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Nun drei Siege Vorsprung für den Titelverteidiger

Wichtiger Punkt für Minarik im Jockeyduell

Dortmund 12. Dezember 2017

Wer wird der Championjockey 2017? Diese Frage hat den drittletzten Renntag des Jahres am Dienstag auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel geprägt. Filip Minarik machte dabei einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung. Er gewann eines der insgesamt acht Rennen des Abends und baute seine Führung vor Alexander Pietsch auf nunmehr drei Punkte aus.

Minarik sicherte sich mit dem sechsjährigen Iniesta einen Ausgleich IV über 1.950 m und sorgte mit dem 29:10-Schützling von Uwe Schwinn für einen der wenigen Favoritenerfolge des Renntages. In dem Rennen wurde die Viererwette ausgespielt: Für die Reihenfolge Iniesta vor Pascani, Red Dynamite und Amiga gab es 24.486:10. Zuvor hatte es beispielsweise durch Ivor’s Fantasy (479:10) und Lovanto (304:10) einige faustdicke Überraschungen gegeben.

Das sportliche Highlight des Abends, ein Ausgleich III über 1.800 m, holte sich der von Petra Gehm trainierte Beetle Star (73:10) mit Miguel Lopez im Sattel.

Minarik und Pietsch mit großem Einsatz

Minarik zeigte in Wambel vollen Einsatz: Er stieg sieben Mal in den Sattel, lediglich im Amateurrennen musste er pausieren. Aber auch Pietsch war fleißig und hatte fünf Ritte, allerdings ohne Erfolg. Wer auch immer am Ende die Nase vorne hat: Am 26. Dezember werden die Champions im Rahmen des Weihnachts-Renntages in Wambel würdevoll geehrt. Am 23. Dezember ist noch einmal Neuss an der Reihe, bevor dann in Dortmund der Vorhang für das Rennjahr 2017 fällt.

Geehrt werden am 26. Dezember auch die besten Amateure: Lilli-Marie Engels, die erstmals bei den Frauen den Titel holen wird, und Vinzenz Schiergen, der seit 2014 Dauerchampion ist. Engels war am Dienstag aktiv, belegte aber nur den sechsten Rang mit Marolo (110:10) hinter dem Sieger Divisionist, trainiert von Christian von der Recke, geritten von Laura Giesgen.

Hintergrund: Das Duell Minarik gegen Pietsch

Vor dem Dortmunder Renntag am Dienstag hatte Minarik 66 Siege auf dem Konto, während Pietsch auf 64 Zähler kam. Der 1975 in Tschechien geborene Minarik reitet seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und zählt seit langem zur Spitze seiner Zunft. Championjockey wurde er erstmals 2005, dann erneut 2011 und 2016. Seine größten Erfolge feierte Minarik in diesem Jahr mit Guignol, mit dem er den Longines - Großer Preis von Baden und den Pastorius - Großer Preis von von Bayern (beides Gruppe 1-Rennen) gewann.

Der aus Dresden stammende Pietsch, Jahrgang 1972, hat sich langsam, aber sicher unter den besten Reitern des Landes etabliert. Gekrönt wurde der Aufstieg 2015, als er sich den Championatstitel mit Andrasch Starke teilte. In diesem Jahr gewann er in zwei Gruppe-Rennen, darunter im Großen Preis der Wirtschaft in Dortmund auf Wild Chief.



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