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Noor Al Hawa mit weiterer Glanzleistung im Millionenrennen

Zum zweiten Mal glänzender Zweiter in Katar!

Doha/Katar 24. Februar 2018

Am Samstag wiederholte sich in der Katar-Hauptstadt Doha Galopp-Geschichte: Wie schon vor einem Jahr machte der von Andreas Wöhler für die Al Wasmiyah Farm trainierte Noor Al Hawa die deutschen Galoppfans stolz und wurde wie 2017 glänzender Zweiter in der H.H. The Emir’s Trophy (Gruppe I, 1 Million Dollar, 2.400 m).

Lange sah der fünfjährige Makfi-Sohn unter Eduardo Pedroza wie der Sieger in diesem Highlight des Emir’s Sword Festivals aus. Einen Tag nach dem glänzenden dritten Rang von Eckhard Saurens Diplomat musste sich Noor Al Hawa nur dem mächtigen Speed von The Blue Eye beugen, womit beide deutschen Vertreter in Katar sich ausgezeichnet verkauften.

Mit Jockey Harry Bentley, der in Katar stets mit tollem Erfolg agiert, überspurtete der von Trainer Jassim Mohammed Ghazali Jahromi für Khalifa Bin Sheail Kuwari aufgebotene Dubawi-Nachkomme The Blue Eye noch knapp den Deutschen und sicherte sich dieses Top-Event am wichtigsten Renntag des Jahres in Katar nach 2016 zum zweiten Mal.

Aber Noor Al Hawa war als neuerlicher Zweiter ebenfalls einmal mehr ein Star in dem reichen Wüsten-Staat. Eduardo Pedroza brachte es fertig, ihn trotz einer normalerweise sehr ungünstigen Startnummer 16 ganz an der Außenseite schnell auf Rang vier in einer perfekten Ausgangslage zu etablieren, hinter dem führenden Amerikaner Money Multiplier, Fort Moville und dem Derby-Katar- und Derby Italiano-Sieger Mac Mahon, den er sogar wenig später verdrängte und lange Dritter war.

Ausgangs des Schlussbogens attackierte Noor Al Hawa außen und ging Mitte der Geraden in Front, auch wenn sich Money Multiplier mit Star-Jockey Lanfranco Dettori wacker dagegenstemmte. Es sah wirklich so aus, als würde der Wöhler-Schützling hier gewinnen, doch dann wurde The Blue Eye noch so schnell, dass er noch knapp mit einer halben Länge vorbeizog.

Während sein Besitzer 570.000 Dollar als Siegpreis kassierte, bekam Noor Al Hawas Eigner ebenfalls noch stattliche 220.000 Dollar überwiesen. Natürlich war Trainer Andreas Wöhler gegenüber German Racing hochzufrieden, zumal 2.400 Meter normalerweise nicht die beste Distanz für Noor Al Hawa sind: „Alles war tiptop. Am Ende wurde es ihm etwas zäh, da er nicht der große Steher ist. Aber die Leistung war noch besser als im letzten Jahr, denn das Rennen war stärker besetzt. Wir werden erst in Ruhe abwarten, wie er nach Hause kommt und dann die weitere Route besprechen.“

The Blue Eyes Reiter Harry Bentley meinte: „„Wenn ein Pferd auf einer Bahn schon starke Formen gezeigt hat wie er, dann ist das besonders wichtig. Er war als Sieger von 2016 ja bestens bewährt und mag einfach diesen Kurs.“

Money Multiplier aus den USA hielt sich als Dritter (nur eine dreiviertel Länge hinter Noor Al Hawa) von der Spitze ausgezeichnet und tat viel für das Rennen vor Mac Mahon, der aus idealer Position nicht ganz weiterkam, und Elbereth aus Irland. Die hochgehandelten Best Fouad (C. Soumillon) aus Frankreich und Chemical Charge (O. Murphy) aus England wurden viel zu sehr aus der Reserve geritten und kamen nur noch auf die Plätze acht bzw. neun.

Marvin Suerlands Pferd Cameraman ließ etwaige Chancen am Start und wurde Vierzehnter. Nur auf dem letzten Platz im 16er-Feld kam der vom Gestüt Paschberg gezogene Quelindo durch das Ziel.

Das andere mit einer Million Dollar dotierte Top-Rennen, das H.H. The Emir’s Sword (Gruppe I für Arabische Vollblüter, 2.400 m) ging an Sheikh Mohammed Bin Khalifa Al Thanis Gazwan. Der Vorjahresvierte und Sieger des Qatar Arabian World Cups am Arc-Tag in Chantilly aus dem Stall von Julian Smart dominierte unter dem Italiener Cristian Demuro frühzeitig, nachdem er sich im Schlussbogen in Front gesetzt und schnell abgesetzt hatte. Nur der Stallgefährte Ebraz (T. Bachelot) kam am Ende noch etwas näher und wurde Zweiter vor Yazeed (O. Peslier).

Pedroza vor Lerner in 250.000 Dollar-Rennen

Zu einem vollen Erfolg zweier normalerweise in Deutschland tätiger Jockeys wurde das Rennen mit dem Titel H.H. The Emirs Shalfa (250.000 Dollar, 2.000 m). Nachdem zunächst Marc Lerner auf dem stets mit Vorsprung führenden Shabbab wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, brachte Eduardo Pedroza tatsächlich noch den Qatar Derby-Zweiten Pazeer für Trainer Ibrahim Saeed Ibrahim Al Malki mit einem Hals an dem Konkurrenten vorbei.

Es war eine frappierende Endgeschwindigkeit, die Pedroza dem vierjährigen Siyouni-Sohn, mit dem er schon zweimal erfolgreich war, aus dem Mittelfeld an der Außenseite entlockte. Dritter wurde Khataaf, während der früher im Besitz von Eckhard Sauren stehende und ehemals von Mario Hofer vorbereitete Real Value (O. Murphy) nie prominent war und nur als Dreizehnter ins Ziel kam.

Unmittelbar nach seinem zweiten Coup beim Emir’s Sword Festival berichtete Eduardo Pedroza: „Pazeer ist mein Baby, mein Freund. Er hat es mir sehr leicht gemacht. Eigentlich wäre ich lieber weiter vorne gegangen, aber das Rennen war eine Zeitlang sehr langsam, um eine bessere Position zu bekommen.“

Martin Harley, ein Neffe des früher in Deutschland tätigen Trainers Paul Harley, bleibt einer der Jockeys der Stunde. Nach seinem Erfolg am Freitag auf Pleaseletmewin im Irish Thorougbred Marketing Cup führte er einen Tag später den in England von David O‘ Meara trainierten Insitaab zu einem perfekt getimeten Erfolg im Dukhan Sprint (Gr. III, 250.000 Dollar, 1.200 m).

Genau auf der Ziellinie hatte Harley mit dem siebenjährigen Wallach noch mit einem kurzen Kopf den schon in Sicherheit geglaubten Lokalmatadoren Izzthatright abgefangen, hinter dem mit Hugo Palmers Gulliver ein weiterer Gast aus England Dritter wurde. Eduardo Pedroza hatte mit Victory Laurel nie eine Chance und wurde Zehnter. Die weiteren englischen Gäste Final Venture und Caspian Prince belegten die Plätze sieben und elf.

Auch in der Al Biddah Mile (Gr. II, 250.000 Dollar, 1.600 m) ging der Sieg nach England – durch den von Roger Teal aufgebotenen Dreijährigen Tip Two Win. Jockey David Probert zeigte hier ein grandioses Finish, als er spät noch den lange führenden Anima Rock und Muallah abfing. Eduardo Pedroza kam mit Darkanna als Achter nie in die Partie.

Für German Racing aus Katar: Michael Hähn

 

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