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Vierter Triumph in Folge beim Leipziger Finale

Norajean siegt immer weiter

Leipzig 28. Oktober 2017

Das nennt man perfektes Management: Sarka Schütz, in Hoppegarten arbeitende Trainerin, hat mit der fünfjährigen Stute Norajean wahrlich einen mehr als guten Job gemacht. Nach einem behutsamen Aufbau feierte die Betreuerin am Samstag beim Saisonfinale in Leipzig den vierten Erfolg in Serie!

Einmal mehr geriet die 28:10-Favoritin auch in einem über 1.850 Meter führenden Ausgleich III in den Farben des Stalles Trilogie nie in Bedrängnis. Denn mit mächtigem Schlussspurt überrollte die Kornado-Tochter ihre Konkurrenz, mit Marcello und Gonora an der Spitze, regelrecht. Der Italiener Fabio Marcialis hatte von letzter Stelle aus alles locker im Griff.

Sarka Schütz in einem ersten Statement: „Der Start war heute nicht so gut, aber ihr Reiter sollte zu Beginn der Geraden eine gute Position haben, und das hat Fabio toll gemacht. Ich hoffe, dass sie noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt ist.“

Mit einem sehr überzeugenden Erfolg des Zweijährigen Naseem Al Zain (30:10) hatte der Renntag, von dem die ersten fünf Rennen via PMU erstmals nach Frankreich übertragen wurden, begonnen. Denn der von Andreas Wöhler für Dubai-Großbesitzer Jaber Abdullah trainierte Youmzain-Sohn war in einer 1.600 Meter-Prüfung Start-Ziel nach einem cleveren Ritt von Jozef Bojko nie zu gefährden, während die auf 17:10 heruntergewettete Conscious zu spät so richtig auf Touren kam. Auch der Röttgener Unikat packte nach einem Schwächemoment spät besser an, schob sich aber noch auf Platz drei.

So richtig Stimmung kam nach einem über weite 3.050 Meter führenden Handicap auf, denn mit dem dreijährigen Hengst Vermentino (103.10, M. Seidl) triumphierte ein Pferd des Rennstalles Scheibenholz e.V., einer großen Besitzergemeinschaft von rund 70 Personen. Da war das Siegerpodest fast zu klein. Mit viel Speed überspurtete der Jukebox Jury-Sohn bei seinem ersten Start auf solch einer Langstrecke noch den ebenfalls von Marco Angermann vor Ort vorbereiteten Fritz und Astigo.

Die Favoritenwetter mussten bis zum dritten Rennen, einer Sieglosen-Prüfung über die Meile warten, ehe mit Armin Weidlers Never In Doubt (29:10) das am stärksten gewettetes Pferd auftrumpfte. Champion Filip Minarik schaffte noch knapp die Wende gegen Ziro und Zindai. Damit vergrößerte er seinen Vorsprung im TitelKampf gegenüber Alexander Pietsch auf drei Punkte.

Nicht so schnell vergessen wird Armin Weidler diesen Renntag, denn der Besitzertrainer aus Reifenberg holte sich sensationell auch eine 1.600 Meter-Prüfung mit dem erstmals für ihn angetretenen Deutschland-Debütanten Best of Heaven (C. Santangelo). Zur Top-Quote von 272:10 kam der Dreijährige noch nach vorne gegen die heiße Favoritin Rosamunde und die im Endkampf zur Seite wegbrechende Lady Doncaster.

Es hatte etwas gedauert bis zum ersten Saisonsieg von Alwin (77:10, P. Gibson), doch nach vielen Ansätzen schaffte der von Angelika Glodde aus Halle entsandte Siebenjährige mit einigen Reserven in einem Ausgleich IV über 2.000 Meter klar vor Mount Juliet und Tigerin den verdienten Erfolg.

Mit einer sehenswerten Schlussoffensive übertrumpfte Martin Mayers Nikia (48:10) im abschließenden 1.300 Meter-Handicap unter Rene Piechulek noch den schon in Sicherheit geglaubten Sameer. Life of Fame eroberte den dritten Rang.

Be Famous starker Zweiter in Mailand

Eine Klasse-Vorstellung lieferte der von Sarah Steinberg für den Stall Salzburg trainierte Be Famous am Samstag im St. leger Italiano in Mailand. In diesem mit 71.500 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 2.800 Meter gab sich der Co-Favorit unter Mickael Berto an der Innenseite nie geschlagen und blieb als Zweiter nur ganz knapp hinter dem Favoriten Trip to Rhodos (V. Janacek). Die von Werner Glanz aufgebotene Stute Kashmar (M. Cadeddu) hatte als Sechste nie eine Möglichkeit.

 

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