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Berglar-Stute im Coolmore Stud Baden-Baden Cup souverän

Große Entschädigung für Peace in Motion

Baden-Baden 29. August 2018

Bei der Derby-Woche in Hamburg hatte die im Besitz von Dr. Christoph Berglar (Köln) stehende Peace in Motion alles Pech der Welt gehabt, als sie von einer Konkurrentin enorm stark behindert wurde. Doch im Coolmore Stud Baden-Baden Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m) am Mittwoch bei der Großen Woche auf der Galopprennbahn in Iffezheim gab es vor 7.200 Zuschauern volle Entschädigung für die von Waldemar Hickst in der Domstadt vorbreitete 40:10-Mitfavoritin.

Marc Lerner, der Anfang kommender Woche zu einem sechsmonatigen Gastspiel nach Singapur aufbricht, entlockte der Hat Trick-Tochter enorme Reserven und bekam alles noch locker mit zwei Längen Vorsprung geregelt. Beim dritten Karrieretreffer von Peace in Motion flossen 14.000 Euro aus das Konto von Dr. Christoph Berglar, der am Donnerstag in Baden-Baden erwartet wird, während Jockey-Legende Lester Piggott bereits hier weilte.

„Wir hatten schon in Hamburg einigen Mumm auf sie, wie auch jetzt. Zweite oder Dritte wäre sie dort allemal geworden“, berichtete Siegtrainer Waldemar Hickst. „Die Stute kann viel laufen, aber es muss alles passen. Vielleicht gehen wir nun in ein Listen- oder Grupperennen nach Frankreich.“ Interessant: Schon die Schwester Peace Society hatte diese Prüfung 2015 gewonnen.

Hinter Peace in Motion rauschte die Riesenaußenseiterin Nantany (292:10) noch auf Platz zwei. „Sie hatte beim letzten Mal einen sehr unglücklichen Rennverlauf, fühlte sich zu Hause aber sehr wohl, so dass wir das Risiko auf uns genommen haben, nach zehn Tagen wieder anzutreten. Ich hoffe, dass wir ein passendes Rennen finden, ansonsten könnte sie auch bald in die Zucht wechseln“ so Dr. Andreas Bolte.

Auch die Drittplatzierte Westfalica, die auf der Geraden lange alle Chancen hatte, überraschte als 319:10-Chance positiv. „Es war eine gute Idee, in dieses Rennen zu gehen, denn gegen die besten Sprinter fehlen ihr doch vier, fünf Kilo“, meinte Trainer Jean-Pierre Carvalho. Die Schweizerin Auenperle hatte innen gute Szenen und wurde Vierte , die anderen Ladies hatten keine große Chance.

Mit einer großen Überraschung hatte der Renntag begonnen, denn nach moderaten Frankreich-Formen landete die von Axel Kleinkorres in Neuss für Ulrich Zerrath trainierte Past Sina als 153:10-Außenseiterin mit tollem Speed unter Stephen Hellyn ihren ersten Erfolg gegen Dangereuse und Sasuka.

Züchter-Sieg am Geburtstag

Den 52. Geburtstag kann Gestüt Brümmerhof-Besitzer Gregor Baum ganz besonders feiern, denn er ist der Züchter des im Ausgleich I über 1.400 Meter erfolgreichen Sugar Daddy, der für den zweiten Meetingstreffer des Iffezheimer Trainers Lennart Hammer-Hansen sorgte. Mit starken Reserven zwang er nach einem guten Ritt von Adrie de Vries als 49:10-Chance noch Nadelwald und Jasnin in die Knie. „Wir hatten dreijährig große Hoffnungen in ihn, doch er besaß gesundheitliche Probleme, musste zweimal an Zähnen operiert werden. Ich hoffe, dass er wieder zu seiner Klasse als Zweijähriger zurückfindet“, versicherte der Coach.

Die Bahn in Iffezheim liebt La Commune (55:10), da war der sichere Speedtreffer in einem 1.800-Meter-Handicap unter Eduardo Pedroza gegen Malo und Jashpur keine Überraschung.

Die weite Reise aus Leipzig nach Iffezheim sollte sich für Marco Angermanns Memoria (74:10) so richtig lohnen, denn in einem 2.000 Meter-Ausgleich III überspurtete die Lady, die zuvor die Startbox durchbrochen hatte, mit Marco Casamento auch Larea, Waldenser und Shining Lord. Die Viererwette bezahlte 29.463:10 Euro.

Auch eine Pause seit dem Frühjahrs-Meeting hinderte den Hoppegartener Gast Dancing Queen (69:10) nicht am ersten Karrieresieg. Im KSC Blau Weiß Cup (Ausgleich IV, 2.200 m) am großen Renntag mit den Fußball-Spielern des Karlsruher SC trumpfte die Stute unter Bayarsaikhan Ganbat mit starkem Speed auf und sorgte für den zweiten Meetingserfolg von Trainer Uwe Stech. Mighty Heart und Avorio teilten sich Rang zwei in totem Rennen.

Fünfter Saisonsieg für Star Focus

In einem packenden Zweikampf klang der 1.200 Meter-Ausgleich II aus. Auf der Belgierin Star Focus (79:10) rettete Marco Casamento bei seinem zweiten Tagessieg einen minimalen Vorteil auf den Holländer Film. Der Veteran Cheviot eroberte Rang drei vor dem unglücklich agierenden Mascalino und dem Favoriten Infamous Lawman.

Ein Kompliment hat sich Trainerin Christel Lenaers verdient, denn es war schon der fünfte Saisonerfolg von Star Focus. Ihr Kommentar: „Sie hält schon lange ihre Form. Aber dass sie heute gewinnt, hatte ich nicht gedacht. Ich trainiere sieben Pferde in Westmerbeek bei Antwerpen.“

Im abschließenden 1.800 Meter-Ausgleich IV gab es durch Gerald Geislers Lebowski (48:10) den zweiten Heimsieg des Abends. Bei hereinbrechender Dunkelheit um kurz vor 20 Uhr raufte sich der von Alexander Pietsch gerittene Lokalmatador knapp gegen Power Bullet und Nereus nach Hause.

Diplomat Nichtstarter am Donnerstag

Bereits als Nichtstarter für das Darley-Oettingen-Rennen am Donnerstag bekannt wurde Eckhard Saurens Diplomat. „Er hat sich eine leichte Transportverletzung zugezogen“, berichtete Trainer Jean-Pierre Carvalho gegenüber German Racing. Das Gruppe II-Rennen bildet das Highlight am vierten Tag der Großen Woche.
 

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