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Schiergen-Schützling trumpft groß auf im „Silbernen Pferd“ in Hoppegarten

Super Debüt von Nikkei auf Gruppe-Level

Berlin-Hoppegarten 7. Oktober 2018

Gut eine halbe Stunde nach dem Sieg von Enable im Prix de l'Arc de Triomphe in Paris stand in Hoppegarten zum Ende der dortigen Saison das letzte absolute Top-Ereignis auf der Hauptstadt-Rennbahn an. Vor den Toren Berlins erlebte das Publikum, das Enables Erfolg live via TV mitverfolgen konnte , einen Sieg des Hengstes Nikkei im „Silbernen Pferd“, einem über weite 3.000 Meter führenden Stehertest der Gruppe III.

Der Dreijährige aus dem Kölner Asterblüte-Quartier von Trainer Peter Schiergen sicherte dabei dem westfälischen Gestüt Ittlingen den Löwenanteil von 32.000 Euro von einer ausgeschriebenen Gesamtdotierung von 55.000 Euro vor den älteren Spezialisten Moonshiner und Adler.

Bei angenehmen frühherbstlichen äußeren Bedingungen und auf gutem Geläuf setzte sich Nikkei unter Andrasch Starke in einer Zeit von 3.15,05 Minuten in diesem Galopp-Marathon durch. Der Erfolg des Fuchses, der auf Zuchtkonto des Gestüt Hof Ittlingen geht, ist nach dem Sieg seines Trainingsgefährten Sound Check im Frühjahr im 47. Oleander Rennen ein zweiter Ittlinger-Volltreffer in einem wichtigen Steherrennen in Hoppegarten.

Für den Sohn des englischen Hengstes Pivotal war es zugleich ein grandioser erster Auftritt in dieser Klasse, nachdem der Dreijährige, der erst über eine Nachnennung ins Rennen gefunden hatte, seine bisherigen Starts auf deutlich tieferem Level absolviert hatte.

Bei dem hinter dem Gestüt Ittlingen stehenden Manfred Ostermann, seines Zeichens auch Präsident der Besitzervereinigung, lässt diese Form natürlich die Hoffnung aufkeimen, dass sich Nikkei im kommenden Jahr zu einem der besten hiesigen Steher wird aufschwingen können.

Denn immerhin zählen der am Start leicht nachgeklappte Moonshiner wie auch Adler hierzulande zu den ersten Adressen unter den Langstrecklern. Beide endeten enorm stark, doch um Nikkei noch ernsthaft zu gefährden, dafür reichte das alles nicht mehr. Der Schiergen-Schützling blieb am Ende mit einer halben Länge und einem Hals im Vorteil.

Dass es beim Hoppegartener Saisonfinale eine reell gelaufene Steherprüfung wurde, dafür machte sich der gleich vorne erschienene Schimmel Abadan verdient, der für seine Führdienste letztlich noch das vierte Geld mit nach Hause nehmen konnte.

Ausgleich II zum Auftakt

Schon der erste der insgesamt sieben sportlichen Programmpunkte besaß im Übrigen bereits einen höheren sportlichen Wert, handelte es sich beim wettstar.de – 150 Jahre Hoppegarten-Rennen doch um einen Ausgleich der zweithöchsten Kategorie. Das letzte Wegstück der zu absolvierenden 2.200 Meter sah gleich drei chancenreiche Sieganwärter. Neben Lokalmatador Gepard und Epako meldete außerdem noch Adao handfeste Chancen an, bis sich dann alles auf die beiden Erstgenannten zuspitzte. Zu guter Letzt war es noch ein Halsvorteil, der für den von seinem Eigner Christian Zschache trainierten vierjährigen Gepard sprach, obgleich Epako nie locker ließ und das Blatt fast noch zu seinen Gunsten zu wenden schien. Für Gepards Jockey Bauyrzhan Murzabayev ließ sich der Renntag allerdings nicht nur allein dank dieses Erfolges recht gut an.

Der Tscheche ritt vielmehr wenig später mit Karin Brieskorns Butch Cassedy im Herbstausgleich erneut einen Sieger, als sich der von Stephan Richter betreute Wallach gegen Boy Charlton und Kick Off durchsetzte, nachdem unmittelbar zuvor der Preis des Gesundheitszentrum eine Beute der Stute Iliada des Stalles Mulligan geworden war. Die Pflegebefohlene von Trainer Hans-Jürgen Gröschel behauptete sich in guter Manier und von Stephen Hellyn geritten gegen die Außenseiter Amarone und Little Love.

Ein knappes Ende

kennzeichnete nebenbei zudem den zweiten Ausgleich II auf der Karte, den Preis der Deutschen Besitzer, den Gestüt Ittlingens Showtime mit Andrasch Starke im Sattel bereits vor dem großen Wurf von Nikkei nach Köln und an den Stall Asterblüte von Peter Schiergen entführte. Viel hätte aber wirklich nicht gefehlt, dass anstelle der Pivotal-Tochter, die dabei ihren zweiten Saisontreffer festmachte, der dritte Jahressieg für Santiano unter Dach und Fach gekommen wäre. Gut lief als Dritte Action Please, die in der Endphase zwar nicht groß zuzulegen verstand, ihren Strich allerdings unbeirrt weiterging und damit dennoch den angreifenden Gondano abzuwehren verstand.

Beim Rennen mit der VIERERWETTE fehlte es ebenfalls nicht an Spannung, und ein weiteres Mal sah sich der Richter gezwungen, das Zielfoto heranzuziehen, um über Sieg oder Niederlage zu entscheiden. Das, was man allgemein ahnte, wurde nach seinem Augenschein dann auch amtlich: der Erfolg der von Uwe Stech betreuten vierjährigen Sunnylea. Die Jukebox-Jury-Tochter des GaloppClub Hoppegarten überzeugte im Preis des DuMont Berliner Verlags unter Andreas Helfenbein einmal mehr mit ihrem enormen Speed und setzte mit einem Kopfvorsprung den stark laufenden El Donno noch schachmatt, während Platz drei an Maya ging, die wiederum mit einem kurzen Kopf vor Lessing einkam.

Uwe Stech beließ es heute allerdings nicht bei diesem einen Sieg. Auch das „Saisonfinale 2018“ stand noch ganz im Zeichen eines Pferdes aus seinem Lot, nämlich der dreijährigen Stute Nschotschi des Stalles Romily. Von Maxim Pecheur geritten, kam die Big-Bad-Bob-Tochter recht sicher zu ihrem überhaupt ersten Sieg über die Außenseiter Litonya und Maison Bleu.

Interior Minister siegt in Honzrath

Nahezu zeitgleich mit dem Erfolg Nschotschi beherrschte im südwestdeutschen Honzrath kein Geringerer als Interior Minister seine Konkurrenz im Großen Hindernispreis des Saarlandes. Eugen Andreas Wahlers Steepler ließ unter Sonja Daroszewski sowohl Abu Shaker als auch Jupiter im besten Rennen auf der Karte keinerlei Chancen und punktete gleichzeitig für Trainer Christian Freiherr von der Recke.

Baker Street (Eva -Maria Herresthal), Hurricane Harry (Selina Ehl), Octavian (Andrea-Diana Mayer), Ossiline (Rens P. Verbekt), Noble Fighter (Selina Ehl) und Grimbeau (Fabian-Xaver Weißmeier) hießen die weiteren Gewinner an diesem Nachmittag in Honzrath.



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