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Deutscher Star-Galopper gewinnt zum zweiten Mal die Champions League

Großer Triumphzug von Iquitos in München

München 1. November 2018

Großer Triumphzug für den deutschen Star-Galopper Iquitos am Allerheiligen-Donnerstag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Mit einem imponierenden Triumph im Bayerische Hausbau – Großer Preis von Bayern (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) machte der von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel (75) in Hannover für die Golffreunde des Stalles Mulligan trainierte sechsjährige Adlerflug-Sohn mit 37 Punkten zum zweiten Mal nach 2016 den Gesamtsieg in der German Racing Champions League perfekt.

Eddy Hardouin und Markus Klug in der Gesamtwertung vorne

Im Endlauf der elf Top-Prüfungen in sechs deutschen Metropolen umfassenden Rennserie vor 3.000 Zuschauern dominierte der 46:10-Mitfavorit Iquitos in begeisternder Manier unter dem französischen Jockey Eddy Hardouin, der die Jockey-Wertung mit 37 Punkten für sich entschied. Champion Markus Klug stand schon vorher als Sieger bei den Trainern fest.

Wie gewohnt ging Hardouin, der seinen ersten Gruppe I-Sieg feierte, mit Iquitos unterwegs an letzter Stelle des siebenköpfigen Elite-Feldes mit vier Gastpferden aus dem Ausland, während Windstoß, der Derbysieger von 2017, ungewohnt die Führung vor dem Favoriten Defoe übernommen hatte. Auch Tiberian und Dee Ex Bee sah man in prominenten Positionen vor Royal Youmzain, Racing History und Iquitos.

Doch so sollte es nicht bleiben. Zunächst schob sich Defoe auf der Zielgeraden schnell in Front, aber dann ging bald schon ein Raunen durch das Publikum, denn Iquitos flog an der Innenseite regelrecht heran und stürmte in der beeindruckenden Art und Weise eines Champions mit vier Längen zu diesem Sieg und dem Gesamterfolg in der German Racing Champions League.

100.000 Euro Siegbörse in München

100.000 Euro betrug die Siegbörse in dem Münchener Highlight für Iquitos, der mit dem achten Karrieretreffer beim 26. Start seine Gewinnsumme auf 671.690 Euro steigerte. Jockey Eddy Hardouin in einem ersten Statement: „Heute war alles perfekt, das schnelle Rennen und der weiche Boden. Iquitos hat groß angezogen und diesen Sieg redlich verdient.

Iquitos‘ Coach Hans-Jürgen Gröschel berichtete voller Emotionen: „Heute ist Iquitos perfekt geritten worden, genauso, wie ich das haben wollte. Es war sehr gut, dass es trotz des weichen Bodens viel Tempo gab. Der Jockey hat gewartet, bis genug Platz war. Wie es mit ihm weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Ich würde mir wünschen, dass er einen guten Platz als Deckhengst findet und seine Karriere beendet. Jetzt muss doch jemand wach werden und auf ihn aufmerksam werden und ein gutes Angebot für die Zucht vorlegen!“

Der Favorit Defoe aus England schien lange beste Karten zu haben, doch diesmal musste er Iquitos klar ziehen lassen. „Ich hatte kurz gedacht, dass wir gewinnen würden, aber der Sieger muss ein sehr gutes Pferd sein“, versicherte Jockey Andrea Atzeni.

Auch Dee Ex Bee, ein weiterer Engländer, lief als Dritter das erwartet gute Rennen, doch musste sein Reiter früh alle Kräfte mobilisieren, aber der Dreijährige packte nochmals an, wenn auch in klarem Abstand zu den beiden Erstplatzierten. Francis Norton: „Ich musste mein Pferd bald bemühen, er tat sich auf diesem Boden nicht leicht, aber ich bin zufrieden mit der Platzierung.“

Windstoß hielt sich nach langer Führung als Vierter sehr solide, auch wenn er die drei Gegner ziehen lassen musste. „Das Ergebnis in diesem Feld ist okay. Wir wollten ihn heute etwas offensiver reiten lassen. Wir sind nicht unzufrieden“, versicherte Markus Klug.

Der hochgehandelte Royal Youmzain kam als Fünfter ebensowenig in die Partie wie Racing History (Jockey Adam Kirby: „Auf dem schweren Boden kam er über einen Moment nicht hinaus“) und Tiberian.

Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de.

Schiergens nächster Zweijährigen-Triumph

Die Form der jungen Pferde aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen ist weiterhin erstklassig. Das bestätigte der Mastercraftsman-Sohn Quian (40:10), der in den Farben des Stalles Hornoldendorf unter Andrasch Starke das bedeutendste Rennen des Rahmenprogramms, das BBAG Auktionsrennen (52.000 Euro, 1.600 m) gewann.

Der einstige 54.000 Euro-BBAG-Kauf aus der Zucht der Stiftung Gestüt Fährhof hielt nach einem idealen Rennverlauf aus dem Vordertreffen sehr sicher einen Vorteil gegen den noch etwas unreif wirkenden Favoriten Ladykiller, der außen weite Wege gehen musste. Jetcologne eroberte mit gutem Speed noch Rang drei gegen Queen Josephine, die unterwegs kurz ihren Platz verloren hatte.

„Das wird ein Steher. Der Düsseldorfer Start war nur zum Lernen, doch hat er auch dort schon gewonnen. Ein sehr gutes Pferd“, erläuterte Peter Schiergen über Quian, der seinen Anhängern eine Quote von 40:10 bescherte.

Beam Me Up mit starkem Debüt

Ein Pferd für die Zukunft sollte der zweijährige Görlsdorfer Sea The Moon-Sohn Beam Me Up (34:10) sein, der in der einleitenden Meilenprüfung beim ersten Start im Leben sehr leicht gegen Ismene und Tundra zum Zuge kam. Immerhin handelt es sich um den Halbbruder des guten Be My Sheriff. Martin Seidl saß im Sattel des Hoffnungsträgers, er wird nach diesem Renntag in Kürze ein Australien-Gastspiel über Winter antreten.

Das Vertrauen in Princess Zoe war gewaltig, doch in einem 2.200 Meter-Ausgleich III stand der Zielpfosten für die von Stefan Richter in Dresden vorbereitete Stute goldrichtig. Sie rettete bei Martin Seidls zweitem Tagestreffer einen minimalen Vorsprung gegen Rossita und I’m a Dreamer.

Das hat es lange nicht mehr gegeben: Im Ausgleich II über die Meile gewann mit Red Persian (127:10) ein dreijähriger Gast aus Tschechien. Der Schützling von Lubos Urbanek machte sich unter Jiri Palik von zweiter, dritter Position aus leicht von dem Favoriten Simon de Vlieger und Action Please frei.

Mit einer tollen Aufholjagd feierte der von Waldemar Hickst in Köln trainierte Orbit Rex (27:10) mit Eddy Hardouin in einem 2.200 Meter-Rennen noch einen deutlichen Erfolg gegen Wynona und Foxboro, der im Mitbesitz von Klaus Allofs steht.

Zuletzt profitierte Auristella noch von der Disqualifikation eines Konkurrenten, nun gewann die Stute aus dem Münchener Quartier von Jutta Mayer auch auf dem grünen Rasen. Unter Filip Minarik lief die 62:10-Chance bei ihrem dritten Saisontreffer So Brave und Lissabon keine Chance.

Im abschließenden 1.600 Meter-Ausgleich III kam der Dreijährige Mentalist (E. Pedroza, 34:10) aus dem Stall von Andreas Wöhler zu einem allseits erwarteten leichten Erfolg über Ferragosta und Strategie Bleu.




 

Video: Bayerische Hausbau - Grosser Preis von Bayern (Gr. I), München - Sieger: Iquitos

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