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Engels baut WM-Führung weiter aus

Torqueville auf „seiner“ Bahn eine Macht

Magdeburg 8. September 2018

Die Zuschauer riss es im Hauptrennen am Samstag in Magdeburg regelrecht von ihren Sitzen: Torqueville, schon siebenjähriger Bahnspezialist, verteidigte nach einem Klasse-Ritt von Trainer und Jockey Marc Timpelan einen minimalen Vorsprung und gewann in diesem Ausgleich III über 2.050 Meter sein fünftes Rennen auf diesem Kurs.

Der dritte Saisonsieg mit einem Höchstgewicht von 63,5 Kilo geht zu einem Großteil auf das Konto seines Reiters, dessen Vater Frank Detlef Timpelan Besitzer des Wallachs ist. 67:10 gab es am Toto auf Torqueville, der die Schlussattacke von Dafina gerade noch ausstand. Der Außenseiner Zaro eroberte spät Rang drei.

In Deutschland blieben die Siegpunkte in einem Lauf der Longiges World Fegentri Championship for Lady Riders (Ausgleich IV, 2.050 m): Amateur-Championesse Lilli-Marie Engels baute ihre stattliche Führung in der Weltmeisterschaft weiter aus, denn sie führte den 27:10-Favoriten Funky Groove aus dem Hannoverschen Stall von Christian Sprengel zu einem sehr sicheren Speederfolg über Lepanosie und Wheredreamsare.

In einem dramatischen Finish spitzte sich das einleitende 1.800 Meter-Rennen zu, wobei sich Erwin Hinzmanns Reine des Miracle (20:10) unter Maxim Pecheur Start-Ziel gerade noch gegen den heranstürmenden Elfenkönig ins Ziel rettete und nach zwei Ehrenplätzen den fälligen ersten Erfolg landete. Larion folgte als Dritter schon mit Abstand.

Mit einem standesgemäßen Comeback wartete der von Andreas Wöhler für Jaber Abdullah engagierte Majestic Colt (17:10) in einem 1.550 Meter-Rennen auf. Der bislang nur einmal (im Januar als Dritter in Deauville) geprüfte Dreijährige fand nach einer Chip-Operation eine maßgeschneiderte Aufgabe vor und löste sich unter Eduardo Pedroza souverän von der Riesenaußenseiterin Lady O‘ Connor und Wasilios.

Dritter Sieg in Magdeburg für Boy Charlton

Die Bahn in Magdeburg liegt auch Frank Fuhrmanns Boy Charlton (41:10). Bei seinem dritten Start auf der Bahn am Herrenkrug verabschiedete sich der Mitfavorit locker von Sulafah und der sehr unglücklich agierenden Turfglocke. Eduardo Pedroza markierte in diesem 1.300 Meter-Handicap seinen zweiten Tagestreffer.

Schon bei der Großen Woche in Iffezheim hatte die Stallform des Hoppegartener Trainers Uwe Stech deutlich angezogen. Da war auch der erste Karrieretreffer von New Order (42:10; B. Ganbat) in einem 1.800 Meter-Ausgleich IV eine alles andere als unerwartete Angelegenheit. Mit tollem Speed entfernte sich der Wallach am Ende noch klar von Purple Rose und Flying Gina.

Einen sehr formgemäßen Einlauf gab es im abschließenden 2.050 Meter-Ausgleich IV, als der von dem Hoppegartener Coach Jan Korpas entsandte Dantos (24:10, B. Murzabayev) das hohe Vertrauen vollauf rechtfertigte und beim dritten Saisonsieg vom Start bis ins Ziel Midnight Lady und den keine Passage vorfindenden Antares in Schach hielt.
 

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