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Sound Check nach Disqualifikation von Nearly Caught der Sieger im Oleander-Rennen

Entscheidung im „Berlin-Marathon der Galopper“ fällt am Grünen Tisch

Berlin-Hoppegarten 20. Mai 2018

Die Entscheidung im bedeutendsten Langstrecken-Event des deutschen Galopprennsports fiel am Grünen Tisch der Rennleitung: Im Comer Group International 47. Oleander-Rennen (Gruppe II, 100.000 Euro, 3.200 m) am Pfingstsonntag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten triumphierte der von Peter Schiergen für das Gestüt Ittlingen trainierte 28:10-Favorit Sound Check (Andrasch Starke) nach Disqualifikation des englischen Siegers Nearly Caught.


In einem wahren Thriller hatte der Vorjahreszweite Nearly Caught (50:10) mit Jockey Robert Francis Winston nach einem wahren Thriller Sound Check knapp ferngehalten, doch der achtjährige Wallach, der unterwegs stets eine sehr günstige Position an vierter Stelle des von Oriental Khan angeführten Feldes besaß, blieb in der entscheidenden Phase nicht auf seiner Spur. In der Schlussphase geriet er immer weiter nach innen und kreuzte dabei Sound Check, der danach immer stärker wurde und ihn beinahe noch erreicht hätte. Nur eine halbe Länge lag im Ziel zwischen Nearly Caught und Sound Check.

Ohnehin hatte Sound Check auf der gesamten Zielgeraden ein sehr unglückliches Rennen gehabt. Während Nearly Caught sich dort bald schon auf einige Längen von der Konkurrenz absetzte und Moonshiner zunächst dabeiblieb, fand Sound Check den Weg versperrt, als er dann durch eine enge Lücke durchzustoßen schien, passierte die rennentscheidende Störung durch den englischen Gast.

Rennleitungssprecher Andreas Meißner: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Sound Check wurde durch den Spurwechsel von Nearly Caught der Schwung genommen. Das kostete Kraft und Längen. Da er im Ziel nur eine halbe Länge geschlagen war und wieder anzog, können wir nicht ausschließen, dass der Ausgang des Rennens beeinflusst wurde.“

Nach der Disqualifikation von Nearly Caught war der siebte Karrieretreffer von Sound Check, der hier schon das Altano-Rennen gewonnen hatte, perfekt. 60.000 Euro Siegprämie gingen an das Gestüt Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann (Witten). Jockey Andrasch Starke erklärte in einem ersten Statement: „Ich hätte lieber auf normalem Weg gewonnen, aber hier hat die Rennleitung richtig entschieden. 200 Meter vor dem Ziel kam Nearly Caught sehr nahe an mich heran. Ich musste die Spur wechseln, sonst wären wir in der Hecke gelandet. Wir haben viel Schwung verloren, mein Pferd zog nochmals toll an. Die Störung war ausschlaggebend.“

Sound Check nach New York?

Sound Check erhielt als Sieger eine kostenlose Startmöglichkeit im Belmont Gold Cup Invitational, einem über 3.200 Meter führenden Grade II-Rennen am 8. Juni auf der New Yorker Rennbahn Belmont Park. 400.000 Dollar gibt es dort zu gewinnen. Im vergangenen Jahr gewann der von Andreas Wöhler trainierte Red Cardinal in Hoppegarten und in den USA. Zusätzlich bekamen die drei Erstplatzierten des Rennens eine kostenlose Startmöglichkeit im Comer Group International Irish St. Leger (Gr. I) am 16. September auf der Rennbahn The Curragh in Irland. Hier gibt es 500.000 Euro zu verdienen – noch der Achtplatzierte kassiert ein Preisgeld. Gut möglich, dass Sound Check in die USA reisen wird. „Er ist auf jeden Fall gut genug dafür“, meinte Andrasch Starke.

Nearly Caught musste sich wie schon 2017 mit dem Ehrenplatz begnügen. Parviz lief als Dritter ebenfalls gut genug vor dem noch besser aufkommenden Berghain.

Yaa Salaam auf dem Weg nach oben

Auf dem Weg nach oben befindet sich der im Besitz von Jaber Abdullah (Dubai) stehende Yaa Salaam (55:10). Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Vierjährige erkämpfte sich mit Bauyrzhan Murzabayev den Sieg im Ausgleich I über 1.800 Meter mit viel Einsatz vor dem stets führenden Doinyo, der schon vorne hinzukommen schien, aber Fort Good Hope sowie Boscaccio abwehrte. Der stärker beachtete Itobo hatte innen kaum Platz zur Entfaltung und war als Fünfter unter Wert geschlagen.

Jockey Martin Seidl wusste im einleitenden 1.800 Meter-Ausgleich III ganz genau, wo das Ziel steht. Denn buchstäblich auf der Linie bescherte er dem von Stefan Richter aufgebotenen Bahnspezialisten Adao (49:10) einen neuerlichen Erfolg, nachdem schon alles nach Kiss The Wind ausgesehen hatte. Der Dreijährige Godeberge verkaufte sich als Dritter ebenfalls gut.

Nach dem sehr guten Ansatz war der Erfolg des Dreijährigen Gondano (44:10, B. Murzabayev) in einer 1.600 Meter-Konkurrenz keine Überraschung. Der von Lokalmatador Roland Dzubasz aufgebotene Auenqueller hatte gegen den Außenseiter Wasilios und den Favoriten Agent Excel leichtes Spiel.
Sensation durch Filimon

Eine Sensation gab es im Viererwett-Rennen (Ausgleich III, 1.600 m), denn mit Frank Fuhrmanns Filimon (M. Lerner) hatte kaum jemand gerechnet. Doch der 495:10-Außenseiter fing seinen schon in Sicherheit geglaubten Trainingsgefährten Boy Charlton genau am Ende hauchdünn ab. Invincible Really und So Brave komplettierten die Viererwette, die 311.330:10 Euro bezahlte. Ein Wetter bekam rund 15.000 Euro!

In einem packenden Zweikampf klang die Stutenprüfung für die Dreijährigen über 2.000 Meter aus. Hier bescherte Jozef Bojko der 30:10-Favoritin Sand Zabeel einen minimalen Vorsprung gegenüber der an der Spitze nie aufgebenden Taraja sowie der klarer zurück folgenden Iliada. Damit feierte das Team Andreas Wöhler/Jaber Abdullah schon den zweiten Tagestreffer. Für Sand Zabeel könnte es nun in den Oaks d‘ Italia in Mailand oder im Diana-Trial auf dieser Bahn weitergehen.

Drei Treffer für Abdullah/Wöhler und Murzabayev
Aber damit noch nicht genug. Denn Jaber Abdullah und Andreas Wöhler durften sogar noch einen dritten Sieg feiern: Der Frankel-Sohn King’s Advice (29:10) kam in einem 2.000 Meter-Ausgleich II mit Jozef Bojko knapp gegen Oscar und Alberto Hawaii zum Zuge.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.200 Meter streckte die von Roland Dzubasz aufgebotene Tresoli (62:10, B. Murzabayev) ganz zuletzt noch den Kopf gegen Memoria und Strato nach vorne, womit Dzubasz ein Doppel schaffte, während Murzabayev sogar zum dritten Mal auftrumpfte.

Nächstes Highlight am Pfingstmontag in Köln

Bereits am Pfingstmontag steht mit dem klassischen Mehl-Mülhens-Rennen (Gruppe II, 153.000 Euro, 1.600 m) in Köln der nächste Hochkaräter im deutschen Galopprennsport an. Hier geben sich unter anderem die Weltklasse-Jockeys Lanfranco Dettori und William Buick die Ehre.

 

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