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Kampferfolg des Favoriten zum Auftakt des Fashion-Weekends in Hoppegarten

Kronprinz ist der „König“ von Berlin

Berlin-Hoppegarten 9. Juni 2018

Auftakt zum Fashion-Weekend mit großem Showprogramm am Samstag auf der Hauptstadt-Rennbahn in Berlin-Hoppegarten. Bevor am Sonntag mit dem Soldier Hollow-Diana-Trial das bedeutende Vorbereitungsrennen für den Henkel-Preis der Diana über die Bühne geht, stand das BBAG Auktionsrennen Berlin-Hoppegarten (52.000 Euro, 1.600 m) im Blickpunkt. Und der heiße 21:10-Favorit Kronprinz wurde unter Andrasch Starke den hohen Vorschusslorbeeren gerecht.

Der von Peter Schiergen in Köln für Abdulmagid Alyousfi vorbereitete dreijährige Lord of England-Sohn, im April bereits Gruppesieger im Dr. Busch-Memorial in Krefeld und als Jährling für den „Schnäppchenpreis“ von 16.000 Euro aus der Zucht des Gestüts Etzean erworben, hatte aus Startbox zwei sofort eine günstige Lage an dritter Position hinter dem führenden Gondano und der Außenseiterin Dioresse.

Auf der Zielgeraden griff Starke ganz an der Innenseite mit dem Höchstgewicht Kronprinz an, doch der Auenqueller Gondano gab sich nie geschlagen. Mit großem Kampfgeist eroberte schließlich der Favorit doch noch einen hauchdünnen Vorteil von einem Kopf gegen den starken Lokalmatador. 25.000 Euro betrug die Siegbörse, damit hat der bei nun sechs Starts dreimal erfolgreiche Kronprinz bereits 88.000 Euro auf das Konto seines Besitzers galoppiert. Sicherlich dürfte man ihn bald wieder in Grupperennen sehen.

Jockey Andrasch Starke in einem ersten Statement: „Wir hatten einen Super-Startplatz, mussten aber Höchstgewicht und zum Beispiel fünf Kilo mehr als Gondano tragen, was bei Dreijährigen eine unheimlich schwierige Sache ist. Mein Pferd hat die Gerade hinunter riesig gekämpft. Es war eine tolle Leistung.“

Gondano lieferte als knapp bezwungener Zweiter ebenfalls eine erstklassige Partie, während die Münchener Stute Dioresse als Dritte die Überraschung im Vorderfeld war vor Prince Parsim und Madita.

Renaissance der Stall Hanse-Farben
Die Farben des Stalles Hanse sind den Turffans vor allem aus der Zeit des großen Mondrian bekannt. Nun erlebten sie eine Renaissance durch den von Jean-Pierre Carvalho vorbereiteten Luciani. Der als 29:10-Favorit angetretene Wallach trumpfte im Ausgleich II über 2.200 Meter mit Andrasch Starke Start-Ziel ganz groß auf und konterte den Seriensieger Adao sowie Indian Eagle bequem aus. Da dürfte noch so manches möglich sein.

Im einleitenden 2.200 Meter-Rennen am Gentlemen’s Day gelang der von Daniel Paulick trainierten Stute Osumi (36:10) mit dem Brasilianer Carlos Henrique der erste Karrieretreffer. In einem 2.200 Meter-Rennen hielt die Mitfavoritin und Schwester der guten Ostana Lake Magadi und Tabanike sicher auf Distanz.

Überraschung durch Polin Zarra

Eine Sensation gab es in einer 1.800 Meter-Prüfung. Normalerweise hatte man sich auf einen Zweikampf zwischen Arlington Girl und Gaea eingestellt, die beide nach Klasse deutlich herausstanden. Doch es kam ganz anders, denn die Polin Zarra (133:10, B. Murzabayev) ließ mit großem Speed Vancoeur, eine weitere Außenseiterin, stehen. Für Arlington Girl blieb vor der lange mit Vorsprung führenden Gaea nur Rang drei.

Im April startete The Tiger sogar hier in einem Listenrennen, natürlich war das eine Nummer zu groß gewesen für den von Anna Schleusner-Fruhriep für ihren Vater Volker Franz Schleusner vorbereiteten Halbblüter. Doch auf passend weiten 2.800 Metern ließ sich der Wallach als 67:10-Chance ein Handicap nicht entgegen. Start-Ziel wehrte Jozef Bojko mit ihm alle Angriffe von Dolasilla und Koschawa ab.

Fuhrmann-Dreierwette auf der Geraden Bahn

Mit einem Traumergebnis für den Magdeburger Trainer Frank Fuhrmann endete der Ausgleich III über 1.400 Meter der Geraden Bahn: Er stellte die drei Erstplatzierten! Novacovic (70:10, M. Pecheur) bekam den auf zweite Plätze abonnierten Boy Charlton sowie Brown Beauty noch leicht in den Griff.

Die glänzende Fuhrmann-Stallform untermauerte in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.600 m) auch die bei 16. Start zum ersten Mal erfolgreiche Maison Bleu (46:10). Mit Marc Lerner beschleunigte die Stute aus dem Vordertreffen früh und verwies So Soon, Oxbridge Blue und Hexi Galaxy locker auf die nächsten Plätze. Die Viererwette bezahlte 11.766:10 Euro.

Dem großen Vertrauen als 21:10-Favoritin wurde die Molly Moon (21:10, B. Murzabayev) in einem über 1.800 Meter führenden Ausgleich III vor der lange führenden Dafina sowie Rue Paradis sicher gerecht und sorgte für einen Heimsieg von Hoppegarten-Coach Roland Dzubasz.

Klug-Hoffnung Fosun ohne Chance in Haydock

Ohne Möglichkeiten blieb die von Markus Klug für Horst Pudwill trainierte Stute Fosun als 40:10-Chance am Samstag in Haydock/England. In den Pinnacle Stakes (Gr. III, 63.000 Pfund, 2.373 m) spielte die von Silvestre de Sousa gerittene frische Listensiegerin früh keine Rolle mehr und endete von vierter, fünfter Stelle aus im geschlagenen Feld. Der Sieg gin an die favorisierte Cumani-Stute God Given (J. Spencer) vor Crimson Rosette und What A Home.




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