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Kiss The Wind im Superhandicap schnell wie der Wind

Atlantas Endspurt klärt die Fronten

Bad Harzburg 22. Juli 2018

Das erste Bad Harzburger Rennwochenende 2018 war auch seines: Dr. Andreas Bolte, Erfolgstrainer aus Lengerich, drückte einen Tag nach seinem Erfolg mit Onyxa im ersten Superhandicap auch dem Sonntag seinen Stempel auf. Mit Jakob Steckleins Stute Atlanta gewann er den Ausgleich II (12.500 Euro, 2.000 m). Da war ihm trotz heftiger Regenfälle zum Strahlen zumute.

Champion Filip Minarik entlockte der vierfachen Vorjahressiegerin so starke Reserven, dass sie als 24:10-Favoritin ganz an der Außenseite noch den tapfer dagegenhaltenden Hot Like Mexiko leicht mit eineinviertel Längen überspurtete. Albert Hawaii hielt Rang drei gegen All Win fest. Beachtlich: Es war schon der 30. Saisontreffer für Dr. Andreas Bolte.

Überraschung im zweiten Superhandicap (20.000 Euro, Ausgleich III, 1.850 m): Mit einem Endspurt und einer Energieleistung schaffte Kiss The Wind (167:10) noch die knappe Wende gegen Laquyood und ergatterte die Siegbörse von mehr als lukrativen 11.500 Euro. Freuen darf sich über diese Prämie Besitzer Volker Franz Schleusner, seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep trainiert die vierjährige Stute, die sich zuletzt in Hamburg deutlich angekündigt hatte, in Dänschenburg nahe der Ostsee. Die Viererwette komplettierten das Höchstgewicht Edelstein sowie Lacrimosa. Die Quote: 102.632:10 Euro. Drei Wetter bekommen jeweils ca. 5.000 Euro ausgezahlt.

Präsidenten-Erfolg im Seejagdrennen

Äußerst populär war der Triumph von Good Prince (41:10) aus dem Quartier von Elfi Schnakenberg mit ihrem Sohn Oliver im Sattel im Seejagdrennen über 3.550 Meter. Mit einem immens starken Schlussakkord zwang der im Besitz von Rennvereins-Präsident Stephan Ahrens und seinen Mitstreitern stehende Neunjährige noch den klar favorisierten Schweden Truckers Glory sowie Daulys Anthem in die Knie.


Starke-Treffer mit Sexy Hollow

Begonnen hatte der Nachmittag mit einem allseits erwarteten Erfolg der 20:10-Favoritin Sexy Hollow bei den Dreijährigen über 2.000 Meter. Mit Andrasch Starke setzte sich die von Peter Schiergen in Köln trainierte Wittekindshoferin früh von den Gegnern ab, von denen Landkönig am Ende immer näher, aber nicht mehr an sie heran kam. Fireprincess folgte als Dritte schon deutlicher zurück.

Unterbrechung wegen Sturms

Wegen eines heftigen Unwetters mit Sturm musste die Veranstaltung nach der ersten Prüfung unterbrochen werden, die zweite Prüfüng wurde mir ca. 45 minütiger Verspätung gestartet.

Die große Stallform der Dresdener Trainerin Claudia Barsig setzte sich in einem Ausgleich III über 1.550 Meter fort, als So Brave (36.10) mit Stephen Hellyn einen sicheren Vorsprung auf Tarantella und Exclusive Potion verteidigte.

Bestens läuft es auch bei Trainerin Regine Weißmeier und ihrem Sohn Fabian Xaver als Jockey: Der England-Import Spiritofedinburgh (135:10) gab auf einer ungewohnt kurzen Distanz ein sehr starkes Deutschland-Debüt, denn er beherrschte die Konkurrenz in einem 1.550 Meter-Ausgleich IV deutlich. Never In Doubt, Atlas Royal und Gentle Jaime vervollständigten die Viererwette, die 61.524:10 Euro bezahlte.

Bis zum achten Karrierestart musste der Stall Winterhude warten, nun war in einem Ausgleich III über 2.400 Meter der erste Sieg für Schöne Aussicht (110:10) perfekt. Nach einem perfekten Timing von Bayarsaikhan Ganbat bekam die dreijährige Pastorius-Tochter aus dem immer besser in Schwung kommenden Düsseldorfer Stall von Sascha Smrczek (dritter Meetingserfolg) noch Palace King und Shining Lord sicher in den Griff.

Die nächste Überraschung war in einem 2.800 Meter-Handicap fällig, denn mit dem nach sieben Starts noch sieglosen Turfrubin hatte man kaum gerechnet. Doch Jozef Bojko servierte dem 216:10-Außenseiter beim ersten Auftritt für den Bremer Trainer Pavel Vovcenko ein Rennen nach Maß aus dem Vordertreffen. Germanwings und Dukat belegten die Plätze zwei und drei.

Schiergen-Sieg bei den Wattrennen in Cuxhaven

Bei den berühmten Duhner Wattrennen in Cuxhaven traten auch zweimal die Galopper in Aktion. In einem 1.900 Meter-Handicap schaffte Katja Gernreichs Alaris (30:10) unter Alexander Weis vor dem Veteran Wheredreamsare und Special Ops seinen ersten Karrieretreffer.
Zum ersten Mal gelang auch Amateur-Champion Vinzenz Schiergen ein Erfolg im Watt, wobei er in einem 1.400 Meter-Rennen auf dem 15:10-Favoriten Moreno aus dem holländischen Stall von Christian Wolters gegen den Bahnspezialisten Vesuv seine ganze Klasse in die Waagschale werfen musste.

A Raving Beauty trotz Pech US-Dritte auf höchster Ebene

In der Nacht zu Sonntag deutscher Zeit belegte die Stute A Raving Beauty aus der Zucht des Gestüts Karlshof Platz drei in den Diana Stakes (Grade I, 500.000 Dollar, 1.818 m) in Saratoga/USA. Als zweite Favoritin entwickelte die Ex-Deutsche aber sehr viel Pech, hätte bei glattem Verlauf möglicherweise ihren zweiten Triumph auf höchster Ebene feiern können.
 

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