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Vorweihnachtliche Freuden für Doppelsieger Henk Grewe in Wambel

Dortmund 21. Dezember 2018

Mit 36 Jahren zählt Henk Grewe zur neuen Generation der deutschen Galopptrainer. Obwohl der frühere Jockey erst seit drei Jahren Vollblüter betreut, gehört er zu den Erfolgreichsten seiner Zunft. Das unterstrich der in Köln ansässige Trainer auch am vorweihnachtlichen Flutlicht-Renntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel: Mit Loyalität und Pass Mark punktete Grewe gleich zwei Mal – als einziger Doppelsieger des Abends.

Die Stute Loyalität gewann das Zweijährigen-Rennen über 1.800m mit Lukas Delozier hochüberlegen und wurde ihrer Favoritenrolle (Siegquote 16:10) mehr als gerecht. Den dreijährigen Pass Mark (21:10), der zuletzt schon in Neuss siegte, steuerte Nachwuchsreiter Gijs Snijders zum Erfolg im Ausgleich IV über 1.950m.



200.000:10 in der Viererwette

Ein echter Bahnspezialist kam im Ausgleich IV über 1.700m zum Zug: Es siegte der vierjährige Forgo (82:10), der in diesem Jahr nun drei Rennen gewonnen hat – allesamt in Wambel, aber erstmals auf Sand. Trainiert wird Forgo von Toni Potters, der Siegreiter war Bayarsaikhan Ganbat. Auf den Plätzen kamen Solid Gold, Lindikova und Jackontherocks ein – sie sorgten für eine Quote von 200.000:10 in der Viererwette.

Das sportlich und finanziell wertvollste Rennen des Abends war der mit 7.000 Euro dotierte Ausgleich III über 1.800m, der Preis des Gestüt Wittekindshofs. Hier lag der schon neunjährige Wallach Dreamworks vorne, geritten vom Amateurchampion Vinzenz Schiergen und trainiert von Erika Mäder. Es war eine echte Überraschung, die Siegquote betrug 171:10.



Ehrung für Karl Jörg

Doch nach dem Rennen stand vor allem ein Mann im Mittelpunkt, der 40 Jahre lang den deutschen Rennsport entscheidend mitgeprägt hat. Der Gestütsleiter von Wittekindshof, Karl Jörg, wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet. „Für 40 Jahre harte Arbeit mit Ecken und Kanten“ bedankte sich der Wittekindshof-Besitzer, der Ehrenpräsident des Dortmunder Rennvereins, Hans-Hugo Miebach. Jörg sei die „Miss Marple des Rennsports – liebenswert schrullig“, zitierte Miebach einen medialen Spitznamen für den Gestütsleiter.

Große Pferde wie Derby-Sieger Next Desert oder die Diana-Gewinnerin Elle Danzig wurden unter Jörg auf Wittekindshof gezüchtet, wie auch Pakistan Star, der in Hongkong zum gewinnreichsten in Deutschland aufgezogenen Rennpferd aller Zeiten aufgestiegen ist.



Am Mittwoch geht es schon weiter

Der nächste Renntag ist in Wambel schon in wenigen Tagen: Am Zweiten Weihnachtsfeiertag öffnet der Dortmunder Rennverein zum letzten Mal in diesem Jahr seine Tore. Acht Rennen stehen ab 17 Uhr auf dem Programm, auf die Besucher warten Cocktails des Wettanbieters RaceBets und die Viererwette, die mit 12.000 Euro Gewinnausschüttung garantiert ist. „Eine gute Gelegenheit, die durch Weihnachten belastete Haushaltskasse aufzubessern“, sagt Dortmunds Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke und hofft auf viele Gäste am Weihnachtsrenntag.

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