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Die ersten diesjährigen Bad Harzburger Punkte gehen an Smentana

„PMU-Frühschicht“ zum Auftakt

Bad Harzburg 20. Juli 2018

Von wegen: Erst gut Mittagessen und dann auf die Rennbahn. Die heutige Eröffnung des Bad Harzburger Meetings 2018 erforderte schon eine kleine „Zeitenwende“. Die Premiere war nämlich mehr oder weniger ein „Frühstücks-Turf“, da die ersten fünf Tagesprüfungen zum morgendlichen Wettangebot der PMU in Frankreich zählten und folglich per TV im Nachbarland zu sehen waren. Bereits um 10.55 Uhr sprangen die Pferde erstmals aus den Boxen ab. Und zwar im Preis der Firma Elektro Bartels Goslar, bei dem sich bereits vor Erreichen der Gerade abgezeichnet hatte, dass Stall Comets Smentana am Ende die Oberhand haben würde.

Die von Marco Klein in Mannheim trainierte erste Meetings-Gewinnerin 2018 knüpfte damit an die gute Form an, die sie jüngst schon in Hamburg bewiesen hatte. An der Haltung ihres Jockeys war vor Erreichen der Geraden längst ersichtlich, dass nichts mehr anbrennen würde. Ganz so, wie es offenbar ihr Steuermann Tommaso Scardino eingeschätzt hatte. Nichtsdestotrotz verdient der starke Schlussakkord des dreijährigen I'm A Dreamer besonders erwähnt zu werden, zumal er allen anderen Startern noch Gewicht zu geben hatte. Gut im Bild am Ende außerdem auf Platz drei noch Juan

Das Team von Smentana mischte kurz darauf im Preis vom Parkhotel Bad Harzburg ebenfalls kräftig mit, doch reichte es mit der Stute Sensational Secret hier nur zum Ehrenplatz hinter dem von Claudia Barsig betreuten Wallach Mind Juggler, für den die Trainerin nebenbei auch als Besitzerin zeichnet. Unter Michael Cadeddu zeigte der Vierjährige seine mit Abstand beste diesjährige Form und verwies neben Sensational Secret zudem die kaum allzu weit geschlagenen Hurricane Harry und Litonya auf die Plätze.

La Swala und Jazz Bay in den besseren Handicaps

Ähnlich wie die Auftaktprüfung gestaltete sich der erste Ausgleich III auf der Karte, der Preis der Gestüt Harzburg GmbH – Adlerflug-Rennen. Auch hier hatte sich die spätere Gewinnerin La Swala aus dem Großquartier von Andreas Wöhler den wesentlichen Vorteil bereits vor dem Einlauf sicheren können. Um alles endgültig klar zu machen, bedurfte es dann lediglich noch eines reiterlichen Verwaltungsaktes von Eduardo Pedroza im Sattel der Lando-Stute von Frau Dr. Ingrid Hornig. Was jederzeit reichte, um sowohl Wirbelwind als auch Torqueville, die zuletzt einzigen Gegner mit Gefahrenpotenzial, stets auf Abstand zu halten.

Erst mit den letzten Galoppsprüngen holte sich hingegen der siebenjährige Jazz Bay den Preis des Hotels Der Achtermann, Goslar, aus dem Quartier von Trainerin Ira Ferentschak. Der Refuse-To-Bend-Sohn hatte sich kürzlich in Mülheim/Ruhr für die heutige Aufgabe durchaus angekündigt. Gleichwohl schien erst aber mal die Riesenaußenseiterin Romantic Angel einen echten Coup landen zu können. Danach sah es kurz dann nach Race For Fame aus, doch den längeren Atem besaß letztendlich der Wallach aus dem Besitz von Hans Gölz, den Carlos Henrique mit reiterlicher Feinarbeit genau auf den Punkt in die Entscheidung geworfen hatte und der damit die zuvor genannten Konkurrenten noch knapp abfing.

Erneut Bahnspezialist Humpry

Er gehört Jahr für Jahr zu den Meetings-Startern, die das Harzburger Publikum natürlich bestens kennt. Und auch 2018 wurde der Wallach Humpry seinem Ruf als Bahnspezialist mal wieder vollauf gerecht. Diesmal siegte der Shrek-Sohn im Preis der Quensen Druck + Verlags GmbH – Gerd Pannier Memorial. In diesem Rennen mit Viererwette gewann er in der Hand von André Best logischerweise darüber hinaus noch die interne Auseinandersetzung mit zwei Stall- und Trainingsgefährten, die genauso im Besitz seiner Betreuerin Maria Nienstädt stehen. Hiervon gelang Lady Leoso immerhin aber noch ein beachtlicher dritter Rang, ohne allerdings die stark laufende Doris um Platz zwei noch ernsthaft bedrängen zu können. Chancy, die Dritte im Bunde, lief als Sechstplatzierte ebenfalls kein ganz so schlechtes Rennen. Relevant für die Viererwette war allerdings insbesondere Fazenda's Girl, die sich das vierte Geld vor der sich unter Höchstgewicht gar nicht so übel schlagenden Humita zu sichern verstand.

Bei den Dreijährigen sah es wenig später im Preis der Burgberg-Seilbahn länger danach aus, als könnte die Stute American Oxygen nach einigen guten Ansätzen endlich ihren ersten Treffer unter Dach und Fach bekommen. Aber wie vor Kurzem in Hamburg fand sie wieder einen Gegner, der etwas besser war. Heute in Gestalt der Stute Baccara Rose, die innen Meter um Meter Boden gutmachte und mit der effektiven Unterstützung von Bayarsaikhan Ganbat für die Galoppgemeinschaft Bad Harzburg den Erfolg einfuhr. Ein Heimsieg also, auch wenn die Liang-Kay-Tochter im Düsseldorfer Quartier von Sascha Smrczek ihre Box hat. Gute Vorstellungen lieferten außerdem Havana Heart und Majama, die auf den Plätzen drei beziehungsweise vier landeten und die beide über kurz oder lang zum Sieg stehen müssten.

Das erste Hindernisrennen des Meetings und der zugleich sportliche Schlusspunkt des ersten Tages trug anschließend den Titel: Preis des Solehotels Tannenhof – Hotel mit eigenem Thermenzugang. Dabei handelte es sich um ein Hürdenrennen der Verkaufsklasse, welches nach einem guten Stück harter Arbeit an den Mitfavoriten Rosenkönig ging, den Pavel Vovcenko für Karin Brieskorn vorbereitet. Jener, der sich Im Sattel des War-Blade-Sohnes mehr als redlich sein Reitgeld verdiente, war Jan Kratochvil. Den Grund für den erheblichen Aufwand lieferte der glänzend vorbereitete Debütant Golden Boy, der sehr lange Paroli bot und letztendlich in allen Ehren den Kürzeren zog. Dass der Vierjährige einen Routinier wie Bendidon auf Rang drei verweisen konnte, unterstreicht den guten Einstand noch obendrein. Hinter Bendidon folgte mit Irish Valley eine Stute, die ebenfalls erstmals über die Besen im Einsatz war und die mit Ravens Hill immerhin auch kein ganz so unprominentes hiesiges Hindernispferd auf Rang fünf verwies.




 

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