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Falconettei gibt Top-Vorstellung in Bremen

Weltstar mit glänzendem Einstand

Bremen 22. Oktober 2017

Als von Soldier Hollow stammender Halbbruder von Derbysieger Windstoß gelten dem zweijährigen Hengst Weltstar natürlich einige Ambitionen. Beim Saisonfinale am Sonntag in Bremen gab der Hoffnungsträger des Gestüts Röttgen aus dem Champion-Stall von Markus Klug einen glänzenden Einstand. Denn von zweiter Position aus bekam die 23:10-Chance unter Rene Piechulek auch die favorisierte Wöhler-Stute Queens Harbour sowie den im Mitbesitz von Klaus Allofs stehenden Foxboro sehr sicher in den Griff. Weltstar besitzt noch eine Nennung für das Ratibor-Rennen in zwei Wochen in Krefeld.

Bestens eingeschlagen hat Regine Weißmeiers Neuzugang Dragon Hunter (22:10), denn in einer 1.600 Meter-Konkurrenz blieb der Wallach auch bei seinem zweiten Start für seine neue Betreuerin ungeschlagen. Mit tollem Speed zwang der Favorit noch Macan, der nach über einjähriger Pause ein starkes Rennen lief, und den Außenseiter Faintly in die Knie.

Mit einer großen Überraschung endete der 2.600 Meter-Ausgleich III, denn mit Quick Step (174:10) aus dem Stall von Christian von der Recke war nicht unbedingt zu rechnen, doch der Wallach fightete mit dem zum zweiten Mal an diesem Tag erfolgreichen Rene Piechulek die Favoritin Rose Duchesse und den Belgier Love Moon nieder.

Seinen zweiten Frühling erlebt derzeit Dirk Lükers Ohne Tadel (69:10) im reifen Alter von zehn Jahren, denn er avancierte unter Luisa Steudle völlig überlegen zum Doppelsieger. Salimera und Tribesman kamen auf die besten Plätze dahinter.

Auch die Freunde des Hindernissports kamen voll auf ihre Kosten. Im ersten Jagdrennen über 3.400 Meter hatte der von Pavel Vovcenko aufgebotene Rosenkönig (27:10) mit Cevin Chan gegen den ein starkes Debüt gebenden Koffi Prince und American Dreamer nie irgendwelche Probleme.

Auch das andere Jagdrennen wanderte an die Mannschaft Cevin Chan/Pavel Vovcenko – durch den wiedererstarkten Falconettei (39:10), der sich auf der 4.200 Meter-Strecke locker von Wutzelmann und Interior Minister freimachte. Dessen Reiterin Sonja Daroszewski wurde als Hindernis-Championesse 2017 gewürdigt.

Ein besonderes Kompliment hat sich Lucien van der Meulen verdient. Der letztjährige Besitzertrainer-Champion feierte mit der Stute Athalyna (25:10) den dritten Sieg hintereinander, wobei es gegen Invincible Squaw am Ende in einem 2.100 Meter-Handicap sehr knapp wurde. Alwin und So Nice vervollständigten die Viererwette (mit einem Jackpot von über 9.500 Euro), die 7.780:10 Euro bezahlte. Und auch mit Art of Adventure (34:10) triumphierte das Team Engels/Meulen zum dritten Mal en suite, diesmal in einem 2.100 Meter-Ausgleich IV gegen Germanwings und Dylan.

Das abschließende 1.200 Meter-Handicap wurde eine Beute der frischen Dresdener Siegerin Lomasi (32:10, B. Murzabayev) aus dem Stall von Angelika Glodde in Halle, deren Reserven gegen Life of Fame und Pagina de mi vida den Ausschlag gaben. Nun hoffen alle Turffreunde darauf, dass es 2018 in der Bremer Vahr mit Galopprennen weitergeht.

 

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