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Souveräner Triumph des Engländers in Baden-Baden-Iffezheim

Favorit Stormy Antarctic „stürmt“ in der 40. Badener Meile davon

Baden-Baden 31. Mai 2018

Erwarteter Gäste-Triumph in der 40. Badener Meile (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.600 m) am Donnerstag vor 13.500 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim, dem ersten Grupperennen des Frühjahrs-Meetings: Der von Ed Walker in Lambourn/England für den Hong Kong-Chinesen Pak-Kwan Siu trainierte fünfjährige Wallach Stormy Antarctic (21:10-Favorit) wurde seiner hohen Einschätzung mit einem souveränen Anderthalb-Längen-Erfolg bestens gerecht.

Unter Jockey Pat Cosgrave trumpfte der mit erstklassigen Formen aus England angereiste Stormy Atlantic-Sohn Mitte der Zielgeraden aus dem Mittelfeld an die Spitze des lange von Be My Sheriff angeführten Feldes und löste sich von seinen zehn Konkurrenten. 40.000 Euro betrug der Siegpreis beim 20. Start und sechsten Triumph für Stormy Antarctic.

Trainer Ed Walker in einem ersten Kommentar: „Weichen Boden braucht er zwar nicht, aber er käme damit besser zurecht als viele seiner Gegner. Doch auch so hat er heute wieder alles gegeben. Er ist ein solides Gruppe III- oder Gruppe II-Pferd, das leicht zu trainieren ist. Ich habe 80 Pferde in meinem Stall. Wir werden in Zukunft dort starten, wo Regen angesagt ist.“

Jockey Pat Cosgrave ergänzte: „Er ist auf weichem Boden noch besser aufgehoben, aber seine große Klasse hat er heute auch auf diesem abgetrockneten Geläuf ausgespielt. Es handelt sich bei ihm um ein sehr zähes Pferd, das immer sein Bestes gibt. Er packte toll an.“

Noch bestens in Szene setzte sich als Zweiter und bester Deutscher Va Bank nach einer überlangen Abstinenz. „Das war ein sehr gutes Comeback nach einem Jahr Pause und etlichen Rückschlägen in dieser Zeit. Wir machen jetzt langsam mit Ihm weiter, vielleicht gehen wir mit ihm nach Dortmund oder Hamburg“, versicherte Trainer Andreas Wöhler.

Jockey Bauyrzhan Murzabayev stimmte in dieser Einschätzung mit dem Coach überein: „Nach einem Jahr Pause war das eine sehr starke Leistung. Leider war das Rennen etwas zu langsam für ihn, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden.“

Der Vorjahressieger Palace Prince hielt sich aus dem Vordertreffen als Dritter ebenso sehr gut, zumal nicht alles nach Wunsch lief. Sein Betreuer Jean-Pierre Carvalho: „Unterwegs war er bei dem langsamen Tempo zu fleißig. Und am Knick hatte er zunächst keinen Platz. Das war nicht so günstig, aber das Laufen kann sich sehen lassen. Wir haben mit ihm nun mehrere Optionen.“

Einmal mehr wurde der am Freitag im Auktionsring hier erscheinende Degas noch sehr schnell und eroberte Platz vier. Trainer Markus Klug: „Er hat noch sehr viel Boden gutgemacht, das war eine Top-Leistung. Ein Meilenrennen in Hamburg könnte sein nächstes Ziel sein.“

Keine Rolle spielte diesmal Wonnemond als Siebter. Ihm behagte die langsame Fahrt nicht, sonst wäre ich auch nicht so weit im Vordertreffen mitgegangen. Er war unter Wert geschlagen“, meinte Jockey Bayarsaikhan Ganbat.

Alicante überrascht im Listenrennen

Überraschung im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m): In diesem Stuten-Event trumpfte mit Gestüt Röttgens Alicante (152:10) die zweitgrößte Außenseiterin auf, die für Champion Markus Klug ihr erstes Black Type-Rennen für sich entschied. Es war eine Entscheidung, wie sie packender nicht sein konnte.

Mitte der Zielgeraden kamen noch fünf, sechs Ladies für den Sieg in Frage. Adrie de Vries bewies auf Alicante Nerven wie Drahtseile und schaffte tatsächlich noch die kaum vermutete Wende. Eine halbe Länge betrug am Ende der Vorteil der Lando-Tochter. „An einem guten Tag kann sie so etwas, dass wussten wir. Und Alicante trug hier anderthalb Kilo weniger als die gemeinten Pferde. Die Taktik hat sich so ergeben. Vielleicht steuert sie nun ein Gruppe III-Rennen in Hamburg an“, erklärte Trainer Markus Klug.

Die favorisierte Fabre-Stute Palombe ging auf der Geraden früh an der Pilotin Gambia Bird vorbei und packte immer wieder an. Bei ganz geringeren Abständen rettete sie Rang zwei gegen die Schweizerin Sweet Soul Music („sie war vielleicht etwas zu früh zur Stelle“, hieß es aus ihrem Umfeld), die heranfliegende Französin Dorcia und die Mitfavoritin Diana Storm, die ebenso wie Wild Comet im Endkampf lange keine freie Passage hatte.

Mehrere Favoritensiege

Nach dem starken Laufen in Frankreich war Montina (20:10) in der einleitenden Meilen-Prüfung fällig für einen Erfolg. Und mit Nicol Polli setzte sich die Favoritin auch frühzeitig von Sasuka und Shark Attack ab. Damit markierte der Münchener Trainer Werner Glanz schon seinen zweiten Meetingserfolg.

Auch in einem 1.600 Meter-Handicap gab sich der Favorit keine Blöße – trotz seiner schon neun Jahre überrollte der von Toni Potters aufgebotene Bahnspezialist Viscount Vert (23:10, A. de Vries) nach seinem Mülheimer Erfolg erneut die Konkurrenz, mit Kulgri und La Commune an der Spitze.

Schnelles Hofer-Doppel

Nach mehreren unglücklichen Niederlagen kam der Erfolg der von Mario Hofer engagierten Diamantfee (34:10) in einem 1.800 Meter-Ausgleich III völlig verdient. Als Stefanie Koyuncu die Favoritin in der entscheidenden Phase einsetzte, stieß sie locker an Beetle Star vorbei. Kerecsen und Ocean Eleven vervollständigten die Viererwette, die 47.178:10 Euro bezahlte.

Auch eine halbe Stunde später durfte der Krefelder Trainer Mario Hofer jubeln: Der im Besitz von Eckhard Sauren stehende Hyper Hyper (66:10) machte im 1.200 Meter-Ausgleich II gegen Mascalino und Film mächtige Reserven frei. Beim 14. Start war es sein überhaupt erster Auftritt in Deutschland.

Der Holländer Piet van Kempen, der gerade einmal zwei Pferde vorbereitet, ist gerade in Iffezheim immer wieder für einen Erfolg gut. Das bewies er in einem 1.600 Meter-Handicap, denn der Handicap-Novize Anarchy (35:10) hatte unter Martin Seidl gegen Maison Bleu und Zaro leichtes Spiel.

Nach dem Düsseldorfer Coup legte Regine Weißmeiers Linnova (107:10) mit Formjockey Fabian Xaver Weißmeier in einem Ausgleich III über 2.200 Meter gleich noch einen weiteren Treffer nach. Der Zielpfosten stand goldrichtig, um die Favoritin Barbara mit einem Kopf abzuwehren. Naledi bestätigte auf Rang drei die neue Marke vollauf.

Im abschließenden 2.000 Meter-Ausgleich IV stand der von Yasmin Almenräder in Mülheim vorbereitete Isandro (70:10, St. Hellyn) beim Handicap-Debüt nach einer überlangen Pause (seit August 2017) früh deutlich über der Konkurrenz. Seinem Vorstoß war Mitte der Geraden kein Gegner mehr gewachsen, auch wenn Germanwings noch nachsetzte und auch Marientaler dabeiblieb. Limari eroberte Rang vier. Bestens angenommen wurde das große Kinderprogramm an diesem Nachmittag. Das Maskottchenrennen war eine besondere Attraktion.


 

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