Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Starke-Triumph in der Meilen Trophy zu hoher Quote

Saurens Diplomat der Überraschungssieger in Köln

Köln 15. Juli 2018

Große Überraschung in der Meilen Trophy (Gruppe II, 55.000 Euro, 1.600 m) am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln: Der im Besitz von Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren stehende und von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim vorbereitete Diplomat gewann als 118:10-Außenseiter unter Top-Jockey Andrasch Starke dieses Top-Ereignis.

Der im Februar noch im Wüsten-Emirat Katar stark gelaufene siebenjährige Teofilo-Sohn, zuletzt Fünfter im Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft, überrollte als längster Außenseiter im sechsköpfigen Feld von vierter Position die Konkurrenz und war am Ende noch sehr sicher voraus. 32.000 Euro Siegbörse gab es für den achten Karrieretreffer beim 47. Start für Diplomat, der seine Gewinnsumme auf 287.299 Euro steigerte.

Bis weit in die Zielgerade hatte Palace Prince für eine sehr flotte Fahrt gesorgt, gefolgt von dem Favoriten Millowitsch und der Stute Malakeh. Dahinter klaffte schon eine Lücke zu Diplomat vor Degas, der erst am Donnerstag bei einer Auktion in Newmarket in den Besitz von Eckhard Sauren gewechselt war, und Wonnemond.

Auf der Zielgeraden kämpfte Palace Prince zunächst mit Malakeh, die jedoch innen wenig Platz vorfand, und Millowitsch, der bald auf dem Rückzug war und nur auf dem letzten Platz landete. Doch als Diplomat eingesetzt wurde, hatte er bald die Spitze erobert und schnell die Weichen auf Sieg gestellt. Es war ein beeindruckender Triumph des erst seit wenigen Wochen von Mario Hofer zu Jean-Pierre Carvalho gewechselten Hengstes.

Carvalhos erster Kommentar: „Das Pferd kennt seinen Job. Diplomat ist von der Tagesform abhängig. Heute hat er sich wohl gefühlt und seine alte Klasse gezeigt.“

Schnellstes Pferd war am Ende Wonnemond, der vom letzten Platz regelrecht angeflogen kam, aber Diplomat nicht mehr erreichen konnte, der locker mit anderthalb Längen siegte. Hinter dem starken Wonnemond war schon etwas Abstand zu Malakeh auf Platz drei, die bei einer glatten Passage noch wesentlich gefährlicher geworden wäre. Palace Prince musste schließlich passen, während Degas seinen Speed vermissen ließ und als Fünfter nur Millowitsch hinter sich lassen konnte.

Doppelpack gewinnt am Tag des WM-Finales

Besser hätte es nicht passen können: Am Tag des Fußball-WM-Finales zwischen Frankreich und Kroatien, das im Rahmen des größten Public Viewings auf der Rennbahn im Weidenpescher Park im Anschluss an den Renntag gezeigt wird, triumphierte in einem Ausgleich III über 1.850 Meter ein Pferd namens Doppelpack.

Der im Besitz von Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren stehende dreijährige Wallach bewies zur Quote von 57:10 unter Champion Filip Minarik gegen den an der Spitze nie nachlassenden Auenwolf sowie Axxios enormen Kampfgeist und raufte sich ganz zum Schluss noch knapp vorbei. Peter Schiergen ist der Betreuer des Peinte Celebre-Sohnes, der für mehrere Auktionsrennen genannt ist.

Klug-Zweijährige mit beeindruckendem Debüt

Merken sollte man sich den Namen Peace of Paris: Wie die von Markus Klug für den Stall Turffighter trainierte Zweijährige bei ihrem ersten Start in einer 1.300 Meter-Prüfung mit gewaltigem Speed Speed noch die schon in Sicherheit geglaubte Power Zone abfing sowie Molly Massimo, war atemberaubend. Die von Adrie de Vries gerittene Helmet-Tochter aus der Zucht des Gestüts Etzean scheint eine Kandidatin für das Zukunftsrennen und den Preis der Winterkönigin zu sein.

Glänzend ist nach wie vor die Stallform der Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder. Nach der starken Derby-Woche in Hamburg trumpfte nun der noch wenig geprüfte Isandro (16:10) in einem 2.400 Meter-Ausgleich IV auf, doch musste Jockey Stephen Hellyn gegen Epako und Allez Y schon etwas mehr tun als erwartet.

Burma King meldet sich zurück
Sein einziges Rennen hatte Burma King bisher in Köln gewonnen, doch immer wieder gab der einst höher gehandelte Wallach Rätsel auf. In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.600 m) meldete sich der von Olga Laznovska trainierte und auch gerittene Fünfjährige eindrucksvoll zurück und kam als 180:10-Außenseiter hauchdünn vor Kulgri, Amazing Run und Come On Percy zum Zuge. Die Viererwette bezahlte 44.219:10 Euro.
Eine Augenweide war der zweite Erfolg der von Ertürk Kurdu aus Düsseldorf entsandten Come on City. Lukas Delozier hatte der 95:10-Außenseiterin an der Spitze früh einen großen Vorteil verschafft, der in einem 2.200 Meter-Rennen immer weiter anwuchs. Die Favoritin Lafilia und Nashville kamen nie entscheidend an die Wiener Walzer-Tochter heran.

Andrasch Starke legte eine halbe Stunde nach seinem Gruppesieg mit Diplomat mit Lucien van der Meulens Ossiline (58:10) in einem 1.850 Meter-Ausgleich IV noch einen knappen Sieg vor Fascinator und Strategie Bleu nach.

Derbysieger Weltstar wurde präsentiert

Besondere Attraktion des Tages war natürlich die Präsentation des frischgebackenen Derby-Siegers Weltstar.

Überraschung in Zweibrücken

Auch in Zweibrücken wurden am Sonntag Galopprennen ausgetragen. Gleich zu Beginn gab es in einem über 1.350 Meter führenden Handicap eine gewaltige Überraschung. Fabienne Gerstners Malvia (180:10) schaffte im reifen Alter von sechs Jahren das Kunststück, mit der Schweizerin Sibylle Vogt beim 27. Versuch ihr erstes Rennen gegen Dawn Prayer und Pressure zu gewinnen.

Völlig verdient war nach mehreren Platzierungen auch der leichte Erfolg von Arizona (22:10) aus dem Durmersheimer Stall von Alfred Renz in einem 1.800 Meter-Ausgleich IV. Berit Weber hatte vor Toutainville und Spartacus Gladius früh die Weichen auf Sieg gestellt.

Nach fast zweijähriger Durststrecke meldete sich Thomas Gries‘ Troyanda (72:10) mit Berit Weber in einem Handicap über 1.800 Meter zurück. Schon im Schlussbogen setzte sich Berit Weber mit der achtjährigen Stute vor das Feld. Meadow Dew und Wind and Win schoben sich noch auf Rang zwei und drei.

Im letzten Rennen der Zweibrücker Rennsaison 2018 feierte die von Christian von der Recke aufgebotene Pachuca (15:10) in einem 1.800 Meter-Rennen den allseits erwarteten Sieg, der unter Nina Wagner gegen Baker Street und Coralie mühelos ausfiel.


Champions League

Weitere News

  • Attraktive Jackpots in der Dreier- und Viererwette

    Flutlichtrenntag am Montag in Dortmund

    Dortmund 23.01.2020

    Der amtierende Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev meldet sich am Montag, 27. Januar, auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel zurück. Es ist der erste Renntag unter Flutlicht seit rund 18 Monaten in Dortmund, denn der erste Start der sechs Rennen in besonderer Atmosphäre erfolgt um 17:30 Uhr. Für Wett-Interessierte gibt es zwei echte Anreize: Jackpots in einer Dreierwette und in der Viererwette. Der Eintritt ist wie immer in der Wintersaison frei, auch für die beheizte Glastribüne.

  • Heinrich Nienstädt mit 87 Jahren verstorben

    Deutschlands ältester Galopp-Trainer lebt nicht mehr

    Emtinhgausen 23.01.2020

    Deutschlands ältester aktiver Galopp-Trainer lebt nicht mehr: Heinrich Nienstädt aus Emtinghausen in Niedersachen verstarb am Montag im Alter von 87 Jahren.

  • Top-Auszeichnung für Waldgeist in London

    Große Ehre für deutsches Ausnahmepferd

    London/England 22.01.2020

    Große Ehre für den deutschen Galopprennsport: Waldgeist, für die Gestüte Ammerland und Newsells Park imponierender Sieger im Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe 2019 in ParisLongchamp, wurde am Mittwochnachmittag im Landmark Hotel in London als eines der drei besten Rennpferde der Welt des vergangenen Jahres (Longines‘ Best Racehorse 2019) ausgezeichnet.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm