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Starker Rene Piechulek führt Recke-Hoffnung zum Sieg

Dreijähriger Amun der Final-Held in Dresden

Dresden 22. November 2017

Packender Endspurt im letzten Listenrennen der Saison am finalen Grasbahnrenntag am Mittwoch (Buß- und Bettag) in Dresden: Im Großen Preis der Freiberger Bierspezialitäten – Großer Dresdner Herbstpreis (25.000 Euro, 2.200 m) gab es einen Zweikampf, der die Besucher bei angenehmer Witterung begeisterte.

Mit starker Energieleistung und unter einem wie entfesselt agierenden Jockey Rene Piechulek (dreifacher Sieger an diesem Renntag) verteidigte der schon Ende der Gegenseite in Front gezogene Amun (93:10) aus dem Weilerswist-Stall von Christian von der Recke einen knappen, aber sicheren Vorsprung auf den nie lockerlassenden Incantator, der eingangs der Zielgeraden nicht immer alles passend hatte (ein Protest wurde abgewiesen).

Amun, der sogar im Derby 2017 gestartet war und ein Sohn des Top-Deckhengstes Soldier Hollow ist, war in dieser Klasse trotz ansehnlicher Frankreich- und Belgien-Formen nicht einfach zu taxieren. Aber hier landete er nun seinen größten Karrieretreffer, den vierten Sieg beim zehnten Start, der mit 14.000 Euro honoriert war.

Incantator gefiel auch als Zweiter sehr, während die Favoritin Ostana von weit hinten deutlicher zurück noch auf Platz drei vorkam, gefolgt von der mächtig verbesserten Norajean. Der hochgehandelte Devastar hatte früh keine Chance mehr.

Mit einer großen Überraschung startete der Renntag, denn den von Christian von der Recke für den Stall Nizza trainierten Zweijährigen Aronius (184:10) hatte man nach der Auftakt-Platzierung in Mons/Belgien doch stark unterschätzt. Aber von zweiter Position aus stand der Erfolg des Pastorius-Sohnes mit Rene Piechulek in einer 1.900 Meter-Prüfung gegen den noch stärker werdenden Klüngel und Godeberge früh fest.

Jockey Rene Piechulek bewies auch in einem 1.900 Meter-Handicap, das nach zwei Fehlstarts mit der Flagge gestartet werden musste, viel Übersicht, denn ganz innen stürmte er mit Roland Dzubasz‘ Schützling Zindai (47:10) durch und kam gegen den tschechischen Gast Ombreletto und Eyes on Me sicher zum Zuge.

Mit der halben Bahn trumpfte Christian Sprengels Bishapur (19:10; B. Murzabayev) in einer 1.500 Meter-Prüfung auf und schaffte beim elften Versuch endlich den ersten Sieg gegen Nomia und Osumi.

Nach dem Sand-Sieg in Dortmund setzte sich Claudia Barsigs Big Panther (50:10, M. Pecheur) auch hier in einem 1.500 Meter-Ausgleich IV durch. Der Lokalmatador von Trainerin Claudia Barsig ging für den Stall Oberlausitz deutlich von Liverbird und Fresanta weg. Es war der 50. Saisontreffer für den Derby-Siegjockey.

Völlig standesgemäß war nach zwei Ehrenplätzen auch der Sieg des ebenfalls in Dresden von Stefan Richter trainierten Palace King (33:10, N. Sechi) in einem 2.200 Meter-Handicap, wobei der Favorit auf der Außenspur gegen Chalcot und Vermentino alles sicher im Griff hatte.

Stefan Richter komplettierte in einem Ausgleich III über 1.900 Meter ein Doppel, als der Dreijährige Baldus (erster Saisonsieg für Rene Koplik) zum Toto von 248:10 sensationell gegen Pensante, Waikiki und Salve Sardegna triumphierte. Die Dreier- und Viererwette wurde nicht getroffen. 

Nach drei zweiten Plätzen lief im abschließenden Ausgleich IV über 1.900 Meter alles nach Wunsch für den von Günter Lentz aus Bremen-Mahndorf entsandten So Soon (40:10-Favorit), der von Stephen Hellyn Start-Ziel vor Lady Lilian und Maresco alles gut eingeteilt bekam.

„Stimme des Ostens“ verabschiedet sich - Goldene Ehrennadel für Hartmut Faust

Seinen letzten Einsatz am Mikrofon als Rennkommentator hatte mit Hartmut Faust die „Stimme des Ostens“, der nach 27 Jahren in Dresden nach dem letzten Rennen feierlich verabschiedet wurde. Der Berliner wird dem Rennsport erfreulicherweise als Ausgleicher erhalten bleiben. Für seine Verdienste wurde Faust von Jan Antony Vogel (Geschäftsführendes Vorstandsmieglied des Direktoriums) mit der Goldenen Ehrennadel des Dachverbandes ausgezeichnet.  Die Saison 2018 in der Zwingerstadt beginnt am 5. Mai. Dann übernimmt Gunther Barth die Funktion als Rennkommentator.


 

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