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Erneute Top-Leistung des Sauren-Galoppers im 200.000er

Diplomat in Katar starker Dritter

Doha/Katar 23. Februar 2018

Eckhard Saurens Diplomat vertrat Deutschland am Freitagabend einmal mehr ausgesprochen würdig in Katar: Nach dem vierten Rang im Vorjahr belegte der von Mario Hofer in Krefeld vorbereitete siebenjährige Teofilo-Sohn im mit 200.000 Dollar dotierten Irish Thoroughbred Marketing Cup (Gruppe II, 1.600 m) Platz drei.

Unter Jockey Alexander Pietsch sah der Deutsche in diesem Top-Highlight am zweiten Tag des H.H. The Emir’s Sword Festivals in der Hauptstadt Doha kurz wie der Sieger aus und musste sich am Ende nur dem Überraschungssieger Pleaseletmewin (mit Martin Harley, einem Neffen des früher in Deutschland tätigen Trainers Paul Harley) sowie Vitally Important (Faleh Bughanaim) geschlagen geben.

Nach einem Bilderbuch-Rennen an sechster Stelle packte Diplomat auf der Zielgeraden an der Innenseite ganz groß an und schien lange auch Pleaseletmewin gefährlich werden zu können, doch der Schützling von Katar-Trainer Jassim Mohammed Ghazali Jahromi in den Farben des Ballykillbride Stud zog von dritter Position im Schlussbogen weiter und hielt auch die mächtige Schlussattacke des Veteran Vitally Important hauchdünn ab.

Diplomat war als Dritter dichtauf, blieb knapp vor dem zu spät kommenden Engländer Gordon Lord Byron und lief abermals hier ein glänzendes Rennen. 22.000 Dollar Preisgeld war der Lohn für Besitzer Eckhard Sauren. Trainer Mario Hofer gegenüber German Racing: „Diplomat ist sehr gut gelaufen, der Rennverlauf war einwandfrei. Er musste vielleicht etwas früh, die Lücke nach vorne schließen, das hat am Ende vielleicht gefehlt. Aber die Leistung war stark. Er wird nun erst einmal nach Deutschland zurückkommen und dann vermutlich die Frühjahrs-Meile in Düsseldorf ansteuern.“
Jockey Alexander Pietsch: „Wir hatten ein Traumrennen. Die Lücke ging auf. Einen Moment habe ich gedacht, wir würden gewinnen.“

Pedroza-Treffer im Rahmenprogramm

Auch die deutschen Jockeys Eduardo Pedroza, Marc Lerner und Marvin Suerland stiegen an diesem Renntag mehrfach in den Sattel. Das beste Ergebnis war der Erfolg von Pedroza im Sattel der hochklassigen Stute Mambo Tango, die 2016 hier die Oaks gewonnen hatte und einst über die Arc-Sale nach Katar verkauft wurde.

Ihre Mutter Alexandrina ist eine Monsun-Tochter aus der Zucht des Gestüts Schlenderhan. In einem 30.000 Dollar-Rennen über die Meile war ihrem Speed kein Gegner gewachsen. „Sie ist sehr angenehm zu reiten. 1.600 bis 1.800 Meter sind ihre beste Distanz. Leicht ist sie nicht zu trainieren, aber ihr Trainer Ibrahim Saeed Ibrahim Al Malki, der auch mein Chef hier ist, hat sehr gute Arbeit mit ihr geleistet. Ich fliege am Sonntag kurz nach Deutschland und kehre dann bis 6. April noch einmal nach Katar zurück“, versicherte Eduardo Pedroza, der am Samstag den von Andreas Wöhler trainierten Noor Al Hawa in der mit einer Million Dollar dotierten H.H. The Emir’s Trophy steuert. „Ich werde mich im Rennen versuchen, hinter Blue Eyes zu legen. Die äußere Startnummer muss kein großer Nachteil sein. Denn auf den inneren Spuren ist zu Beginn meistens sehr viel Kampf angesagt.“

Marvin Suerland schaffte mit Kasser in einem 30.000 Euro-Rennen über 1.200 Meter einen dritten Platz. Einen europäischen Erfolg gab es im einleitenden Longines World Fegentri Championship-Rennen (30.000 Dollar, 1.600 m). Hier dominierte die Schweizerin Naomie Heller frühzeitig mit der von Champion Alban de Mieulle trainierten Semaisima.

Für German Racing aus Katar: Michael Hähn




 

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