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Strato am Jubiläumsrenntag endlich wieder vorne

Pecheur-Power in Magdeburg

Magdeburg 23. Juni 2018

Unter dem Motto 180 Jahre Galopprennen in Magdeburg stand der Renntag am Samstag am Herrenkrug. Bei etwas wechselhafter Witterung ragte der Ausgleich III über 2.050 Meter heraus. Und einmal mehr war es der letztjährige Derby-Siegjockey Maxim Pecheur, der hier in seinem Element war.

Mit dem von Formtrainer Stefan Richter in Dresden vorbereiteten Strato (47:10) entschied er die Partie auf den letzten 150 Metern. So sehr sich der Bahnspezialist und Favorit Torqueville an der Spitze auch wehrte, Strato verfügte am Ende über viel mehr Schwung und kam noch sicher zum ersten Treffer seit Dezember 2016. Dictator sicherte sich Rang drei.

Ganbat beendet Durststrecke

Gleich zu Beginn durften die Favoritenwetter jubeln, denn ähnlich wie in München sicherte sich der Kölner Trainer Henk Grewe auch die einleitende Prüfung. Die im Besitz des Rennstalles Gestüt Hachtsee stehende Vieille Dame (18:10), eine beim Einstand in Wissembourg gleich zweitplatzierte Dabirsim-Tochter, bekam in einem 1.300 Meter-Rennen für Dreijährige nach einem Spurwechsel unter Bayarsaikhan Ganbat gerade noch die lange führende Havana Heart zu fassen. Laytown wurde Dritte. Für den Siegjockey endete eine Durststrecke seit seinem letzten Erfolg am 21. Mai.

Hochspannend wurde es in einem 1.800 Meter-Rennen. Eigentlich hatte die Favoritin Vancoeur schon alles klar für sich, doch auf den allerletzten Metern kam Reine des Miracles immer näher, aber nicht mehr vorbei. Der Zielpfosten stand goldrichtig für die von Eva Fabianova für den Rennstall Germanius engagierte Lord of England-Tochter, die Maxim Pecheur bei seinem ersten Tageserfolg steuerte.

Ganz in ihrem Element ist auf der Magdeburger Rennbahn die fünfjährige Stute Humita (23:10). Nach dem Treffer im April wandelte die Lady aus dem Hallenser Quartier von Angelika Glodde auch in einem 1.800 Meter-Ausgleich IV auf der Erfolgsspur. Unter der 21-jährigen Maike Riehl überspurtete die Favoritin noch klar Flying Gina und La Provence.

Mannheimer Gast sträflich unterschätzt

In einem Lauf zur Mitteldeutschen Galoppserie 2018 – in Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Dresdener Trainer Lutz Pyritz (Ausgleich IV, 1.550 m) hatten die Wetter ein Pferd völlig unterschätzt – trotz des jüngsten Sieges stand der von Marco Klein in Mannheim trainierte Exclusive Potion 120:10 am Toto. Das hinderte den Wallach jedoch nach einem Ritt mit jeder Menge Vertrauen von Tommaso Scardino nicht an Saisontreffer Nummer drei. Von ganz weit hinten schnappte der Außenseiter noch den Bahnspezialisten Liverbird sowie Fujiyama Danon.

Imponierend war der Erfolg der 23:10-Favoritin Midnight Lady aus dem Gestüt Etzean für den Düsseldorfer Coach Ralf Rohne in einem Handicap über 2.050 Meter. Mit Jozef Bojko riss die Schimmelstute früh vor Bearheart und Songan aus.

Im abschließenden Lauf zur Sport-Welt-Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 2.050 m) erfüllte Angelika Gloddes High Prince mit Marc Timpelan als 28:10-Favorit alle Erwartungen und bescherte der Hallenser Trainerin den zweiten Tageserfolg gegen Hokulaya und Lepanosie.


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