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Miss Mae gewinnt das erste Münchener Zweijährigen-Rennen

Starke Stallform von Grewe, Steinberg und Richter hält weiter an

München 23. Juni 2018

Premiere in doppelter Hinsicht am Samstag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Zum ersten Mal fand hier ein Türkischer Renntag mit großem Beiprogramm statt. Und zum ersten Mal in der Saison 2018 gab es eine Zweijährigen-Prüfung. Hier setzte sich die große Stallform des Kölner Trainers Henk Grewe fort, der mit Miss Mae diese 1.200 Meter-Konkurrenz gewann.

Unter Marc Lerner legte die im Besitz von Christoph Holschbach und Tobias Theis stehende Mamool-Tochter als 34:10-Chance von zweiter Position aus stets ausreichend zu, um die Riesenaußenseiterin Genevier sowie Latino sicher abzuwehren. Ein Schönheitsfehler war es sicherlich, dass Miss die Siegerin im Finish nach innen tendierte und auf den letzten Metern Kara Ben Nemsi störte. Der favorisierte Say Good Buy kam aus hinteren Regionen nur unwesentlich ins Geschehen und wurde Fünfter.

Gerade einmal 4.500 Euro hatte Miss Mae bei der BBAG-Auktion gekostet und scheint ein echtes Schnäppchen zu sein. Diverse Auktionsrennen und der Ittlingen – Preis der Winterkönigin könnten auf ihrer Agenda stehen.

Apropos Stallform – auch die Münchener Trainerin Sarah Steinberg feiert 2018 einen Sieg nach dem anderen: In einem 2.200 Meter-Ausgleich III machte der vierjährige Wallach Dawn Ruler (75:10) für den schon zwölften Saisontreffer perfekt. Jockey Rene Piechulek bewies viel Übersicht, er dosierte an der Spitze das Tempo und hatte immer genug in der Hand, um die heranbrausende Antonia Bella noch knapp auszukontern. Arktis schien lange mehr als Platz drei zu erreichen.

Auch dem Dresdener Coach Stefan Richter gelingt derzeit fast alles. In einem über 1.600 Meter führenden Ausgleich III wiederholte Wangi Wangi (53:10) ihren kürzlichen Erfolg auf diesem Kurs. Key to Magic und Action Please kamen nicht an die vom Start bis ins Ziel führende Gaststute mit Marco Casamento heran.

Fechners erster Deutschland-Treffer nach dem Comeback

Nach dem zweiten Platz auf seiner Iffezheimer Heimatbahn war der erste Treffer für die vierjährige Stute Joplin (23:10) in einer 1.600 Meter-Konkurrenz die logische Konsequenz. Mit Andrasch Starke enteilte die Soldier Hollow-Tochter des Stalles Captain’s Friends leicht Lady Vivian und Sasuka. Es war nach zwei Frankreich-Erfolgen der erste Deutschland-Sieg für Trainer Dieter Fechner seit seinem Comeback.

Michael Figge darf wieder jubeln

Von einem Start zum anderen verbessert ist der dreijährige Soldier Hollow-Sohn Darshano (49:10): In einem Meilen-Rennen für den Derby-Jahrgang ließ sich der Schützling von Trainer Michael Figge, der seit dem 21. Mai mehrfach knapp an einem Volltreffer vorbeigeschrammt war, mit Martin Seidl im Sattel aus dem Vordertreffen auch von der nicht ganz durchziehenden Favoritin La Magique nicht beeindrucken. Golden Star erkämpfte sich Platz drei. Darshano, ein 20.000 Euro-Kauf des Stalles Primos der BBAG-Auktion aus der Zucht des Gestüts Park Wiedingen, könnte später im Jahr in Auktionsrennen zum Einsatz kommen.

Erster Sieg für Helen Böhler

Michael Figge komplettierte im 2. Lauf zum Bayerischen Amateur-Championat 2018 (Ausgleich IV, 1.600 m) noch ein Doppel, denn die erst 20-jährige Helen Böhler schaffte mit Winnifried (100:10) ihren ersten Karrieresieg mit toller Energieleistung gegen Damon Gibs und Lady Quatz.

Starkes Maßarbeit auf Salve Stella

Andrasch Starkes zweiter Tagestreffer in einem 2.200 Meter-Rennen für Dreijährige war eine ganz knappe Sache, doch auf der von Jean-Pierre Carvalho entsandten Höny-Hoferin Salve Stella (28:10), die noch Nennungen für die Mehl Mülhens-Trophy und den Henkel – Preis der Diana besitzt, rettete er einen minimalen Vorteil gegen den immer stärker werdenden Ittlinger Axxios. Sie haben da was folgte als Dritter schon mit Abstand. Die Derby-Pläne mit dem Ammerländer Montepulciano dürften sich zerschlagen haben, denn nach längerer Führung wurde der auf den letzten Platz durchgereicht.



Am 17. Juli feiert Kevin Woodburn seinen 61. Geburtstag. Aber der einstige Klassejockey, der als Amateurreiter weiter in den Sattel steigt, hat nichts verlernt, wie er beim Kampferfolg mit Andrea Schwarzenbecks Koreen (90:10) in einem 2.200 Meter-Handicap vor Winoso und Always Music bewies.

Noor Al Hawa gewinnt den Grand Prix de Compiegne

Den Grand Prix de Compiegne (Listenrennen, 60.000 Euro, 2.000 m) am Samstag auf der gleichnamigen Bahn gewann der Ex-Deutsche Noor Al Hawa. Der nach seinem ausgezeichneten Ehrenplatz in Katar von Andreas Wöhler nach Frankreich gewechselte Hengst gewann als 35:10-Mitfavorit mit Maxime Guyon für den neuen Betreuer Elias Mikhalides mit viel Speed gegen Godolphins Glen Shiel und den favorisierten Almorox zur Quote von 35:10. Grants Pass (E. Hardouin/M. Rulec) wurde Sechster, der Ittlinger Enjoy Vojay (F. Minarik/P. Schiergen) Achter.



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