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Dreijähriger in Mannheim mit imponierender Vorstellung

Klüngel hat die größten Steher-Qualitäten

Mannheim 27. Oktober 2018

Bedeutendes Saisonfinale am Samstag in Mannheim: Zum ersten Mal wurden Rennen nach Frankreich übertragen, und eine Premiere war auch das Listenrennen auf der Flachbahn, der B.A.U. Mannheim Steher-Cup (25.000 Euro) über weite 3.100 Meter. Hier setzte sich in einer international bestückten Prüfung nicht unerwartet der von Champion Markus Klug für den Kölner Holger Renz trainierte Klüngel (74:10) überlegen durch.

Dass die 14.000 Euro Siegbörse an den schon in Grupperennen angetretenen dreijährigen Jukebox Jury-Sohn gehen würden, war spätestens im Schlussbogen klar, als Maxim Pecheur mit ihm souverän vor das Feld zog und bis zum Sieg nicht mehr gesehen wurde. „Hochüberlegen, neun Längen“ war der Richterspruch.

Siegjockey Maxim Pecheur in einem ersten Statement: „Der Rennverlauf war so, wie wir uns das vorgestellt hatten, es gab genug Tempo, und unser Pferd hat auf der langen Distanz große Steher-Qualitäten. Mit dem weichen Boden kam er sehr gut zurecht. Es ist toll, dass es gegen die internationale Konkurrenz geklappt hat.“

Wisperwind zog unterwegs bald nach vorne und hielt nach langer Pause als Zweiter bestens stand vor dem noch besser aufkommenden Schweizer Gast Le Colonel. International Love ließ als Vierte erst spät nach. Von den englischen Gästen Tor und Melinoe war bald nichts mehr zu sehen. Addicted to you hatte vor dem Rennen seinen Reiter Joe Fanning abgeworfen und wurde früh in aussichtsloser Lage angehalten.

Sensation zu Beginn

Mit einer Sensation hatte der Renntag begonnen, denn den von Marco Klein vor Ort trainierten Wonderwall hatte man in einem 1.400 Meter-Handicap kaum auf der Rechnung. Zur einer Quote von 294:10 schaffte der größte Außenseiter im Feld unter der jungen Maike Riehl mit gewaltigem Speed aber noch die Wende gegen Aratika und Winsome Academy.

Auch Dr. Andreas Bolte, der in dieser Saison in so glänzender Form agierende Coach aus Lengerich, durfte sich über einen vollen Erfolg freuen, auch wenn sich die Schimmelstute Allegro Lady in einem Ausgleich III über 2.500 Meter mit Maxim Pecheur den Treffer mit dem noch gleichgezogenen Lokalmatador Pissarro (Miguel Lopez/Trainer Horst Rudolph) in totem Rennen teilen musste. Bottleofsmoke eroberte noch Rang drei.

Erfolg für englische Trainer-Legende Sir Alex Ferguson

Viel Geduld musste die Stiftung Gestüt Fährhof und die englische Fußball-Trainer-Legende Sir Alex Ferguson mit Queens Street beweisen, doch in einem 1.900 Meter-Rennen gelang der dreijährigen Stute aus dem Spexarder Stall von Andreas Wöhler ein lockerer Start-Ziel-Treffer vor Enissey und dem Favoriten Dream of Future.

Dieselbe Zweierwette wie im September

Wie sich die Bilder gleichen: Im Ausgleich II über 1.900 Meter gab es dieselbe Zweierwette wie am 23. September auf dieser Bahn. Hier überrollte Kitaneso (55:10) – zweiter Tageserfolg für den Mannheimer Trainer Marco Klein – unter Tommaso Scardino erneut den Erlenhofer Cassilero. Die Ende Gegenüber in Front gezogene Onyxa wurde Dritte.

Einen Doppelsieg schaffte der Iffezheimer Trainer Gerald Geisler in einem 2.500 Meter-Rennen, als Liberica (90:10) unter Ersatzreiterin Anja Allgöwer Nordtänzer sicher in Schach hielt.

Fehlstart im vierten Rennen

Leider musste das 4. Rennen zunächst annulliert werden, da es an der Startstelle einen Zwischenfall mit anschließendem Fehlstart gab und sich vier Pferde ihrer Reiter entledigten. Die Prüfung wurde am Ende nachgeholt. Hier hieß das Siegerteam erneut Tommaso Scardino (zweiter Erfolg an diesme Tag) und Trainer Marco Klein (dritter Punktgewinn) durch den hier bestens aufgehobenen Ignaz (45:10), der mit einer Nase vor Rock of Cashel sowie Novice of Budysin vorne war.


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