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I’ll Have Another mit tollem Schlusssport beim Start des Europa-Meetings

Englischer Triumph im Zweijährigen-Event

Köln 22. September 2018

Was für ein Mega-Fight der englischen Gaststute I’ll Have Another (21:10-Favoritin) am Samstag zum Start des Europa-Meetings auf der Galopprennbahn in Köln: Im Preis des Medienhauses DuMont Rheinland – Junioren-Preis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m) schien die Zweite des Zukunftsrennens in Iffezheim aus dem Quartier des erfolgreichsten englischen Trainers Mark Johnston auf der Geraden schon auf dem Rückzug.

Von der ersten Position war die Lady auf den fünften und letzten Rang zurückgefallen, doch dann entlockte ihr Jockey Ioritz Mendizabal solch starke Reserven, dass sie wieder mit einer halben Länge an allen Konkurrenten vorbeikam.

„Ich bin sehr glücklich, denn die Stute brauchte nur einen Moment zum Luftholen, dann packte sie auf den letzten hundert Metern wieder so mächtig an, dass sie am Ende wieder vorne war“, berichtete Ioritz Mendizabal nach dem mit 14.000 Euro honorierten Coup, dem dritten Sieg von I’ll Have Another.

Moonlight Man war ebenso wie Winterfuchs schon an ihr vorbei, beide gaben sich erst ganz zuletzt geschlagen. „Moonlight Man kann den weichen Boden, während Andersson, der Vierter wurde, nicht ganz durchzog“, versicherte Trainer Markus Klug. Winterfuchs schien alle überrollen zu können, gab als Dritter eine sehr gute Vorstellung. Andersson drang innen nicht durch, Zerostress kam nie von hinten weg.

Überraschung durch Wish you Well

Mit einer Überraschung hatte der Nachmittag, an dem die neue Wett-App Smarturf (von German Racing und Wettstar) ihre Premiere erlebte, begonnen. Denn mit der von Jean-Pierre Carvalho trainierten Zweijährigen Wish you Well (M. Cadeddu) hatte man in einer 1.300 Meter-Konkurrenz noch kaum gerechnet, wie die Quote von 115:10 beweist. Mit viel Speed schaffte die Soldier Hollow-Tochter, eine Schwester der guten Westfalica, noch die Wende gegen die vielleicht etwas früh eingesetzte Contessa und die Favoritin Pietraia. „Jetzt muss ich neu planen, denn ich bin nicht von einem Erfolg ausgegangen“, signalisierte Carvalho über die in der Winterkönigin genannte Lady. „Sie ist doppelt so breit wie Westfalica. Ich denke, dass sie nur wegen ihrer Klasse auf Anhieb schon gewonnen hat.“

Und gleich in einem Meilen-Ausgleich III kam ein weiterer Außenseiter zum Zuge – der seit Juli nicht mehr gelaufene Edwin (157:10) aus dem Krefelder Stall von Mario Hofer. Mit mächtigem Speedwirbel rollte er unter Marco Casamento gegen Universal Star und Anarchy das Feld auf. „Wir haben ihn kastrieren lassen. Ein Sieg heute war noch nicht zu erwarten, aber gearbeitet hatte er gut“, berichtete Cay Bonhoff in Vertretung des Trainers.

Colonia-Sieg

Viel Lokalkolorit schwang beim Erfolg des Formpferdes Log In (67:10) in einem 1.600 Meter-Handicap mit, der unter Andrasch Starke früh auf der Geraden von der Konkurrenz wegschnellte, denn der Hengst gehört dem Stall Colonia, auch wenn er in Düsseldorf von Ralf Rohne trainiert wird. Reine des Miracles, Incorruptible und Cape Sunrise vervollständigten die Viererwette, die auf 25.000:10 Euro kletterte.

„Er hatte nach seinem letzten Start, als er so schlecht gelaufen war, eine Pause bekommen, aber jetzt ist er wieder voll da“, freute sich Jockey Rene Piechulek, nachdem der von Dr. Andreas Bolte entsandte Dialekt (48:10) in einem Ausgleich III über 2.100 Meter den Erfolgsfaden wieder aufgenommen hatte. Piechulek beorderte den Wallach, der nun vierfacher Saisonsieger ist, bald an die Spitze und hatte früh die Weichen auf Sieg gestellt vor der noch gut anziehenden Salve Stella und All About Me.

Der 18-jährige Gijs Snijders führte Frank Fuhrmanns Novacovic (38:10) in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV zu einem hauchdünnen Erfolg über Intenso und Lebowski.

Mit einer Sensation endete der Renntag, als sich der schon neunjährige Wallach Welkando aus dem Quartier von Olga Laznovska zur Top-Quote von 331:10 mit Marie Gast im Sattel wieder an bessere Formen erinnerte und mit starken Endspurt Never In Doubt und Charles Darwin verdrängte.

Für die Zuschauer gab es einen großen Boxenstopp mit einer Autoshow, die auf starkes Interesse stieß.

Saisonhöhepunkt und Champions League am Sonntag

Fortgesetzt wird das große Europa-Meeting bereits am Sonntag, 22. September: Dotiert mit 155.000 Euro an Preisgeldern, ist der 56. Preis von Europa am Sonntag der Saisonhöhepunkt im Turfkalender der Domstadt. Galopprennsport der Spitzenklasse garantiert dieses Kölner Traditionsrennen über 2.400 Meter bereits seit 1963. Hier treffen Spitzengalopper wie Torcedor und Vorjahressieger Windstoß aufeinander. Die Stute Night Music wird allerdings ein Engagement im Premio Federico Tesio am selben Tag in Mailand vorziehen.

 

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