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Populärer Klassehengst gewinnt den Preis der Annette Hellwig Stiftung – Silberne Peitsche

Millowitsch-Gala in Baden-Baden

Baden-Baden 2. Juni 2018

Gala-Vorstellung des 44:10-Mitfavoriten Millowitsch am Samstag vor 10.500 Zuschauern im Preis der Annette Hellwig Stiftung – Silberne Peitsche (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m) auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim: Der von Champion Markus Klug in Köln-Heumar trainierte fünfjährige Sehrezad-Sohn im Besitz der Kölnerin Dr. Alexandra Margarete Renz spurtete in diesem bedeutenden Kurzstrecken-Event des Frühjahrs-Meetings mit Jockey-Altmeister Andreas Helfenbein (50) der Konkurrenz davon.

Dass die 32.000 Euro Siegprämie auf das Konto des nach dem unvergessenen Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch benannten und so populären Klassehengstes gehen würden, der nun 343.500 Euro eingaloppiert und beim 17. Start zum achten Mal gewonnen hat, war früh abzusehen. Denn Andreas Helfenbein hatte ihn früh an zweiter Stelle hinter dem Favoriten Daring Match etabliert.

Auf der Zielgeraden setzte sich Millowitsch schnell an die Spitze und geriet auch durch die immens starke Schlussoffensive des Außenseiters Schäng, der trotz Eisenverlusts (er hatte auch neu beschlagen werden müssen) regelrecht heranflog, nicht mehr in Gefahr. Leicht mit einer dreiviertel Länge hielt Millowitsch den Konkurrenten ab.

Trainer Markus Klug in einem ersten Statement: „Dieses Pferd ist der Wahnsinn. Er war in seiner ganzen Laufbahn noch nie schlechter als Vierter. 1.400 Meter sind eigentlich noch besser, aber heute war der Rennverlauf absolut perfekt. Er hat wieder großartig gekämpft. Wir steuern nun ein ähnliches Rennen in Hamburg an.“

Jockey Andreas Helfenbein ergänzte: „Millowitsch kann 1.700 Meter, 1.800 Meter und 1.200 Meter, noch besser sind 1.400 Meter, ein richtiges Super-Pferd. Er war heute total relaxed und hat seine Klasse ausgespielt.“

Schäng hielt sich als Zweiter wahrlich glänzend. Trainer Pavel Vovcenko: „Auf unpassendem Boden war das eine Klasse-Leistung von Schäng. Er hat leider ein Eisen verloren, was natürlich sehr unglücklich ist. Vielleicht hätte er sonst gewonnen.“ Und Jockey Michael Cadeddu signalisierte: „So ein Eisenverlust macht viel aus. Ich hätte das Rennen gewinnen können. Er hat enorm angepackt und viel Speed gezeigt.“

So etwas wie die moralische Siegerin war die Hachtseerin Scapina, die erheblichen Startverlust hatte und sich auf den allerletzten Metern vom letzten Platz noch Rang drei sicherte. „Sie ist leider sehr schlecht vom Start gekommen, hat wohl einen Nicker gemacht. Am Ende wurde sie noch sehr schnell“, meinte ihr Betreuer Henk Grewe.

Der Lokalmatador Mata Utu verbesserte sich noch auf Platz vier. „Leider kam das Ziel für ihn wieder einmal zu früh, denn er wurde immer stärker. 1.400 Meter wären besser für ihn“, so Trainer Mirek Rulec. Der lange prominente Favorit Daring Match schien unterwegs mehr zu erreichen und war als Fünfter ebenfalls nicht weit zurück. Die anderen Pferde spielten ernsthaft keine Rolle mehr.

Emotionaler Triumph für Andreas Suborics

„Emotional war das noch eine ganz andere Geschichte als sonst. Wenn man unmittelbar an einem Pferd beteiligt ist, dann ist erst die Anspannung enorm und nun die Freude riesengroß“, berschrieb der Kölner Trainer Andreas Suborics nach dem Kronimus Diana-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.800 m) seine Gemütslage. Vorausgegangen war ein imponierender Erfolg der dreijährigen Le Havre-Tochter Mascha (44:10), für die Suborics nicht nur verantwortlich als Betreuer ist, sondern die ihm und einigen Gefährten im Stall Subi & Friends auch gehört.

Aus dem Vordertreffen verabschiedete sich die Lady mit Alexander Pietsch Mitte der Geraden souverän von ihren Konkurrentin und imponierte sehr. Noch einmal Andreas Suborics. „Mascha hat eine lange Geschichte hinter sich. Manfred Hofer hatte sie ausgesucht. nun ist sie mit Glück bei mir gelandet. Sie geht nun in ein Grupperennen nach Hamburg und danach in eine Gruppe III-Prüfung nach Deauville. Eine Diana-Nennung hat sie als französische Inländerin nicht. Mascha ist ein absoluter Vollprofi. Es hat heute alles gepasst.“

Die Röttgenerin Dina kam als Zweite noch sehr gut ins Bild. „Sie musste drei Kilo mehr tragen als die Siegerin und bei dem langsamen Tempo von weit hinten kommen. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Trainer Markus Klug. Auch die Ittlingerin Area wurde als Dritte noch stärker vor Emerita, die außen nicht durchzog sowie Enissa, die laut Markus Klug „kein glückliches Rennen erwischte“.

Nach dem sehr gelungenen Debüt in Magdeburg reichte es in einer 1.500 Meter-Prüfung nun schon zum ersten Sieg von Stefan Richters Armance (40:10). Unter Marco Casamento entwickelte die Mitfavoritin gegen Ivo und Molly Sunshine den größten Speed.

Erster Saisonsieg für Manfred Weber

Lange musste der Iffezheimer Trainer Manfred Weber auf den ersten Saisonsieg warten, doch nach einem couragierten Finish der Französin Sophie Chuette sicherte sich der 123:10-Außenseiter den ersten Wertungslauf zum Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung (Ausgleich IV, 1.500 m). In einem spannenden Endkampf zwang der im Handicap deutlich heruntergerutschte Wallach noch Tribesman und die mit Vorsprung führende Brown Beauty in die Knie.

Die Iffezheimer Bahn liegt dem von Toni Potters in Großenkneten vorbereiteten Anpak, der als 47:10-Mitfavorit in einem 1.600 Meter-Ausgleich III sehr sicher gegen Infamous Lawman und Tigers Palarina zum Zuge kam. Es war schon der vierte Treffer für Jockey Adrie de Vries beim Frühjahrs-Meeting.

Zwei Münchener Reiterinnen machten den 8. Lauf zur Sport-Welt Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 2.400 m) unter sich aus: Andrea Schneider wehrte nach einem couragierten Ritt auf Bettina Mühlbauers Laurin (113:10) die Kollegin Claudia Fleißner mit Juan sicher ab. Koonari und Twinnie komplettierten die Viererwette, die 73.125:10 Euro bezahlte.

Ein besonderes Kompliment hat sich der Bremer Trainer Werner Haustein verdient: Er schaffte es, den Bahnspezialisten Dorado (132:10) trotz einer Pause seit Oktober im Ausgleich II über 1.800 Meter als Sieger vorzustellen. Mit Andreas Helfenbein, dem damit nach dem Triumph mit Millowitsch in der Silbernen Peitsche ein schnelles Doppel gelang, raufte sich der Außenseiter noch mit einem Hals an dem an der Spitze nie nachlassenden Seriensieger Los Campanos vorbei. All Win eroberte Platz drei.

Nach vielen Platzierungen für Bauyrzhan Murzabayev zeichnete sich der Jockey nun im Badener Gemeinde Derby (das an die Gemeinde Ötigheim ging), einem 1.200 Meter-Ausgleich III aus – mit Christian Sprengels Bishapur (67:10), der zuletzt in Mülheim nur an einer äußeren Startnummer gescheitert war. Vom letzten Platz flog der zweite siegreiche Tai Chi-Nachkomme an diesem Renntag noch an Tauranga, Porcupine Creek und Sir Theodore vorbei. Die Viererwette kletterte auf 400.000:10 Euro. Ein Wetter kassierte 20.000 Euro.

Im 4. Wertungslauf zum Wettstar Junior-Cup Südwest 2018 landete die 21-jährige Carmen Setzock mit dem 200:10-Außenseiter Lonato mit tollem Endspurt vor Porte du Paradis und Lemon Thyme eine große Überraschung.

Krönendes Finale und zweiter Lauf der Champions League
Nun herrscht bereits Vorfreude auf den Sonntag, wenn mit dem Großen Preis der badischen Wirtschaft (Gruppe II, 70.000 Euro) der krönende Abschluss des Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden und zweite Wertungslauf der German Racing Champions League ausgetragen wird. Hier treffen Champions League-Vorjahressieger und Titelverteidiger des Rennens, Guignol, und die weiteren Cracks Iquitos, Oriental Eagle und Colomano aufeinander.

Khan Nichtstarter

Bereits Nichtstarter ist Khan, wie Racing Manager Holger Faust in einer Presseinfo erklärte: "Es hat nicht genügend geregnet, und das Geläuf ist nicht weich genug. Wir wollen für Khan, dass bei seinem nächsten Start die Bahn mindestens durchlässig ist."

Diaphora ohne Chance in Epsom

Keine ernsthafte Chance besaß die von Markus Klug trainierte Röttgenerin Diaphora mit William Buick am Samstag in den Princess Elizabeth Stakes (Gruppe III, 90.000 Pfund, 1.713 m) in Epsom. Erst spät kam sie besser auf Touren und wurde am Ende Sechste im achtköpfigen Feld. Hier triumphierte die von Lanfranco Dettori gerittene Wilamina, die sich früh von Anna Nerium und Shenanigans absetzte.

 

Champions League

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