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Bestens besuchtes Saisonfinale in Leipzig

Vatenko ohne Mühe zum zweiten Saisonsieg

Leipzig 13. Oktober 2018

Sonnen-Wetter wie im Sommer und eine Top-Stimmung, das Saisonfinale am Samstag in Leipzig lockte die Besucher noch einmal in Scharen auf die Bahn am Scheibenholz. Den Höhepunkt bildete ein Ausgleich II über 1.600 Meter. Hier feierte der von Roland Dzubasz in Hoppegarten für Peter Schrade trainierte Vatenko (47:10) verdientermaßen seinen zweiten Saisonsieg.

Nach einem bestens eingeteilten Ritt von Martin Seidl schob sich der auf abgetrocknetem Boden in seinem Element befindliche Wallach auf der Zielgeraden bald an die Spitze und stand auch die tolle Schlussoffensive von Be Sweet aus, hinter der Novacovic als Dritter bestens dabeiblieb. Von dem zuvor zweimal hintereinander zum Zuge gekommenen Antares war als Favorit diesmal nicht viel zu sehen.

Vatenko ist kein ganz einfacher Ritt. Ich hatte ihn in Hamburg schon geritten. Heute hatten wir ein schönes, schnelles Rennen und ohne Mühe gewonnen“, berichtete Martin Seidl in einem ersten Statement über Vatenko.

Mit einer Überraschung hatte der Renntag, von dem die ersten fünf Prüfungen via PMU auch nach Frankreich übertragen wurde, begonnen. Denn Christine Hottewitzschs Lady O‘ Connor (140:10) hatte man trotz eines Ansatzes in einer Meilen-Prüfung sträflich unterschätzt. Doch nach einer sehr guten Einteilung von Tommaso Scardino gab es Start-Ziel gegen Mister Bean und Pasquetta kein Verlieren.

Noch einmal durchgestartet

Im reifen Alter startete Albert Kästner als Trainer in Warendorf noch einmal voll durch. Und nun gelang ihm mit dem weiter steigerungsfähigen Macan (37:10) in einem Meilen-Handicap gleich der zweite Treffer, der gegen den Österreicher Tom Tom Chap und Tarantella Start-Ziel sehr leicht ausfiel. Im Sattel saß mit Lilli-Marie Engels die neue Weltmeisterin der Amateurreiterinnen.

Der älteste Kandidat in einem Ausgleich IV über 1.300 Meter bewies, dass er längst noch nicht in die Jahre gekommen ist: Amparo (86:10) aus dem Bremen-Mahndorfer Quartier von Günter Lentz gab unter Jozef Bojko mit ungewohnter Taktik des Gehens vor Lomasi und Di Mo jederzeit souverän den Ton an.

Auch eine Pause seit dem Meeting in Bad Harzburg konnte Pavel Bradiks Van Venture (50:10) in einem 2.000 Meter-Handicap nicht stoppen. Michael Cadeddu duldete bis in die Gerade hinein den mit Vorsprung führenden Kepheus vor sich, um dann locker vorbeizuziehen. So Nice sicherte sich deutlicher zurück Rang drei.

Die Klasse-Stallform von Dr. Andreas Bolte hielt auch in Leipzig. Die von dem Lengericher Coach aufgebotene Koschawa (58:10) profitierte in einem Langstrecken-Ausgleich III über 3.050 Meter von einem perfekten Start-Ziel-Vortrag von Maxim Pecheur, so dass die Favoritin Tara Mara und auch La Isla Bonita nicht an sie heranreichten.

Eine gewaltige Überraschung ereignete sich in einem Ausgleich IV (2.000 Meter), denn mit Daniel Paulicks bis dahin noch siegloser Stute Ma Jument (246:10, J. Bojko) war kaum zu rechnen. Aber auch sie ließ sich an der Pole-Position nie beirren und hielt Preaux sowie Rosentor sicher auf Distanz.  Jozef Bojko landete damit einen Doppelerfolg.

Im abschließenden 1.850 Meter-Rennen spazierte Torsten Reinekes Larion (47:10; B. Murzabayev) ganz locker Meisho Kongoh und Qbie davon. Hier blieb der Favorit Amazing Soldier völlig blass.

Alicante die beste Deutsche in Mailand

Fünf in Deutschland trainierte Stuten nahmen am Samstag den Premio Verziere (Gruppe III, 77.000 Euro, 2.000 m) in Mailand in Angriff. Mit einer sehr starken Speedleistung eroberte die von Markus Klug aufgebotene Röttgenerin Alicante (Adrie de Vries) noch Platz drei hinter der Siegerin, der Favoritin Flower Party (Dario Vargiu) aus dem Stall der Gebrüder Botti und der nur minimal bezwungenen Französin Ficelle du Houley, die immer stärker wurde.

Als Vierte lief auch Clearly (Bertrand Flandrin/Sarah Steinberg) gut, während die weiteren deutschen Gäste Wonder of Lips (Alexander Pietsch/Andreas Suborics), Realeza (Eduardo Pedroza/Andreas Wöhler) und Lilac Fairy (Fabio Branca/Andreas Suborics) die Plätze sechs, acht und neun belegten.

Röttgener Uradel Zweiter im Super-Handicap in Newmarket

Der aus der Zucht des Gestüts Röttgen stammende Uradel (Kallisto-Unavita) wurde glänzender Zweiter im Cesarewitch Handicap  (500.000 Pfund, 3.621 m) bei 33 (!) Pferden in Newmarket. In diesem so bedeutenden Handicap war nur Low Sun (S. Heffernan/W. Mullins) noch stärker.




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