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Hammer-Hansens Reise zahlt sich aus

„Tor“ für Thore in München

München 14. Oktober 2018

Da hatte sich die weite Reise aus England mehr als gelohnt: Thore Hammer-Hansen, Sohn des Iffezheimer Trainers Lennart Hammer-Hansen, absolviert derzeit seine Ausbildung bei Top-Trainer Richard Hannon auf der Insel, doch am Sonntag stieg er in München in den Sattel. Und mit Direct Drive gewann er erwartungsgemäß das Hauptereignis.

In diesem über 1.600 Meter führenden Ausgleich II galten dem schon achtjährigen Wallach, der für Besitzer Kurt Fekonja zuletzt fast ausschließlich in Italien gelaufen war, sehr hohe Erwartungen. Der 22:10-Favorit wurde dieser Einschätzung nach einem starken Finish von Hammer-Hansen vollauf gerecht. Auf den allerletzten Metern schnappte er sich noch die Ittlingerin Larea, die den Sieg schon vor Augen hatte. Dritte wurde die Dreijährige Coppelia, die unterwegs gut und gerne 15 Längen Vorsprung hatte und sich für diesen Rang noch einmal aufrappelte.

Mit einer Überraschung begann der Nachmittag, denn die heiße Favoritin Miss England bezog in einem 1.600 Meter-Rennen, das nur vier Pferde in Angriff nahmen, eine glatte Niederlage gegen die unter der Schweizerin Sibylle Vogt locker vorstoßende Lissabon (50:10). Die von Sarah Steinberg engagierte Stute machte sich klar von der Konkurrentin frei, der andere Steinberg-Vertreter Nani wurde Dritter.

Klasse-Einstand von Bint Samraan

Enorm viel Vertrauen war auf die von Andreas Wöhler erstmals aufgebotene Zweijährige Bint Samraan (15:10) in einer 1.400 Meter-Konkurrenz unterwegs. Und die Wetter bewiesen das richtige Gespür, denn die im Besitz von Jaber Abdullah (Dubai) stehende Shamardal-Tochter der Gruppe II-Siegerin Star Lahib trumpfte von fünfter Position aus mit gewaltigem Speed auf und verabschiedete sich unter Eduardo Pedroza souverän von Daily Delight und Braveheart. Natürlich ist die Siegerin für den Henkel – Preis der Diana 2019 genannt.

Bestens managt der Kölner Trainer Henk Grewe seinen Neuzugang Apollo – nach dem Mannheimer Erfolg fiel der Sieg in einem 2.400 Meter-Handicap nicht minder eindrucksvoll aus. Robin Weber pochte auf das Galoppiervermögen des 32:10-Favoriten, der schon unterwegs viele Längen Vorsprung hatte und vor Winoso und Eternal Power nie in irgendwelche Bedrängnis geriet.

Für ihren sehr unglücklichen Rennverlauf zuletzt in Dresden entschädigte sich die von Claudia Barsig aus Dresden für Karin Brieskorn entsandte Chalcot (120:10) in einem Ausgleich III über 2.000 Meter. Nach einem punktgenauen Timing von Andre Best wehrte sie die vom letzten Platz vorstoßende Favoritin Princess Zoe und Lady Magic ab.

Andre Best legte in einem anschließenden Meilen-Rennen gleich nach, als er die von John David Hilis engagierte Mystic Tale (126:10) nach, als er der Stute vorne immer neue Reserven gegen Prime Asset und Zambala entlockte.

Disqualifikation wegen Fehlgewichts

Mit viel Kampfgeist holte Strategie Bleu (82:10) in einem 1.400 Meter-Ausgleich IV vermeintlich den Sieg nach Iffezheim in den Stall von Dieter Fechner. Eduardo Pedroza bewies bei seinem zweiten Tagestreffer seine Jockeyship gegen die stets dagegenhaltende Favoritin Auristella. Doch das bittere Ende folgte auf dem Fuße: Wegen Fehlgewichts wurde Strategie Bleu disqualifiziert und ganz aus der Wertung genommen. Dadurch stellte die Münchener Trainerin Jutta Mayer mit Auristella (27:10) vor Shinko Danon sogar die beiden Erstplatzierten. Hier hatte Thore Hammer-Hansen Pech, als er mit Si Signora direkt am Start reiterlos wurde.

John David Hillis durfte sich im abschließenden Amateurreiten (Ausgleich IV, 2.000 m) noch über seinen zweiten Tageserfolg mit Ferragosta (89:10) unter Roy van Eck aus den Niederlanden vor Alwin und Lady Vivian freuen.

Champions League-Finale am 1. November

Nun darf man sich in München schon auf den 1. November freuen, wenn mit dem Großen Preis von Bayern (Gruppe I) das Finale der German Racing Champions League hier ausgetragen wird.
 

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