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Hamburg: Dreijähriger triumphiert für Eckhard Sauren und Fußball-Profi Timo Horn

Horn-Treffer in Horn: Julios Super-Fight

Hamburg 30. Juni 2018

Glanzleistung des Dreijährigen Julio (59:10) am Samstag vor 3.800 Zuschauern auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn: Im Preis der Mitglieder des Hamburger Renn-Club e.V. (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m), dem bedeutendsten Sprintrennen der Derby-Woche, triumphierte der im Besitz von Eckhard Sauren und Fußball-Profi Timo Horn (weilte im Trainingslager des 1.FC Köln) stehende Hengst als 59:10-Mitfavorit nach einer packenden Kampfpartie.

Der einzige Vertreter des Derby-Jahrgangs aus dem Krefelder Stall von Mario Hofer schaffte nach einem glänzenden Fight von Jockey Alexander Pietsch mit einem grandiosen Endspurt in einem packenden Finish noch die Wende zu seinen Gunsten. Allein der Richterspruch – Kampf Kopf-Hals-Kopf zeigt schon, wie spannend die Partie war. Julio, der schon 2017 ein erstklassiger Zweijähriger war, katapultierte mit den hier verdienten 32.000 Euro seine Gewinnsumme auf 187.200 Euro und landete beim achten Start den dritten Sieg.

Trainer Mario Hofer in einem ersten Statement: „Normalerweise sind 1.400 Meter ideal für Julio, aber er kommt auch mit 1.200 Metern sehr gut zurecht. Vor dem Rennen zuletzt in Dresden war er nicht gut gereist. Natürlich ist nun die Goldene Peitsche in Baden-Baden ein Fernziel, aber zuvor soll er noch einen Start absolvieren.“

Die Stute Celebrity hielt als Zweite an der Spitze lange stand, rappelte sich immer wieder auf und machte den Erfolg des Gestüts Brümmerhof rund, denn auch Julio stammt aus der Zuchtstätte von Julia und Gregor Baum (58.000 Euro hatte Eckhard Sauren bei der BBAG-Jährlingsauktion für den Exceed And Excel-Sohn bezahlt). Aber zurück zu Celebrity, ihr Betreuer Dominik Moser meinte: „Sie hatte besser gearbeitet als Artistica. Daher hatte ich ihr schon etwas zugetraut. Wir werden noch entscheiden, wo wir vor der Goldenen Peitsche antreten.“

Auch Mc Queen, der stets bei der Spitze war, mischte bis zum Schluss groß mit und war als Dritter ebenso dichtauf wie Schäng, der als Vierter viel Pech hatte. Denn Mitte der Zielgeraden war stets der Weg versperrt, dadurch fasste er einen Tick zu spät Tritt. „Das war ein sehr unglücklicher Rennverlauf“, bedauerte Trainer Pavel Vovcenko. Die Favoritin Scapina kam von hinten nur noch auf Platz sechs, auch der gut gewettete Daring Match war als Neunter diesmal nie prominent.

Millowitsch muss verzichten

Leider konnte der zunächst als Favorit geltende Millowitsch nicht am Rennen teilnehmen, da er sich beim Einrücken in die Startbox leichte Schrammen zugezogen hatte. Daher wurde er kurzfristig zurückgezogen.

Nach seinen bisherigen Leistungen, u.a. als Vierter im Dr. Busch-Memorial, stand Ninario (11:10) in einem 1.600 Meter-Rennen für Dreijährige natürlich deutlich über der Konkurrenz und bescherte der Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder den dritten Saisonsieg. Start-Ziel dominierte der heiße Favorit unter Adrie de Vries gegen Maya und Coppelia frühzeitig und dürfte bald wieder bessere Aufgaben ansteuern.

Die viele Geduld, die man in Prince of Stars investierte, scheint sich auszuzahlen, denn der Wallach markierte in einem 1.600 Meter-Ausgleich III nach dem Dresdener Erfolg nun gleich seinen zweiten Treffer hintereinander. Champion Filip Minarik beorderte die 72:10-Chance schon früh in Front und geriet gegen Trespassed und Incorruptible nie in Gefahr. Besitzer und Trainer des Siegers ist Frank Lippitsch aus Wittechenau bei Dresden.

Apropos Geduld - bis zum 25. Start hatte es gedauert, ehe die von Frank Fuhrmann bei Magdeburg trainierte Lil’s Affair (70:10) ihr erstes Rennen gewann. An der Spitze besaß Jozef Bojko mit ihr früh einen ausreichenden Vorteil gegen Prefect und Jean Paget.

Amateur-Champion gewinnt WM-Lauf

Amjateur-Champion Vinzenz Schiergen bewies seine Klasse im Fegentri World Cup of Nations (Ausgleich IV, 1.800 m), in dem er den von Angelika Glodde aus Halle entsandten Oxbridge Blue (72:10) zu einem knappen Erfolg über Anna Sophie und Clubber Lang führte.

Mit einer großen Überraschung endete ein Ausgleich IV über 2.400 Meter, denn mit Starlite Express (251:10) war kaum zu rechnen. Doch der Bremer Trainer Torsten Reineke stellte den Wallach nun wieder in Top-Form vor. Mit Martin Seidl überlief der Riesenaußenseiter noch den lange führenden Ricardo, sowie Isandro und Cadmium. Die Viererwette bezahlte 29.499:10 Euro.

Gewaltig war das Vertrauen auf die im Besitz von Jaber Abdullah (Dubai) stehende und von Andreas Wöhler trainierte Quila Saeda (E. Pedroza), die als 17:10-Favoritin in einer 2.000 Meter-Prüfung den vorne lange dagegenhaltenden San Calimero sowie Amazing Soldier noch locker in den Griff bekam.

Hamburg und Edelstein, das passt mehr als zusammen. Beim vierten Start in der Hansestadt markierte der von Olga Laznovska aufgebotene Edelstein (45:10) seinen ebensovielten Erfolg in einem 1.600 Meter-Ausgleich III. Nach einem starken Ritt von Alexander Pietsch machte der Mitfavorit Start-Ziel gegen Anarchy und Rashiba immer neue Reserven frei. „Wir hatten das erwartet. Er hat rechtzeitig vorne einen Satz gemacht“, kommentierte Dirk Baltromei, der Lebensgefährte von Olga Laznovska.

Traumergebnis für Stefan Richter

Mit einem Traumergebnis für den Dresdener Trainer Stefan Richter klang der Renntag in einem Ausgleich II über 2.000 Meter aus, als der überfällige Baldus (51:10) unter Martin Seidl hauchdünn gegen Adao zum Zuge kam. Die über weite Strecken führende Rose Duchesse wurde Dritte vor Atlanta. Die Viererwette zahlte 6.739:10 Euro.



 

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