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Zahlreiche Überraschungen in Neuss

Mister Spock übernimmt das Kommando

Neuss 11. Dezember 2018

Gewaltig war auch am Dienstag die Resonanz bei der PMU-Veranstaltung auf der Neusser Sandbahn mit prall gefüllten Starterfeldern. Kein Wunder, dass es auch die ein oder andere Überraschung gab, wie im Ausgleich III über 1.500 Meter. Hier zeigte der siebenjährige Wallach Mister Spock, benannt nach einer Figur aus der legendären TV-Reihe „Raumschiff Enterprise“, einen glänzenden Einstand für die Honzrather Besitzertrainerin Selina Ehl und erinnerte sich an seine Top-Formen.

Mitte der Zielgeraden griff Alexander Pietsch mit dem 117:10-Außenseiter an und hielt gerade noch und hauchdünn den einen Schritt zu spät kommenden Town Charter sowie Mashiana auf Distanz. Schon bei seinem früheren Betreuer Marco Angermann hatte Mister Spock gute Sand-Leistungen geboten, doch hatte man nun nicht unbedingt mit dem ersten Saisontreffer gerechnet.

Simon fliegt zum Sieg

Mit einer Glanzvorstellung wartete Stall Goldmeiles Neuerwerbung Simon de Vlieger (26:10) in einer 1.500 Meter-Konkurrenz auf. Beim ersten Sandbahn-Start enteilte der von Champion Markus Klug aufgebotene und sicher noch deutlich steigerungsfähige Hengst unter Maxim Pecheur deutlich seinen Gegnern. Der Bahnspezialist Cassilero stand früh als Zweiter fest, während die aus Grupperennen kommende Stute als Vierte sogar noch hinter Rock Academy einkam.

Begonnen hatte die Abendveranstaltung mit einem perfekt getimeten und völlig verdienten Erfolg von Lacato in einem 1.500 Meter-Handicap. Nach zwei zweiten Plätzen hintereinander auf dieser Bahn entlockte Bayarsaikhan Ganbat der 41:10-Chance aus dem Weilerswister Stall von Besitzertrainerin Sarah Jane Hellier mächtigen Speed und fing damit Patty Patch und Dieu Merci noch locker ab.

Ozermes geht spazieren

Einen Spaziergang absolvierte der normalerweise höher eingeschätzte Wallach Ozermes (29:10) für die Krefelder Trainerin Erika Mäder in einem 1.500 Meter-Handicap. Jozef Bojko stellte schon an der letzten Ecke die Weichen auf Sieg, keiner der von Asaaleeb und Waldama angeführten Gegner kam in seine Nähe. 16 Längen betrug der Vorsprung.

Auch für die heimische Trainingszentrale gab es ein Erfolgserlebnis, als Katja Gernreichs Hellomoto als 128:10-Außenseiter nach einem bestens eingeteilten Ritt von Sara Nicole Vermeersch von der Spitze aus die Konkurrenz zermürbte. California Cliffs und CJ Parker überraschten auf den Plätzen zwei und drei ebenfalls, so dass die Dreierwette nicht getroffen wurde.

Indara rechtfertigt hohes Vertrauen

Enorm viel Geld war auf Gestüt Haus Iserneichens Indara in einem 2.300 Meter-Ausgleich IV bei ihrem ersten Versuch für den Kölner Coach Henk Grewe unterwegs. Die 24:10-Favoritin mischte stets groß mit und behauptete sich unter Lukas Delozier recht sicher gegen Marina Marshall und Vertical Rhythm.

Zweier- und Dreierwette nicht getroffen

Im reifen Alter von neun Jahren erlebt der Holländer All Dynamite seinen zweiten Frühling. Wie schon zuletzt schnappte der Schützling von Roy van Eck in einem Handicap über 1.900 Meter mit erstaunlichem Schlussakkord noch zu. Zum Toto von 117:10 entlockte ihm Andre Best noch so große Reserven, dass er eine Sensation durch Spignel vereitelte. Knightsbridge Liam hielt den dritten Platz fest. Sowohl die Zweier-, als auch die Dreierwette hatte niemand richtig vorhergesagt.

Im abschließenden 1.100 Meter-Handicap kam der Münchener Gast Sequel (35:10) zu einem längst fälligen Erfolg. Der von Michael Figge auf die weite Reise geschickte Wallach behauptete sich mit Filip Minarik im Sattel sicher vor Seebring und Charlie’s Dreamer.

Erneut stieß der Streetfood-Markt auf eine große Resonanz. Bei noch deutlich größerem Angebot als bei der Premiere kamen die Besucher voll auf ihre Kosten.
 

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