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Saisonfinale und erste Ehrungen für die neuen Champions

Mister Spock setzt den Schlusspunkt

Neuss 29. Dezember 2018

Das letzte sportliche Kapitel der laufenden Saison schrieb der Wallach Mister Spock mit seinem Erfolg über Beacon Hill und Cassilero im Finale 2018 - Auf ein Neuss am 20. Januar-Rennen. Natürlich gemeinsam mit Selina Ehl, seiner Besitzerin, die gleichzeitig seine Trainerin ist, und seinem Reiter, Alexander Pietsch. Doch der letzte diesjährige Renntag des deutschen Turfs in Neuss war selbstverständlich ebenso wieder die Bühne für die ersten Ehrungen der neuen Champions, die allesamt von Daniel Delius vorgestellt wurden und für die es wie stets herzlichen Beifall gab.

Wie jedes Jahr waren auch diesmal nicht alle Meister präsent. Schließlich hatten einige bereits den verdienten Urlaub angetreten, doch hörte das Publikum eine ganze Reihe von Namen, welche es schon vor 12 Monaten in Dortmund beklatscht hatte. So hatte beispielsweise in der Saison 2017 das Gestüt Röttgen bereits die Meriten sowohl als Besitzer- als auch Züchterchampion an sich bringen können. Markus Klug und Lucien van der Meulen erneuerten ebenfalls ihre Spitzenpositionen bei den Trainern beziehungsweise den Besitzertrainern.

Gleiches gilt für die Amateure; Lilli-Marie Engel bei den Damen und Vinzenz Schiergen (vertreten von Hein Bollow) bei den Herren hatten nämlich genauso ihre Stempel schon der Vorsaison aufgedrückt. Sein mittlerweile neuntes Jockey-Championat brachte 2018 im Übrigen kein Geringerer als Andrasch Starke unter Dach und Fach, während im Hindernissport indes drei neue Namen tonangebend waren. Und zwar die von Volker-Franz Schleusner bei den Besitzern, Anna Schleusner-Fruhriep bei den Trainern sowie Jan Faltejsek bei den Reitern.

Zudem gab es im Rahmen der ersten Meisterwürdigungen noch zusätzliche Ehrungen für Esther-Ruth Weißmeier und Rebecca Danz für ihre internationalen Erfolge im letzten Jahr.

So viel zu diesem ganz besonderen Punkt der beizeiten aus den Startlöchern gekommenen Neusser Veranstaltung - das erste der insgesamt sieben Rennen fand schließlich bereits  um 11.05 Uhr statt. Ein Finaltag, der im Übrigen mit einem Heimsieg anfing, als der Irfan Duran gehörende und von Katja Gernreich trainierte Jamie's Venture unter Jozef Bojko seine Gegner im Preis der Champions der Amateurrennreiter förmlich aus den Angeln hob, womit sich alle Gegner schnell mit dem Kampf um die Plätze zu begnügen hatten. Betsy Coed und Monte Cinq kamen hiervon noch am weitesten.

Spannender verlief dagegen der Preis von Wettstar, in dem der von Bayarsikhan Ganbat gesteuerte Tapering des Stalles Häsfeld die schon zuhause geglaubte Anni Domani noch knapp abfing. Sehr zur Freude von Martin Schu, dem Betreuer dieses sehr speedstarken Schimmels.

Für Taperings Reiter folgte das nächste Erfolgserlebnis gleich auf dem Fuße. Denn im Preis der Jockeychampions verstand er es mit einem sehr effektivem Finish den beim Start zuvor in Neuss bereits auffällig gut gelaufenen Wallach Spignel vor dem permanent, aber vergeblich angreifenden Power Bullet sicher über die Linie zu bringen, was zugleich die gute Stallform von Jutta Sarah Hellier noch einmal unterstrich, die obendrein als Besitzerin von Spignel zeichnet. Platz drei ging hier an den dreijährigen Favoriten Solid Gold.

Mit einer Garantieauszahlung von 8.000 Euro - inklusive eines Jackpots von 4.308,06 Euro -  war die Dreierwette im Preis der Champions der Trainer ein recht lukrativen Angebot für die Wetter. Wer von ihnen die Zielankunft Cj Parker vor Waldama und Wüsenlady auf dem Schein hatte, lag damit genau richtig. Und konnte sich außerdem der gewonnenen Wette zeitig sicher sein, da Stall Elbstroms Vierjährige aus dem Quartier von Rainer Busch mit Lucas Delozier im Sattel alsbald alle Weichen auf Sieg zu stellen verstand. Ähnlich früh gesichert hatten sich Waldama wie auch Wüstenlady ihre Platzierungen hinter der siegreichen Stute, die sich beim vorausgegangenen Start in Neuss übrigens klar angekündigt hatte.

Dritter Ganbat-Treffer

Nach Erfolgen mit Tapering und Spignel erweiterte Bayarsikhan Ganbat mit einem weiteren Sieg auf dem jüngst schon in Neuss als Gewinner gefeierten Lacato im Preis des Champions der Besitzertrainer sein sportliches Tageskonto auf sage und schreibe drei Treffer. Da der Wallach wie davor schon Spignel ebenfalls der Besitzertrainerin Sarah Jane Hellier gehört, machte diese dabei immerhin ein Doppel perfekt. Das Rennen mit der Viererwette sah allerdings lange nach einer Auseinandersetzung ausschließlich zwischen Patty Patch und Porcupine Creek aus. Doch am Ende erlagen sie vermutlich der von ihnen angeschlagenen, sehr schnellen Fahrt, sodass Lacato zuletzt ganz leichtes Spiel hatte, während sich hinter den beiden Pacemakern die Riesenaußenseiterin Mississippi noch das vierte Geld holte.

Town Charter als Favoritenschreck

Für einen kurzen Moment schien alles „planmäßig“ zu laufen, und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als Infamous Lawman die Führung an den 17:10-Favoriten Forever Adventure abgab. Doch nur nur wenige Meter weiter war im Preis des Champions der Züchter auch schon der Schimmel Town Charter des Stalles RBA zur Stelle. Der Schützling von Marian Falk Weißmeier gab in der Hand von Lucas Delozier der ganzen Angelegenheit dann noch eine entscheidende Wende, womit der französische Jockey nach dem Erfolg auf Cj Parker zugleich seinen zweiten Tagessieg einfahren konnte und mithin einen besonders schönen Saisonabschluss schaffte.




 

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