 1.600 Meter-Ausgleich IV mit der Flagge gestartet werden, was leider nicht besonders gut klappte. Nachdem er vor der Prüfung reiterlos gewesen war, ging im Rennen für Ira Ferentschaks Sir Leopold (92:10) alles glatt, mit dem Adrie de Vries ein schnelles Doppel perfekt machte, als er vorne Chrysanthus und Blue Distanz auskonterte.

Weicher Boden ist so richtig nach dem Geschmack von Marcello (73:10), der bei solchen Bedingungen schon in Hamburg gewonnen hatte. Da passte in einem 2.400 Meter-Ausgleich III wieder alles, und nach einem Ritt aus der vorderen Linie von Bauyrzhan Murzabayev hielt er sich auch Palace King, Nagreta und Chancy vom Leibe. „Diesmal hat mit ihm auch endlich wieder alles an der Startmaschine funktioniert“, freute sich Trainerin Eva Fabianova. Die Viererwette bezahlte 47.052:10 Euro.

Es hat eine Weile gedauert bis zum ersten Saisonsieg von Stall Unias Szoff (66:10), aber an einem guten Tag kann der schon siebenjährige Hengst aus dem Stall von Andreas Wöhler eine Menge laufen. Das bewies er nach einem starken Finish von Eduardo Pedroza im Ausgleich I über 1.800 Meter, als er auf den letzten Metern noch den Titelverteidiger Northern Rock und den etwas weiter zurück folgenden Tim Rocco schnappte. „Bei Szoff muss alles passen, er kann lesen und schreiben“, meinte Besitzer Werner Krüger aus Berlin.

„Ich habe ja auch drei Kinder“, flachste der Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz nach dem allseits erwarteten Erfolg des im Besitz des Schweizer Stalles Chronos stehenden Formpferdes Vive l‘ Ami (B. Murzabayev, 43:10)) auf den angesprochenen großen Zahltag im Finale der Sparkassen-Sprint Serie 2017 (Ausgleich II, 25.000 Euro, 1.200 Meter der Geraden Bahn). Denn 14.000 Euro gab es für den Treffer des Wallachs, der sich in der Schlussphase noch von dem lange führenden Bellcanto, Mascalino und Jazz Bay absetzte. Noch einmal Dzubasz: „Wir hatten etwas Bedenken wegen des weichen Bodens, aber ab der Geläufseinmündung hat er gezeigt, dass ihm die kleine Pause gut getan hatte und richtig angepackt.“ Für diese Viererwette gab es xxx:10 Euro.

Matchwinners Siegjockey Andreas Helfenbein bewies auch direkt anschließend im 1.800 Meter-Ausgleich II viel Übersicht, denn er hielt auf dem 133:10-Außenseiter Alberto Hawaii aus dem Stall von Anna Schleusner-Fruhriep einen Vorteil gegen Loulou’s Jackpot und Miss England eisern fest.

Zum Abschluss ging die von Sarka Schütz aufgebotene Norajean (73:10, M. Pecheur) in einem 2.000 Meter-Ausgleich III gegen Adao und Imposito auf riesigen Vorsprung davon.

 

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