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Begeisternde Vorstellung des Favoriten in Baden-Baden

100.000 Euro-Zahltag für den Fährhofer Ramazotti

Baden-Baden 19. Oktober 2018

Deutschlands gewinnreichster Zweijähriger ist seit diesem Freitag der im Besitz der Stiftung Gestüt Fährhof stehende Ramazotti: Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Lope de Vega-Sohn, der als Jährling bei der BBAG-Auktion bei 38.000 Euro keinen Käufer gefunden hatte, verdiente vor 3.500 Zuschauern als imponierender Sieger im Ferdinand Leisten-Memorial (BBAG Auktionsrennen, 200.000 Euro, 1.400 m) in Baden-Baden auf einen Schlag 100.000 Euro, ist damit nach zwei Starts noch ungeschlagen mit einer finanziellen Ausbeute von 103.000 Euro.

Eduardo Pedroza servierte dem 31:10-Favoriten in der erweiterten Spitzengruppe des 16er-Feldes ein ideales Rennen. Vorne ging der Engländer Julius Limbani, der auf der Zielgeraden aber von allen Seiten bedrängt wurde. Außen entwickelte Say Good Buy mächtig Reserven. Aber als Ramazotti zwischen den Gegnern eingesetzt wurde, war die Frage nach dem Gewinner bald beantwortet. Leicht mit zweieinviertel Längen löste sich Ramazotti von seinen Gegnern und war die Entdeckung beim ersten Meetingstag des Sales & Racing Festivals.

Jockey Eduardo Pedroza erklärte: „Ramazotti hat alles hervorragend gemacht, wie ein echter Profi.“ Trainer Andreas Wöhler kommentierte: „Bei so vielen Pferden weiß man nie so genau, wie sich das Rennen entwickelt. Aber er hatte eine ideale Ausgangslage. Als er Anlehnung gefunden hatte, war das eine relativ leichte Geschichte. Dieses Jahr hat er alles zu unserer Zufriedenheit gemacht und unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Wir freuen uns auf nächste Saison.“

Accon, der schon zuletzt in Düsseldorf Zweiter zu Ramazotti gewesen war, packte als Zweiter noch mächtig an. „Das war stark, zumal er weitere Wege braucht“, versicherte Markus Klug. Say Good Boy hatte als Dritter lange alle Chancen. „Mit der Startnummer außen konnte sich das sehen lassen“, so Trainer Peter Schiergen. Julius Limbani hielt vorne lange stand, musste sich am Ende aber mit Rang vier begnügen vor dem spät auf Touren kommenden König Platon.

Pray der nächste Schmitt-Coup

Der Düsseldorfer Besitzer Guido Schmitt, aktuell in Segel-Urlaub auf Sardinien, agiert derzeit ausgesprochen erfolgreich. Da wollte auch die Zweijährige Pray (77:10) in einer 1.500 Meter-Prüfung nicht nachstehen und raufte in einem engen Finish den schon in Sicherheit geglaubten Ittlinger Lucky Friend sowie Loyalität noch nieder. Im Dortmunder Auktionsrenen hatte die Maxios-Tochter zuvor noch keine Rolle gespielt. „Sie war heute viel wacher und früher dabei. Zum Schluss hat sich auch der Konditionsvorteil ausgezahlt. Wir werden erst wieder nächstes Jahr starten, sie ist ein Pferd für 2.000 Meter aufwärts“, berichtete Trainer Andreas Suborics.

Viel Geduld musste das Team von The Donald haben, doch beim zehnten Start gelang dem von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierten Wallach, der am Freitagabend im Angebot der BBAG-Auktion ist, der erste Erfolg. Mit großem Einsatz raufte sich der 107:10-Außenseiter mit Lukas Delozier noch an Navalis vorbei, während der Favorit Ozermes als Dritter unter den Erwartungen blieb.

Par Coeur mit viel Herz

Trotz einiger vielversprechender Leistungen musste der im Besitz von Dirk von Mitzlaff stehende Par Coeur (72:10) bis zum heutigen Tag auf seinen ersten Saisontreffer warten. Doch der von Markus Klug trainierte Adlerflug-Wallach stürmte nun im 2.400 Meter-Ausgleich II noch sicher an Ronaldo, der sich unter hohem Gewicht wacker dagegenstemmte, und Gepard vorbei.

Erster Iffezheim-Sieg nach 13 Jahren

Trainer-Rückkehrer Dieter Fechner meldete sich in einem 1.600 Meter-Handicap nach 13 Jahren wieder mit einem Erfolg in Iffezheim zurück, als er nach erstmals nach dem am 21. Mai 2005 mit Arc de Triomphe und Arc Royal nun nach dem Erfolg mit Joplin (77:10) auf dem Treppchen stand. Leicht machte sich die Stute nach einem maßgerechten Ritt von Eduardo Pedroza noch von Forgo, Reine des Miracles und Viscount Vert frei. Die Viererwette bezahlte 60.000 Euro. „Wir haben derzeit zwölf Pferde im Stall, fünf kommen noch“, berichtete Fechner. „Joplin hat weiteres Potenzial.“

Er gilt schon lange als großer Spezialist für Iffezheim, und in einem Ausgleich II über 1.400 Meter feierte der von Christian Wolters in den Niederlanden trainierte Film (54:10) seinen ersten Sieg im Jahr 2018. Adrie de Vries führte den Mitfavoriten in der Außenspur mit tollem Endspurt noch an So Brave und Dolokhov vorbei.

Einen sehr couragierten Ritt zeigte Amazone Claudia Fleißner im Finallauf der Sport-Welt-Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 1.800 m) auf Michael Figges Saphirrouge (161:10). Die zum ersten Mal überhaupt erfolgreiche Dreijährige überraschte gegen Flirt und Trespassed.

In der Gesamtwertung der Amateur-Wertung setzte sich Champion Vincenz Schiergen vor Lena Maria Mattes und Marc Timpelan durch. Schiergen erhielt einen Wertgutschein von 6.000 Euro.

Die Stallform des Kölner Trainers Henk Grewe ist weiterhin bärenstark. Da reihte sich im abschließenden 2.800 Meter-Ausgleich III auch die Stute Breezy Bell (78:10) ein, die unter Andrasch Starke sehr sicher gegen die Außenseiter Sura und Fit For The Job zum Zuge kam.

Der finale Renntag der Saison in Iffezheim ist am Sonntag, 21. Oktober. Hier werden mit dem Ittlingen - Preis der Winterkönigin und der Baden-Württemberg-Trophy gleich zwei Grupperennen ausgetragen.

 

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