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Donjah begeistert mit Sechs-Längen-Erfolg in Krefeld

Erster Stutensieg seit 29 Jahren im Ratibor-Rennen

Krefeld 4. November 2018

Erster Triumph einer Stute seit 29 Jahren im Herzog von Ratibor-Rennen, das am Sonntag beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Krefeld als Großer Preis des G.O.L.D Gartenstadt Olympisches Dorf von 1936 (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) firmierte: Die von Henk Grewe in Köln für Darius Racing trainierte zweijährige Teofilo-Tochter Donjah dominierte das letzte Grupperennen der deutschen Rennsaison 2018 in einer selten gesehenen Manier. Unter Jockey Lukas Delozier spurtete die 35:10-Mitfavoritin mit sage und schreibe sechs Längen ihren Gegnern Vorsprung davon und verwies Sibelius sowie Dschingis First auf die Plätze.

Donjah, die schon bei ihrem Debüterfolg in Köln mächtig imponiert hatte und damit nach zwei Starts ungeschlagen bleibt und 32.000 Euro Siegbörse mit nach Hause brachte, galoppierte unterwegs mit etwas Abstand an fünfter Stelle des neunköpfigen Feldes, das der favorisierte englische Gast Certain Lad gemeinsam mit Dschingis Secret anführte, gefolgt von Jeck Jeah und Sibelius.

Doch während es um Certain Lad auf der Geraden schnell geschehen und als Sechster die Enttäuschung des Rennens war, hatte Lukas Delozier den Turbo auf Donjah noch gar nicht gezündet. Lange wirkte Sibelius an der Außenseite sehr gefährlich, doch als die Grewe-Stute an der Innenseite rund 200 Meter vor dem Ziel so richtig anpackte, war sie sofort in Sicherheit. Völlig überlegen und wie ein Pferd von ganz hoher Klasse verabschiedete sich Donjah von der Konkurrenz und war damit die erste in diesem Top-Event erfolgreiche Stute seit Sound of Silence im Jahr 1989.

2019 auf Derby-Kurs?

Siegtrainer Henk Grewe erklärte in einem ersten Kommentar: „Donjah ist eine tolle Stute mit einem ebenso starken Charakter. Ich hoffe, dass sie genug Stehvermögen für nächstes Jahr mitbringt, habe aber nicht die geringsten Zweifel. Wir werden 2019 noch viel von ihr sehen. Logischerweise ist nun Saisonschluss. Sie hat Nennungen für den Henkel – Preis der Diana und das Deutsche Derby. Welchen Weg wir einschlagen, wird im kommenden Jahr in Ruhe entschieden. Wir werden hoffentlich die richtige Route finden. Es war mein vierter Gruppe-Sieg in dieser Saison. Besser konnte es kaum laufen.“

Racing Manager Holger Faust fügte hinzu: „Wir hatten immer eine gute Meinung von Donjah, der Trainer hatte früh gesagt, dass sie viel Talent besitzt, nun hat die Stute geliefert. Die Art und Weise des Erfolges war schon extrem beeindruckend. Sie muss natürlich gesund bleiben, dann könnten wir mit ihr auf das Derby zielen. Sie hat nun zweimal gegen die Hengste bewiesen, dass sie in diese Klasse gehört.“

Sibelius stand früh als Zweiter fest und war damit das beste der drei Pferde aus dem Stall von Champion Markus Klug vor dem vorne gut standhaltenden Dschingis First und dem noch etwas Boden gut machenden Accon auf Rang vier. Auch Manx kam noch an dem klar abbauenden Certain Lad, der etwas Probleme hatte, um die erste Ecke zu kommen, vorbei. Die übrigen Pferde konnten keine Akzente setzen.

Shalonas großer Kampf

Mit einem sehr starken Einstand wartete die von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Zweijährige Shalona (82:10) in der einleitenden 1.300 Meter-Prüfung auf. Bayarsaikhan Ganbat mobilisierte auf der Mitte der Geraden in Front gezogenen Soldier Hollow-Tochter noch einmal entscheidende Reserven und den fast schon vorbeigezogenen Dormio mit einer Nase Vorsprung in Schach zu halten. Der unterwegs führende Panama Papers hielt Rang drei fest, während der 16:10-Favorit Münchhausen aus idealer Lage stark abbaute und deutlich überlaufen wurde.

Sehr eng ging es auch im anschließenden 2.200 Meter-Ausgleich IV zu, als der Karlsruher Besitzertrainer Ronny Heimburger zu einem überraschenden Erfolg mit Marijano (118:10) kam. Unter dem Brasilianer Carlos Henrique entwickelte der bisher bei sieben Starts über kleine Prämien noch nicht hinausgekommene Wallach enormen Speed und fing die Mitte des Einlaufs wie die Siegerin gehende Prairie Sunshine sowie den Piloten Knightsbridge Liam noch ab.

200. Karrieretreffer für Henk Grewe

Sieben Pferde des Stalles Australia wechselten gerade in den Kölner Stall von Henk Grewe. Und von der tollen Stallform wurde auch die schon achtjährige Stute Endio (51:10) erfasst, die sich in einem weiteren über 2.200 Meter führenden Handicap mit Lukas Delozier klar von den Außenseitern Marina Marshall und Tech Terz löste. Es war beim 14. Saisonstart der erste Saisonsieg für die Enrique-Tochter und der 200. Karrieretreffer für Grewe.

Viererwette nicht getroffen

Vom Juni 2016 datierte der letzte Erfolg von Charles Darwin, doch das Vertrauen in den von Katja Gernreich in Neuss trainierten neunjährigen Wallach war in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.300 m) dennoch groß. Als 42:10-Chance nagelte der Veteran und Bahnspezialist nach einem tollen Timing von Stephen Hellyn genau im Ziel noch die schon in Sicherheit geglaubte Friday Silence fest. Mit Porcupine Creek und Gentle Jaime komplettierten zwei Außenseiter die Viererwette, die nicht getroffen wurde, so dass es im nächsten Jahr einen Jackpot geben wird.

Nur erste und zweite Plätze sah man zuletzt von der Ittlingerin Larea. Und die von Peter Schiergen aus Köln entsandte Rock of Gibraltar-Tochter zeichnete sich im 1.700 Meter-Ausgleich III einmal mehr aus. Der dritte Erfolg beim erst fünften Auftritt dürfte kaum schon der letzte gewesen sein, denn sie entfernte sich als 25:10-Favoritin mit Andrasch Starke noch souverän von Haarib und Iliada.

Saisonauftakt am 17. März 2019

Die Saison 2019 in Krefeld wird am 17. März eröffnet. Voraussichtlich wird es fünf Veranstaltungen im Stadtwald geben.


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