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6. Lauf der German Racing Champions League

Nutzt Jean-Pierre Carvalho die Stunde der Stuten?

Düsseldorf 1. August 2018

Jetzt schlägt die Stunde der Stuten: Der 160. Henkel-Preis der Diana – German Oaks am 5. August auf der Galopprennbahn Düsseldorf ist mit einem Preisgeld von 500.000 Euro nach dem Deutschen Derby das am höchsten dotierte Galopprennen und einer der absoluten Höhepunkte der Rennserie German Racing Champions League. Im sechsten der elf Rennen umfassenden Serie treten über die Distanz von 2.200m nur dreijährige Stuten an. Man spricht deshalb auch gerne vom Stuten-Derby.

Bis dato haben die Stuten in der Champions League in diesem Jahr noch keine Rolle gespielt, das wird sich nun ändern. Well Timed im Besitz des Stalles Ullmann steht seit langem in der Favoritenrolle – bei drei Starts in diesem Jahr ist sie noch ungeschlagen. Ende April gewann sie eine kleine Prüfung, drei Wochen später folgte ein Sieg im Listenrennen – beide Prüfungen über den hügeligen Kurs am Düsseldorfer Grafenberg, beide über 2.100m. Ihre Favoritenrolle zementierte Well Timed durch einen Gruppe 2-Erfolg in Berlin-Hoppegarten über 2.000m Mitte Juni.

Trainiert wird Well Timed von Jean-Pierre Carvalho. Der Franzose ist seit Anfang der 90er-Jahre in Deutschland bekannt. Zuerst als begehrter Leichtgewichtsreiter, der im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nie Gewichtsprobleme hatte und am Tag auch mal gerne eine Tafel Schokolade verspeiste. Ein Schlüsselbeinbruch bei einem Rennen in Hannover beendete 2008 nach 844 Siegen die Reitkarriere. Er sattelte um, machte das, was er immer machen wollte – er wurde Trainer. „Pferde gehören zu meinem Leben“, sagte er einmal im Interview. 

Nach Stationen in Iffezheim, Frankfurt und Chantilly wechselte Carvalho, der bald 47 Jahre alt wird, ins älteste deutsche Privatgestüt - auf Schlenderhan in Bergheim bei Köln. „Ich bin allerdings nicht angestellt, sondern ein selbständiger Trainer, der auch für andere Besitzer arbeitet“, betont Carvalho. Doch die Pferde der Schlenderhan-Besitzer von Ullmann machen den Großteil der rund 60 Vollblüter in seinem Stall aus. 

Carvalho stand der German Racing Champions League von Anfang an positiv gegenüber. „Es ist ein einfaches Produkt, das leicht zu verstehen ist. Sie umfasst die wichtigsten Rennen mit den besten deutschen Pferden. Das sind unsere Champions und deshalb ist der Name berechtigt“, sagte er 2016 zur Gründung der Champions League. Im Vorjahr war der von ihm betreute Guignol das beste Pferd der Serie. Vor großen Rennen entspannt Carvalho übrigens gerne im Kino. „Wir sind Champions“ wäre da ein passender Film – der Streifen über ein ungewöhnliches Baseball-Team kommt nächste Woche neu in die deutschen Filmhäuser.

Text von Peter Mühlfeit 

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