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Zweijähriger Debütant Zerostress hinterlässt einen guten Eindruck

Mister Onyx schlägt zum Schluss zu

Mülheim/Ruhr 18. August 2018

Seit Längerem mal wieder ein Samstag-Renntag im Westen. Und der Besucherzustrom bei der heutigen Veranstaltung in Mülheim-Ruhr zeigte ganz klar, dass das Publikum einen Turf-Sonnabend auch hier durchaus noch zu schätzen weiß. Ein mit insgesamt 17.000 Euro dotierter Ausgleich II war es immerhin, der heute die beste Klasse am Ablauf sah. Er firmierte als Großer Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr, doch das kommunale Kreditinstitut war darüber hinaus im Rahmenprogramm noch mehrfach mit speziellen Schirmherrschaften engagiert. Wenngleich natürlich das größte Interesse dem Highlight auf der Karte galt, welches nach einem spannenden Finale nach München-Riem ging, und zwar durch Stall Challengers Wallach Mister Onyx, der Infamous Lawman sowie den lange tonangebenden Baroncello mit einer riesigen Schlussattacke noch abfing.

Die weite Reise des Schützlings von Trainer Werner Glanz hat sich also voll gelohnt. Dass er sich keinesfalls als chancenloses Pferd auf den Weg in Richtung Norden gemacht hatte, verriet schon ein kurzer Blick in seine Form, in der als frischeste Leistung ein überzeugender Ausgleich-III-Erfolg über 1.300 Meter auf der Heimatbahn zu sehen war. Diese Referenz wusste der Areion-Sohn nun über 1.400 Meter und eine Klasse höher überzeugend auszubauen. Gleichwohl war der der Ritt von Michael Cadeddu nichts für schwache Nerven. Doch der Italiener wusste nur zu genau, wo auf dem Raffelberg das Ziel steht. Am Ende war es dann sogar noch ein Halsvorteil geworden, mit dem er den bereits zu Hause geglaubten Infamous Lawman kaltstellte, hinter dem dann eine halbe Länge zurück Baroncello folgte, der sein Höchstgewicht in allen Ehren trug. Platz vier sicherte sich Lokalmatador Northern Fox, der nebenbei einzige Dreijährige im Feld.

Versprechendes Debüt

Mögen zwar heute die Ausgleich-II-Pferde das sportliche Maß der Dinge gewesen sein, so ist indes nicht auszuschließen, dass im einleitenden Preis der Filiale Speldorf eine Reihe Starter dabei war, die demnächst schon in einer ganz anderen Straßen zu Hause sein könnte.  Wie beispielsweise Gestüt Ittlingens Zerosstress, ein Areion-Sohn aus dem Kölner Lot von von Trainer Waldemar Hickst. In der Hand von Marco Casamento gewann er jedenfalls wie ein Pferd mit guter Zukunft vor Pietraia sowie King und Elle Maxima, die als 19:10-Favoritin möglicherweise etwas unter Wert geschlagen war.

Ein Favorit nach dem anderen

Danach erfüllten öfter die Favoriten beziehungsweise Favoritinnen die Erwartungen voll und ganz. Zunächst setzte sich im Preis des Mülheimer Blutspendetages die von Jens Hirschberger am Platz vorbereitete dreijährige Auenquellerin Global Wonder unter Maxim Pecheur gegen American Qxygen und Majama durch, ehe der den Amateuren vorbehaltene VGBS-Preis eine Beute von Alexander Pereiras Stute Norway wurde. Die von Erika Mäder gesattelte Nathaniel-Tochter behauptete sich knapp gegen die lange Paroli bietenden Außenseiter Faintly und Kiowa.

Der Preis des Sparkassen-Finanzkonzeptes, das Rennen mit der Viererwette, blieb direkt danach ebenfalls im Trend. Auch hier ließ der Favorit nichts anbrennen, wenn auch seine Dominanz erst ganz zuletzt zu Tragen kam. Von Bayarsaikhan Ganbat spät in die Entscheidung geworfen, reichte es für den 25:10-Favoriten Dawn Calling freilich noch glatt, um Alaris, Gentle Jaimie und Lacato abzufertigen. Der Erfolg des Shamardal-Sohnes des Stalles Nickmark war zugleich ein niederländischer Treffer, gehört der Achtjährige doch zu den Schützlingen von Trainer John H. Smith.

Dann Friday Silence als Außenseiterin

Kurz darauf riss allerdings die Serie der „Gemeinten“. Gestüt Lindenhofs dreijährige Friday Silence sorgte  im Preis der S-Finanzierungs-GmbH Mülheim an der Ruhr Immobilien und Versicherungen dafür. Die Dabirsim-Tochter hatte unter José-Louis Silverio zeitig das Heft in die Hand genommen und musste dieses auch im Einlauf nicht mehr abgeben. Trainer Bohumil Nedorosteks Stute ließ vielmehr schnell erkennen, dass für sämtliche Angreifer rein gar nichts mehr zu holen sein würde. Am weitesten kamen von der Konkurrenz noch Jamie's Venture und der Favorit Charlie's Dreamer.

Und auch Sonnensturm, den das Raffelberger Publikum bereits im Juli hatte gewinnen gesehen, gehörte im Preis der Roten Bank keineswegs zu den Kandidaten, die im Wettmarkt zu den kürzesten Odds notierten. Aber er war ein Formpferd reinsten Wassers, was der von Trainer Axel Kleinkorres aufgebotene Soldier-Hollow-Wallach aus dem Besitz von Elke Weiss mit einer von Jockey Stephen Hellyn perfekt vorgetragenen Start-Ziel-Taktik dick unterstrich und damit gleichzeitig sowohl den stark endenden Suarez als auch die früh in Angriffsposition auszumachende Sexy Hollow ins Leere laufen ließ.

Waikita löst die Pflichtaufgabe

Alles andere als ein Sieg von Waikita wäre im abschließenden Giro Young Premium – Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr eine kleine Sensation gewesen. Zur dieser kam es nicht, doch sah es für einen Moment durchaus danach aus, als könne der klaren Rechnungsfavoritin in dieser Pflichtaufgabe ein Bein gestellt werden. Die vermeintliche Gefahr war in Gestalt des lange führenden Leomar bereits früh präsent gewesen. Und sein Widerstand zwang  Jockey Adrie de Vries letztendlich dazu, Waikita kurz auf den Ernst der Situation hinzuweisen. Was die von Markus Klug betreute Röttgenerin dann auch annahm und sich  von Leomar löste, der immerhin den nachsetzenden California Cliffs sicher auf Abstand halten konnte.









 

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